Vortrag [Berlin, 07.12.2017]: Jan Julia Zurné – Subversive terrorists or good patriots?


Jan Julia Zurné (CegeSoma, Brüssel) hält am 7. Dezember 2017 um 16:15 Uhr im Rahmen der Konferenz Vom Kolonialkrieg zum Krieg gegen den Terror? einen Vortrag mit dem Titel Subversive terrorists or good patriots? The Brussels public prosecutor’s office facing violent acts of resistance 1940–1944 .

Die Konferenz wird veranstaltet vom deutsch-französischen Verbundprojekt Saisir l’Europe und findet statt im Centre Marc Bloch, Friedrichstraße 191, 10117 Berlin.

Hier finden Sie mehr Informationen auf H-Soz-u-Kult.

Hier finden Sie mehr Informationen auf der Homepage des Centre Marc Bloch.

Aktuelle Neuerscheinungen zur Beneluxforschung


Gerne machen wir Sie auf folgende drei Neuerscheinungen zur Beneluxforschung aufmerksam:

  • Dormal, Michel: Politische Repräsentation und vorgestellte Gemeinschaft. Demokratisierung und Nationsbildung in Luxemburg (1789-1940) (Luxemburg-Studien = Études luxembourgeoises, Band 13). Frankfurt am Main: Peter Lang Edition, 2017 (zugleich Dissertation Universität Luxemburg, Universität Trier, 2014). ISBN 978-3-631-71731-8

Zitat aus dem Klappentext: „Anhand zahlreicher Quellen schildert der Autor die Wechselwirkung zwischen Demokratisierung und Nationsbildung in Luxemburg im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Sein Befund: Die Nation entstand nicht aus einer ursprünglichen Einheit, sondern aus dem politischen Konflikt heraus. Der lange Kampf um die politische Repräsentation schuf eine neue Vorstellung von Gemeinschaft. Worin die Identität dieser Gemeinschaft besteht, bleibt in der Demokratie aber immer umstritten. Knapp hundert Jahre nach der Einführung des allgemeinen Wahlrechts und der Volkssouveränität bietet das Buch damit zugleich die erste umfassende Geschichte der «demokratischen Revolution» in Luxemburg.“

 

  • Zindler, Frederike: Kultur ist Politik ist Kultur. Der Emigrant und „Holländer“ H. Wielek (1912-1988) als Mittler im deutsch-niederländischen Raum. Wien: Praesens Verlag, 2017 (zugleich Dissertation Westfälische Wilhelms-Universität Münster 2016). ISBN 978-3-7069-0917-4

Zitat aus dem Klappentext: „Der in Deutschland geborene (jüdische) Wilhelm Kweksilber floh 1933 aufgrund seines politischen Engagements nach Amsterdam, wo er als Publizist, Rezensent und Leiter des Gemeindedienstes für sozial-kulturelle Arbeit tätig war. Sein Pseudonym H. Wielek verwendete er nach Ende des Zweiten Weltkriegs weiter für sein freies Engagement, das in dieser Mittlerstudie belichtet wird. Mit zahllosen Publikationen und Auftritten trug er zur Verbreitung deutscher Filme und Bücher in den Niederlanden bei.“

 

  • Happe, Katja: Viele falsche Hoffnungen. Judenverfolgung in den Niederlanden 1940-1945. Paderborn: Ferdinand Schöningh, 2017. ISBN 978-3-506-78424-7

Zitat aus dem Klappentext: „Zwischen 1940 und 1945 kamen drei Viertel der niederländischen Juden im Holocaust um – ein höherer Anteil als in allen anderen Ländern Nord- und Westeuropas. Der vorliegende Band ist die erste Darstellung der Judenverfolgung in den Niederlanden auf Deutsch. Dabei richtet die Autorin ein besonderes Augenmerk auf die ausländischen Hilfsbemühungen zur Rettung der Juden in den Niederlanden. Denn die entsprechenden Aktivitäten der niederländischen Exilregierung und ausländischer Hilfsorganisationen sind bislang kaum näher untersucht worden.“

 

Alle Titel sind im Bestand des FID Benelux und können direkt vor Ort oder per Fernleihe entliehen werden.

Bildnachweis: Coverabbildung mit freundlicher Genehmigung des Ferdinand Schöningh Verlags

 

Tagungsbericht : Occupations in the Age of Total War. [22.-23.06.2017, Canterbury]


Auf H-Soz-u-Kult ist ein Tagungsbericht von Oli Parken über die Konferenz „Occupations in the Age of Total War. Micro Perspectives and Transnational Research“ erschienen, die am 22. und 23. Juni 2017 in Canterbury stattgefunden hat.

Veranstalter waren das Centre for the Study of War, Propaganda and Society (University of Kent) und die Vakgroep Geschiedenis (Universiteit Gent) in Kooperation mit dem CegeSoma (Brüssel) und dem NIOD (Amsterdam). Thematisch beschäftigten sich zahlreiche Vorträge mit den Besatzungen der Beneluxländer im Ersten und Zweiten Weltkrieg.

Hier geht es zum Tagungsbericht auf H-Soz-u-Kult.

Neues Geschichtsportal online: Belgium WWII


Kürzlich ist das neue Geschichtsportal „Belgium WWII“ online gegangen. Wie wir bereits in unserem Blogpost vom 21. April 2017 berichteten, möchte die am  CegeSoma angesiedelte Plattform in Zeiten von Fake News und alternativen Fakten einem breiten Publikum ein niedrigschwelliges und verlässliches Informationsangebot über Belgien im Zweiten Weltkrieg unterbreiten.

Das ganze Angebot ist in niederländischer und französischer, teilweise auch in deutscher Sprache verfügbar.

Hier kommen Sie direkt zum Portal „Belgium WWII“.

Hier können Sie sich einen Trailer zu „Belgium WWII“ anschauen (YouTube) .

Hier können Sie mehr über den Launch des Geschichtsportals „Belgium WWII“ erfahren (CegeSoma).

Das Gebäude des CEGESOMA am Luchtvaartsquare/Square de l’Aviation in Brüssel

Bildnachweis: von Brigade Piron (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Beiträge des ADNG-WDNG-Workshops 2016 in Essen publiziert


Am 7. und 8. Juli 2016 fand der 8. Workshop des Arbeitskreises deutsch-niederländische Geschichte – Werkgroep Duits-Nederlandse geschiedenis in Essen statt. Der Workshop widmete sich dem Thema Occupied Societies in Western Europe: Conflict and Encounter in the 20th Century. Er wurde in Kooperation mit dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen, dem Duitsland Instituut Amsterdam, dem Deutschen Historischen Institut Paris und der Bergischen Universität Wuppertal ausgerichtet.

In der Zeitschrift Francia. Forschungen zur westeuropäischen Geschichte sind nun u.a. folgende Workshop-Beiträge erschienen:

  • Tatjana TÖNSMEYER, Krijn THIJS: Introduction: Dealing with the Enemy. Occupation and Occupied Societies in Western Europe.
  • Jakob MÜLLER: Learning from Failure. The First World War and the »Flamenpolitik« of the German Militärverwaltung in Belgium in 1940.
  • Rick S. TAZELAAR: The Dutch Conductor Willem Mengelberg and the Opportunities of a »New« Dutch-German Music Scene, 1936–1945.
  • Marieke OPREL: Identifying »Enemy Citizens«. Dutch (De-)Enemisation Policies towards German Nationals (1944–1967).
  • Felix BOHR: A »Burden« from the Second World War? The »Breda Four« and their Effect on the German-Dutch Relations.

Die Beiträge werden nach Ablauf eines Jahres retrodigitalisiert und stehen dann kostenfrei unter Francia-Retro zur Verfügung.

Weitere Informationen zum Workshop liefert der Tagungsbericht im ADNG-WDNG-Blog.

 

Bildnachweis: FID Benelux/ADNG-WDNG

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Tagung [06.-08.10.2017, Vogelsang/Schleiden]: NS-Großanlagen und Naturschutz. Beispiele Westwall und ehemalige „NS-Ordensburg“ Vogelsang in der Eifel


Vom 6. bis zum 8. Oktober 2017 findet im Forum Vogelsang IP die Tagung „NS-Großanlagen und Naturschutz – Beispiele Westwall und ehemalige ‚NS-Ordensburg‘ Vogelsang in der Eifel“ statt. Folgende Beiträge dürften vor allem für Benelux-Historiker/innen von besonderem Interesse sein:

  • Karola Fings (Köln): Der „Westwall“. Strategische und ideologische Bedeutung in der NS-Zeit und Nachwirkungen heute
  • Stefan Wunsch (Vogelsang): Vogelsang als internationaler Platz im Nationalpark Eifel. Informationsort über die NS-Zeit
  • Christoph A. Rass (Osnabrück): Das „Schlachtfeld Hürtgenwald“ als Schauplatz und Erinnerungsort
  • Carlo Lejeune (Büllingen): Umgang mit Spuren der NS-Zeit in Ostbelgien

Anmeldeschluss ist der 22. September 2017. Die Teilnahmegebühr beträgt 80 Euro. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl empfiehlt sich eine frühzeitige Anmeldung per E-Mail an poststelle@nua.nrw.de oder per Fax an 02361/ 305-3340.

Alternativ finden Sie hier ein Anmeldeformular online.

Dieser Link führt Sie zum vollständigen Programm.

Ehemalige „NS-Ordensburg“ Vogelsang in der Eifel

Bildnachweis: Hans Weingartz, building by Clemens Klotz [CC BY-SA 2.0 DE], via Wikimedia Commons

Open Access: War Graves, War Cemeteries, and Memorial Shrines as a Building Task (1914 to 1989)


Die RIHA – International Association of Research Institutes in the History of Art gibt seit 2010 kostenlos die Open-Access-Zeitschrift RIHA Journal heraus.

Der jüngst erschienene Sonderband „War Graves, War Cemeteries, and Memorial Shrines as a Building Task (1914 to 1989). Die Bauaufgabe Soldatenfriedhof/Kriegsgräberstätte zwischen 1914 und 1989“ geht zurück auf zwei Tagungen aus dem Jahre 2014 an der Humboldt-Universität zu Berlin und am Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München.

Im Sonderband sind auch zwei Beiträge mit Bezug zu Belgien enthalten:

Zusätzlich stehen Ihnen die Beiträge als PDF zum Gratis-Download unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY-NC-ND 4.0 zur Verfügung.

Der deutsche Soldatenfriedhof Vladslo mit der Figurengruppe „Trauerndes Elternpaar“ von Käthe Kollwitz

Bildnachweis: By Davidh820 (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

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