Rezensionen mit Benelux-Bezug: sehepunkte Nr. 17 (2017), 5


Jutta Wintermann rezensiert in den aktuellen sehepunkten den Sammelband Antje Flüchter / Jivanta Schöttli (Hgg.): The Dynamics of Transculturality. Concepts and Institutions in Motion (= Transcultural research – Heidelberg studies on Asia and Europe in a global context), Cham: Springer International Publishing, 2015. In diesem Sammelband ist ein beneluxbezogener Beitrag enthalten mit dem Titel „Military Intelligence and Early Modern Warfare: The Dutch East India Company and China 1622–1624“ (Barend Noordam).

Waltraud Schreiber bespricht Nicola Brauch: Das Anne Frank Tagebuch. Eine Quelle historischen Lernens in Unterricht und Studium, Stuttgart: W. Kohlhammer, 2016.

Bibliothek für Zeitgeschichte: Tagebuch von Otto von Emmich digitalisiert


Die zur Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart gehörende Bibliothek für Zeitgeschichte (BfZ) besitzt eine der größten Sammlungen zum Ersten Weltkrieg in Europa. Nun hat die BfZ das Tagebuch von Otto von Emmich digitalisiert, von dem nur noch zwei Abschriften existieren.

In seiner Einleitung zum Tagebuch von Otto von Emmich schreibt Christian Westerhoff:

General der Infanterie Albert Theodor Otto von Emmich (1848-1915) gehört heute zu den umstrittenen deutschen Militärs des Ersten Weltkriegs. Seit 1909 führte er das X. Armeekorps in Hannover. Gleich zu Beginn des Krieges war er maßgeblich an der Einnahme der Stadt Lüttich beteiligt, die für die Einhaltung des Schlieffenplans wichtig war und den Durchmarsch der deutschen Armee nach Nordfrankreich ermöglichte. Für diese militärische Aktion erhielt er als erster deutscher Offizier während des Krieges den höchsten Orden Pour le Mérite. Mehrere Denkmäler erinnern bis heute an ihn. Straßen, Plätze sowie die Schule für Feldjäger und den Stabsdienst der Bundeswehr in Hannover wurden nach ihm benannt. Historiker werfen ihm jedoch vor, beim Überfall deutscher Truppen auf das neutrale Belgien im Jahr 1914 an Kriegsverbrechen beteiligt gewesen zu sein.“

Der Standort der maschinengeschriebenen Tagebuchabschrift lautet: Bibliothek für Zeitgeschichte, Lebensdokumentensammlung, Bestand N60.13.

Hier gelangen Sie zum digitalisierten Tagebuch.

Rezensionen mit Benelux-Bezug: sehepunkte Nr. 16 (2016), 11


Christina Morina rezensiert in den aktuellen sehepunkten Klaartje de Zwarte-Walvisch: Mein geheimes Tagebuch. März-Juli 1943. Aus dem Niederländischen von Simone Schroth, München: C.H.Beck 2016.

Lars Berg bespricht Alexander Bastek / Elise van Ditmars / Tilmann von Stockhausen (Hgg.): Niederländische Moderne. Die Sammlung Veendorp aus Groningen, Petersberg: Michael Imhof Verlag 2015.

Objet du mois (CNL): Tagebücher der Marie de Roebé


Das Centre national de littérature Mersch stellt in diesem Monat vier Tagebücher von Marie de Roebé (1849-1870) vor:

„Die Tagebücher reflektieren auf exemplarische Weise die Lebenswelten der jungen Mädchen aus der Oberschicht im Luxemburg des 19. Jahrhunderts. Nachdem Marie de Roebé im Alter von 21 Jahren an einer Lungenkrankheit gestorben war, benutzte ihre Schwester Elise die Aufzeichnungen als Grundlage für eine Biographie über das Leben Maries, die sie Un lis brisé betitelte. 1894 veröffentlichte Elise de Roebé eine gekürzte Fassung unter dem Titel Une enfant du Sacré-Coeur in der französischen Zeitschrift Le Rosier de Marie.

Die Tagebücher, die Fotos, die Manuskripte und die Veröffentlichungen Elise de Roebés gehören zum Nachlass de Roebé, der dem CNL von der Familie de Vaulx aus Belfort überlassen wurde. In diesem Nachlass hat sich eine reiche Vielzahl von interessanten Dokumenten zum privaten und öffentlichen Leben der Luxemburger Oberschicht erhalten.“

Weiterlesen beim Centre national de littérature.

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