Rezension: Frits Boterman – Duitse daders. De jodenvervolging en de nazificatie van Nederland (1940–1945)


Johannes Koll hat bei H-Soz-Kult folgenden Titel rezensiert:

Boterman, Frits: Duitse daders. De jodenvervolging en de nazificatie van Nederland (1940–1945). Amsterdam: Uitgeverij De Arbeiderspers, 2015. ISBN 978-9-02950-486-7

Hier geht’s zur Rezension …

Nationaal Archief in Den Haag: Aufhebung der Sperrfrist für Archivgut 2017


Am heutigen 3. Januar 2017 begeht das Nationaal Archief in Den Haag seinen diesjährigen Openbaarheidsdag. An diesem Tag kann erstmalig ohne Einschränkung das Archivgut eingesehen werden, dessen Sperrfrist nach 25, 40 oder 75 Jahren nunmehr abgelaufen ist.

Wie das Nationaal Archief mitteilt, betreffen die neu geöffneten Archivbestände unter anderem die Verhandlungen zum Vertrag von Maastricht, die Hochzeit von Prinzessin Beatrix sowie die Teilnahme von niederländischen Kämpfern am Spanischen Bürgerkrieg.

Speziell für Forschende zu den deutsch-niederländischen Beziehungen scheinen unter anderem die folgenden Bestände interessant zu sein:

  • Wirtschaftsministerium: die Folgen der Deutschen Einheit für bilaterale Verträge zwischen dem Königreich der Niederlande und der BRD sowie der ehemaligen DDR, die Stationierung von niederländischen Truppen in der Bundesrepublik Deutschland sowie das endgültiges Aus für das deutsche Atomkraftwerk Kalkar am Niederrhein (alle 1991)
  • Außenministerium: internierte Deutsche auf Bonaire und Curaçao sowie in Niederländisch-Indien (1941), private Schadenersatzforderungen im Kontext von Kriegsschäden (2665 Umschläge, bis 1965)
  • Finanzministerium: Steuerfragen im Zusammenhang mit deutschen Truppen während der Besatzungszeit (1941/1942)

Hier finden Sie die vollständige Liste (PDF-Datei, 711 Seiten) mit allen Archivbeständen des Nationaal Archief, die seit Anfang 2017 neu einsehbar sind.

Vor einem Besuch können Sie über die Seite www.gahetna.nl bequem von zu Hause aus in den gesamten Beständen recherchieren und Archivgut zur Einsicht anfragen.

Das Archivgut kann ausschließlich im Lesesaal des Nationaal Archief in Den Haag eingesehen werden.

Rezensionen mit Benelux-Bezug: sehepunkte Nr. 16 (2016), 12


Benedikt Faber rezensiert in den aktuellen sehepunkten Julius H. Schoeps / Dieter Bingen / Gideon Botsch (Hgg.): Jüdischer Widerstand in Europa (1933-1945). Formen und Facetten (= Europäisch-jüdische Studien. Beiträge; Bd. 27). Berlin / Boston: De Gruyter Oldenbourg 2016. Hierin findet sich ein Beitrag von Tanja von Fransecky mit dem Titel „Fluchtroute durch Westeuropa. Die Rettungsaktivitäten der Westerweel-Gruppe“.

Barbara Karl bespricht den Sammelband Bart Lambert / Katherine Anne Wilson (Hgg.): Europes Rich Fabric. The Consumption, Commercialisation and Production of Luxury Textils in Italy, the Low Countries and Neighbouring Territories (Fourteenth-Sixteenth Century). Aldershot: Ashgate 2016.

Zum 500. Todestag von Hieronymus Bosch rezensiert Stefan Fischer die folgenden beiden Neuerscheinungen: Matthijs Ilsink / Jos Koldeweij / Ron Spronk et al.: Hieronymus Bosch. Maler und Zeichner. Stuttgart: Belser Verlag 2016 sowie Matthijs Ilsink / Jos Koldeweij (Hgg.): Hieronymus Bosch. Visionen eines Genies. Stuttgart: Belser Verlag 2016.

Rezensionen mit Benelux-Bezug: sehepunkte Nr. 16 (2016), 11


Christina Morina rezensiert in den aktuellen sehepunkten Klaartje de Zwarte-Walvisch: Mein geheimes Tagebuch. März-Juli 1943. Aus dem Niederländischen von Simone Schroth, München: C.H.Beck 2016.

Lars Berg bespricht Alexander Bastek / Elise van Ditmars / Tilmann von Stockhausen (Hgg.): Niederländische Moderne. Die Sammlung Veendorp aus Groningen, Petersberg: Michael Imhof Verlag 2015.

Tagungsbericht: 8. ADNG-Workshop – Occupied Societies in Western Europe: Conflict and Encounter in the 20th Century [Essen, 07.-08.07.2016]


Bei H-Soz-u-Kult ist ein Tagungsbericht von Ann-Kristin Glöckner und Bernhard Liemann über den 8. Workshop des Arbeitskreises Deutsch-Niederländische Geschichte (ADNG/WDNG) erschienen, der am 7. und 8. Juli 2016 in Kooperation mit dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen, dem Duitsland Instituut Amsterdam, dem Deutschen Historischen Institut Paris und der Bergischen Universität Wuppertal in Essen stattgefunden hat.

Der Titel des Workshops lautete: Occupied Societies in Western Europe: Conflict and Encounter in the 20th Century.

Hier geht es zum Tagungsbericht bei H-Soz-u-Kult.

Zum selben Workshop hat Markus Wegewitz einen Tagungsbericht geschrieben, der im eigenen Wissenschaftsblog des ADNG auf der Plattform Hypotheses.org erschienen ist.

Tagungsort des Workshops "Occupied Societies in Western Europe": das KWI in Essen

Tagungsort des Workshops „Occupied Societies in Western Europe“: das KWI in Essen

Bildnachweis: von KWI [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Call for Papers [Deadline 31.10.2016]: Kulturtransfer zwischen Belgien und Deutschland, 1940-1944 [Brüssel, 20.-21.04.2017]


Am 20. und 21. April 2017 findet an der KU Leuven (Campus Brussel) das internationale Kolloquium „Kulturtransfer zwischen Belgien und Deutschland, 1940-1944“ statt.

Aus dem Veranstaltungstext:

„Das Kolloquium beabsichtigt diese ideologischen Aspekte des Kulturtransfers zwischen Deutschland und Belgien anhand von Fallbeispielen aus Literatur, Theater, Musik, bildenden Künsten, Photo­gra­phie und Film aufzuzeigen. Bei diesem Transfer kann es sich um Übersetzung im weitesten Sinne, also auch um ‘intersemiotische’ Übersetzung und Imagination handeln, aber ebenso sind andere For­men der Kulturvermittlung gemeint, etwa Vortragsreihen, Ausstellungen, Kulturreisen. Von be­son­derem Interesse sind ferner die Akteure und Institutionen, die die Rezeption beim neuen Ziel­pu­bli­kum lenkten und unter den Bedingungen der Besatzung strengen Zensurmaßnahmen unter­lagen, etwa Verlage, Kinos, Theater, Volkshochschulen, Universitäten, sowie die von den Besatzern selbst be­gründeten Instanzen zur Verbreitung der deutschen Kultur in Belgien bzw. der belgischen Kul­tur(en) in Deutschland.

Ziel des Kolloquium ist es, eine möglichst breite Skala an sprachgebundenen, aber auch sprachunab­hängigen Kulturformen zu beleuchten. Dabei sind u.a. folgende Fragen zu erörtern:

  • Welches Belgienbild wurde in Deutschland gefördert? Welche Aspekte der deutschen Nation und Kultur bzw. welche Stereotypen  standen bei der Imagobildung in Belgien im Vordergrund? Wie machte sich die deutsche Propaganda diese Auffassungen zunutze?
  • Inwiefern wurde Belgien von den Deutschen als Nation wahrgenommen? Wie stark war der Ein­fluss der Flamenpolitik und welche Rolle spielte das frankophone Belgien im deutschen Belgien­bild?
  • Welche öffentlichen Instanzen, Kulturvereine, Verlage, Galerien und andere Akteure aus dem Kulturbereich waren an der Schaffung der Belgien- bzw. Deutschlandbilder beteiligt?
  • Wie sah der in Deutschland bzw.  Belgien produzierte bzw. angenommene Kulturkanon aus? Wel­che Autoren waren in den Büchereien in Übersetzungen oder in der Originalsprache ver­tre­ten? Welche Theater führten Stücke auf? Von welchen Kün­stler­n wurden Werke ausgestellt? Wel­che Künstler und Komponisten wurden implizit oder explizit als ‘Deutsch’, ‘Belgisch’ oder ‘Flämisch’  aus­ge­wiesen und aufgeführt?
  • Über welche offiziellen und nichtoffiziellen Kanäle verlief der Kulturaustausch zwischen Belgien und Deutschland während es Zweiten Weltkriegs? Wer waren die Vermittler, wer waren die ‘Gatekeeper’?
  • Welche politischen Entscheidungen und Stellungnahmen haben den Kul­tur­transfer begünstigt oder gerade beeinträchtigt?
  • Welche Formen des Kulturaustauschs widersetzten sich der vorherrschenden Ideologie? Konnte in diesem Kontext von einer kulturellen Untergrundbewegung die Rede sein? Machten etwa Widerstandsgruppen Gebrauch von künstlerischen Darstellungsformen?
  • Konnte im Bereich der Populärkultur (Musik, Film, Bühnenkünste) die Rede sein von einem Austausch zwischen Belgien und Deutschland?“

Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch, doch können auch Vorschläge in Niederländisch und Französisch berücksichtigt werden.

Organisert wird das internationale Kolloquium von Elke Brems (KU Leuven / CERES), Jan Ceuppens (KU Leuven / CERES), Hubert Roland (UC Louvain) und Ine Van linthout (U Gent).

Abstracts (ca. 250 Wörter) können bis zum 31. Oktober 2016 an Elke Brems oder Jan Ceuppens geschickt werden. Alle Einsender werden bis Ende November 2016 benachrichtigt.

Hier geht es zum vollständigen Call for Papers

Hier geht es zur Homepage „Centre for Reception Studies“ der KU Leuven.

Neu im Web: Online-Ausstellung des NIOD „Leven in kampen in Nederlands-Indië“


Auf der neu eingerichteten Webseite Expositie ‚Leven in kampen in Nederlands-Indië‘ präsentiert das NIOD Institute for War, Holocaust and Genocide Studies eine Online-Ausstellung zum Thema „Leben in Internierungslagern unter japanischer Besatzung“.

Die Online-Austellung basiert auf einer Auswahl an Objekten, welche das NIOD im Laufe der Jahre in ihrer Sammlung Voorwerpen Nederlands-Indië zusammentragen konnte.

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