Aktuelle Rezensionen aus Hémecht

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Niederländisches Nationalarchiv: Aufhebung der Sperrfrist für Archivgut

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Rezensionen mit Benelux-Bezug: Francia-Recensio (2018), 4

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Rezensionen mit Benelux-Bezug: sehepunkte Nr. 18 (2018), 11

Rick Tazelaar rezensiert in den aktuellen sehepunkten Peter Romijn: Der lange Krieg der Niederlande. Besatzung, Gewalt und Neuorientierung in den vierziger Jahren (= Jena Center – Vorträge und Kolloquien; Bd. 19), Göttingen: Wallstein 2017.

Bildnachweis: Coverabbildung mit freundlicher Genehmigung des Wallstein Verlags

Historikertag [25.-28.09.2018, Münster]: Wissenschaftliches Begleitprogramm zum Partnerland Niederlande

Nachdem wir uns im Blogbeitrag vom 4. Mai 2018 zunächst auf die Veranstaltungen zum Partnerland Niederlande
in den Fachsektionen konzentriert hatten, bieten wir Ihnen heute einen Überblick über die verschiedenen Sonderveranstaltungen mit Niederlande-Bezug im wissenschaftlichen Begleitprogramm.

Die verschiedenen Aktivitäten des FID Benelux auf dem Historikertag werden wir Ihnen in Kürze in einem gesonderten Blogbeitrag präsentieren.

  • Dienstag, 25. September 2018, 18:30-20:30 Uhr im H1: Eröffnungsfeier
    • Eröffnung: Eva Schlotheuber (Vorsitzende des VHD e.V.)
    • Grußwort: Armin Laschet (Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen)
    • Festrede: Khadija Arib (Voorzitter van de Tweede Kamer der Staten-Generaal)
    • Festrede: Wolfgang Schäuble (Präsident des Deutschen Bundestages)
    • Grußwort: Johannes Wessels (Rektor der WWU Münster)
    • Grußwort: Ulrich Bongertmann (Vorsitzender der VGD e.V.)

Aus dem Veranstaltungstext:

„Der niederländische Autor Geert Mak ist kein Fachhistoriker, aber ohne Zweifel seit vielen Jahren der erfolgreichste Verfasser historischer Darstellungen zur niederländischen Geschichte, die auch in Deutschland hohe Auflagen erreichen (z.B. „Das Jahrhundert meines Vaters“, „Die vielen Leben des Jan Six“ und die von der Bundeszentrale für politische Bildung vertriebene „Geschichte der Niederlande“). Über seinen Weg zur Geschichte, seine Arbeitsweise, seine Themenwahl und sein Erfolgsrezept (und was Fachhistoriker davon lernen können) diskutiert Geert Mak, der 2014 die Ehrendoktorwürde der Philosophischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität erhielt, in der Bibliothek des Hauses der Niederlande mit dem Publikum.

Der Diskussion mit Geert Mak geht eine Kurzpräsentation des Zentrums für Niederlande-Studien an der WWU durch den Direktor Prof. Dr. Friso Wielenga sowie des Fachinformationsdienstes Benelux / Low Countries Studies durch seine Leiterin Ilona Riek voraus.“

Aus dem Veranstaltungstext:

„Der Startpunkt der Führung ist das Haus der Niederlande. Diese akademische Einrichtung befindet sich im alten Krameramtshaus, das im Gegensatz zum größten Teil der Innenstadt die Bombenangriffe während des Zweiten Weltkriegs unversehrt überstanden hat. Im Haus der Niederlande besuchen wir die Bibliothek und das Kaminzimmer, wo 1648 niederländische und spanische Diplomaten ein Friedensabkommen erreichten. Anschließend gehen wir zum Lambertikirche. Am Turm befinden sich die Käfige aus der Zeit der Täufer. Hierin wurden die Leichname der Anführer der Täufer nach der Hinrichtung zur Schau gestellt. Das nächste Ziel ist der Dom; der Besuch ist mit einer Führung durch das Gotteshaus verbunden. Vom Dom gehen wir zum Rathaus und besuchen den Friedenssaal. In diesem Saal fand 1648 die Unterzeichnung des Westfälischen Friedens statt. Letzte Station der Stadtführung ist das Stadtmuseum; von dort kehren wir zum Haus der Niederlande zurück.“

Prinzipalmarkt in Münster

Bildnachweis: Bernhard Liemann/FID Benelux

Workshop [Dresden, 15.-16.11.2018]: BodenKulturen. Interdisziplinäre Perspektiven

Am 15. und 16. November 2018 findet im Europäischen Zentrum der Künste in Dresden-Hellerau (Festspielhaus) der Workshop „BodenKulturen. Interdisziplinäre Perspektiven“ statt. Veranstalter sind das Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde in Kooperation mit angelas e.V. (Arbeitsgemeinschaft für Nachhaltigkeit, Geschlechterforschung, Entwicklungs-, Land- und Agrarsoziologie).

Im Programm findet sich ein Beitrag mit Niederlande-Bezug:

  • Margreet van der Burg (Wageningen University & Research): Netherlands feeds itself! Gender and the Campaign “Productieslag” through Land Use Intensification for Food Security under Nazi Occupation, 1941

Hier finden Sie mehr Informationen zum Workshop.

Sie können sich bis zum 8. November 2018 über diesen Link online anmelden.

Festspielhaus Hellerau

Bildnachweis: By Stephan Floß (Authorized by the author.) [CC BY 4.0 ], via Wikimedia Commons

Aktuelle Neuerscheinungen zur Beneluxforschung

Gerne machen wir Sie auf folgende drei Neuerscheinungen zur Beneluxforschung aufmerksam:

Zitat aus dem Klappentext: „Smash the Pillars builds on the efforts by scholars and activists to decolonize Dutch history and memory, as they resist the epistemological violence imposed by the state, its institutions, and dominant narratives. Contributions offer an unparalleled glimpse into decolonial activism in the Dutch kingdom and provide us with a new lens to view contemporary decolonial efforts. The book argues that to fully decolonize Dutch society, the current social organization in the Kingdom of the Netherlands relying on separate pillars for each religious and/or racial group, must be dismantled.“

Zitat aus dem Klappentext: „Across the world, and due to ongoing globalisation, migration is increasingly becoming a part of daily life. But more than ever, migration can no longer be viewed as a simple linear trajectory from A to B. The emergence of transnational communities and intense interactions between regions of origin and of destination have led to new forms of social–cultural praxis and (sub)cultures which exert an important influence on the integration of immigrants. The case of Flanders, the northern part of Belgium and a reference point for the impact of these processes across Europe, is presented as a case study in this book.“

Zitat aus dem Klappentext: „Im Fokus dieser Studie stehen der Alltag und die Sexualität während der deutschen Besatzung der Niederlande 1940–1945. Für die spätere Tradierung des Krieges spielte Sexualität keine Rolle. Mit ihren sexuellen Praktiken bestimmten Soldaten aber die ›Ordnung der Straße‹ ebenso mit, wie sie Besatzungspolitik gestalteten. Nicht gegen einen niederländischen Gegner kämpften sie, sondern für eine rassistische Weltordnung und die Verheißung des privaten Glücks. Am Beispiel Holland bietet die Autorin einen Einblick in die Politiken und Praktiken der Inklusion in die nationalsozialistische ›Volksgemeinschaft‹ und zeigt, welche Rolle Sexualität dabei spielte. Sie arbeitet heraus, wie ›normale‹ (Hetero-)Sexualität und sexuelle ›Normalität‹ hergestellt wurden und wie Heteronormativität durch Krieg, Militär und Soldaten gestaltet und tradiert wurde.“

Alle Titel sind im Bestand des FID Benelux und können direkt vor Ort oder per Fernleihe entliehen werden.

Bildnachweis: Coverabbildung mit freundlicher Genehmigung des Vandenhoeck & Ruprecht Verlags