Vorträge [London]: Seminar on Low Countries History, 2018-19 session

Im Studienjahr 2018-19 finden am Institute of Historical Research in London (IHR) wieder zahlreiche Vorträge im Rahmen des „Seminar on Low Countries History“ statt:

  • Jonas Roelens (Universiteit Gent): Citizens & Sodomites. Perception and Persecution of Sodomy in the Southern Low Countries (1400-1700) (19.10.2018)
  • Esther van Raamsdonk (University of Exeter): Seventeenth-Century Anglo-Dutch Imagology (02.11.2018)
  • Janet Dickinson (University of Oxford): Drowned books and their histories: making sense of the remarkable cargo of a seventeenth-century shipwreck discovered off the Texel islands (30.11.2018)
  • David Trim (General Conference of Seventh-day Adventists, Silver Spring): The Sea Beggars and their Huguenot and English allies: Transnational Calvinist maritime cooperation, 1568-1577 (25.01.2019)
  • Matthew Champion (Birkbeck, University of London): Chronological Devotions in the Fifteenth-Century Low Countries (08.02.2019)
  • Suze Zijlstra (Universiteit Leiden): Anglo-Dutch Americas: migration and labor in New Netherland and Suriname (22.02.2019)
  • Marisa Bass (Yale University): Monuments and the Making of History in the Dutch Republic (08.03.2019)
  • Sietske Fransen (University of Cambridge): Antoni van Leeuwenhoek: microscopist and draughtsman (03.05.2019)
  • Matthew Laube (University of Cambridge): The Acoustics of Violence in the Dutch Revolt (17.05.2019)

Alle Vorträge finden freitags um 17:15 Uhr statt. Veranstaltungsort ist der Wolfson Room I (Erdgeschoss) im IHR, Senate House, Malet Street, London WC1E 7HU.

Hier finden Sie mehr Informationen zum „Seminar on Low Countries History

 

Bildnachweis: By Institute of Historical Research [Public domain], via Wikimedia Commons

Neu im Web: Surinamische Sklavenregister

Der 1. Juli ist in Surinam und in den Niederlanden alljährlich der Gedenktag für die Abschaffung der Sklaverei in Surinam im Jahr 1863. Die Surinamer feiern an diesem Tag „Ketikoti“, was auf Sranantongo soviel bedeutet wie „das Fest der gebrochenen Ketten“. Pünktlich zu diesem Termin wurde jetzt mit der Datenbank Suriname: Slavenregisters eine wichtige Online-Quelle zur Geschichte der Sklaverei freigeschaltet.

In den surinamischen Sklavenregistern sind die Daten von schätzungsweise achtzigtausend Personen nachgewiesen, die dort zwischen 1830 und 1863 als Sklaven lebten. Die bislang nur sehr eingeschränkt zugänglichen Verzeichnisse gehören zum Bestand des Surinamischen Nationalarchivs und wurden nun im Rahmen des Crowdfunding-Projektes „Maak de Surinaamse slavenregisters openbaar“ digitalisiert und erschlossen. Für die Digitalisierung der Register sorgte das Niederländische Nationalarchiv.

Mehr Informationen …

Direkt zur Datenbank Suriname: Slavenregisters auf den Seiten des Niederländischen Nationalarchivs und auf den Seiten des Surinamischen Nationalarchivs.

 

Detail aus dem Sklavenregister

Bildnachweis: Der Index „Suriname: Slavenregisters“ wird von der Stichting Historische Database Suriname unter der Lizenz CC-BY-SA 3.0 NL licentie bereitgestellt.

Rezension: Gloria Wekker – White Innocence. Paradoxes of Colonialism and Race

Esther Helena Arens hat bei H-Soz-Kult folgenden Titel rezensiert:

Wekker, Gloria: White Innocence. Paradoxes of Colonialism and Race. Durham: Duke University Press, 2016. ISBN 978-0-8223-6075-9

Aus der Verlagsankündigung: „In White Innocence Gloria Wekker explores a central paradox of Dutch culture: the passionate denial of racial discrimination and colonial violence coexisting alongside aggressive racism and xenophobia. Accessing a cultural archive built over 400 years of Dutch colonial rule, Wekker fundamentally challenges Dutch racial exceptionalism by undermining the dominant narrative of the Netherlands as a „gentle“ and „ethical“ nation.“

Hier geht’s zur Rezension …

Konferenz [11.-13.05.2017, Oldenburg]: Reformation, Migration und religiöse Pluralisierung. Politik und Praktiken religiöser Koexistenz

Unter dem Titel „Reformation, Migration und religiöse Pluralisierung. Politik und Praktiken religiöser Koexistenz“ findet die Jahrestagung der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen 2017 in Kooperation mit dem Projekt „Freiheitsraum Reformation“ und der Abteilung für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Oldenburg vom 11. bis 13. Mai im Kulturzentrum PFL Oldenburg statt.

Unter den Beiträgen befinden sich einige mit Benelux-Bezug:

  • Crossing borders: the migration of sacred music in northern Europe, 1580-1720 (Stephen Rose, London)
  • War, Migration and the Politics of Religious Pluralism (Wayne te Brake, New York)
  • (K)ein sicherer Hafen? – Migrantinnen in Emden (Raingard Esser, Universität Groningen)
  • Protestantische Begegnungen: Lutherische Pastoren und religiöser Pluralismus in der atlantischen Welt des 18. Jahrhunderts (Mark Häberlein, Universität Bamberg)
  • Surinam-Zeist-Herrnhut-Pennsylvania: Zum Wechselspiel lokaler Praktiken und globaler Missionspolitik am Beispiel der Herrnhuter Surinammission im 18. Jahrhundert (Jessica Cronshagen, Universität Oldenburg)

Hier finden Sie mehr Informationen zu Programm, Zahlung des Tagungsbeitrags und Anmeldung (bis 15. April 2017).

Änderungen bei den KITLV-Datenbanken

Im Zuge der Übergabe des Bibliotheksbestandes des Koninklijk Instituut voor Taal-, Land- en Volkenkunde (KITLV-KNAW) an die Universitätsbibliothek Leiden (siehe unser Bericht vom 01.08.2014) ergeben sich auch Änderungen bei den bisher vom KITLV angebotenen Datenbanken:

Der KITLV-Katalog wurde inzwischen aufgenommen in das Katalogsystem der UB Leiden: Wer dort auf Reiter „Leiden Collections“ und anschließend auf den nach unten zeigenden Pfeil bei „All library locations“ klickt, findet dort die Sammlungen des KITLV und der KITLV-Dependance in Jakarta.

Die Verfügbarkeit der ursprünglich ebenfalls vom KITLV angebotenen Bibliografie van de Nederlandse Caraïben ist zurzeit ungewiss. Momentan ist sie nicht im Netz erreichbar. Eine weitere Aktualisierung der Daten wird es voraussichtlich nicht geben. Die UB Leiden prüft jedoch, ob die Bibliographie ebenfalls in den Katalog der UB Leiden integriert werden kann.

Aufgrund der technischen Veränderungen kann die ViFa Benelux die beiden Datenbanken bis auf Weiteres leider nicht mehr in ihrer Metasuche anbieten. Das ViFa-Team untersucht momentan mögliche Lösungen zur Neuintegration der Datenbanken in die ViFa-Metasuche.

 

KITLV: Indonesien- und Karibiksammlung jetzt an der Uni Leiden

Die umfangreiche Sammlung des Koninklijk Instituut voor Taal-, Land- en Volkenkunde (KITLV-KNAW) zu Indonesien, Surinam und den Niederländischen Antillen wurde an die Universitaire Bibliotheken Leiden (UBL) übergeben.

Zusammen mit den bereits im Vorjahr übernommenen Beständen des Koninklijk Instituut voor de Tropen (KIT) verfügt die Universität Leiden nun über eine weltweit einmalige Sammlung zu Indonesien und der Karibikregion. Das KITLV wird seine Arbeit als Forschungsinstitut fortsetzen und eng mit der Universität Leiden zusammenarbeiten.

Lesen Sie hierzu die Presseerklärung der Koninklijke Nederlandse Akademie van Wetenschappen (KNAW) sowie die Nutzungshinweise auf den Seiten der UBL.

Leiden187

Bildnachweis: Vysotsky (Wikimedia) [CC-BY-SA-3.0 oder Attribution], via Wikimedia Commons

Neu im Web: The Dutch in the Caribbean World, C. 1670-C. 1870

In diesem Jahr ist es 150 Jahre her, dass die Niederlande als eines der letzten Länder Europas die Sklaverei in ihren Kolonien abgeschafft haben. Für die Erforschung der Geschichte der niederländischen Sklaverei bietet das Huygens ING seit Anfang August die neue englischsprachige Datenbank The Dutch in the Caribbean World, C. 1670-C. 1870.

Zitat aus der Projektbeschreibung:

„Het project The Dutch in the Caribbean World, C. 1670-C. 1870 bestaat uit twee delen. Enerzijds de voornamelijk Engelstalige archiefgids met relevante bronnen, die referenties aan archiefcollecties berustend in binnen- en buitenland (Nederland, Suriname, Curaçao, Engeland en Guyana) bevat. Anderzijds de Engelstalige samenvatting van de voor de slavernij en de multiculturele verhoudingen belangrijke wet- en regelgeving, die zich alleen richt op de Antillen en Suriname.“

Dem aktuellen Thema ‚Beendigung der Sklaverei in den niederländischen Kolonien‘ widmen sich auch die Dossiers Afschaffing slavernij (1863) der KB Den Haag sowie Dutch involvement in the transatlantic slave trade and abolition des African Studies Centre Leiden.

 

Nachtrag 16.08.2013:

Die Abteilung Bijzondere Collecties der Universiteit van Amsterdam bietet darüber hinaus die Ausstellung Slavernij verbeeld an, die noch bis zum 22.09.2013 besucht werden kann.