Konferenz [07.-09.10.2016, Münster]: Weltreligion im Umbruch. Transnationale Perspektiven auf das Christentum in der Globalisierung des 19. Jahrhunderts


Vom 7. bis zum 9. Oktober 2016 findet am Exzellencluster „Religion und Politik“ der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster die Konferenz Weltreligion im Umbruch. Transnationale Perspektiven auf das Christentum in der Globalisierung des 19. Jahrhunderts statt.

Aus dem Veranstaltungstext:

„Das Christentum befand sich im 19. Jahrhundert nicht nur als “Religion im Umbruch” (Thomas Nipperdey über Deutschland), sondern grenzüberschreitend als Weltreligion im Umbruch. Dennoch dominiert bis heute in der Katholizismus- und Protestantismusforschung der methodologische Nationalismus. Selbst international angelegte Projekte addieren oft nur Länderstudien oder führen Nationsvergleiche durch, auch wenn das Christentum, darin anderen Religionen ähnlich, offenkundig Teil von Uniformisierungs- wie Partikularisierungsbewegungen, Subjekt von Globalisierungsprozessen sowie deren Beobachter war.

Während transnationale und Globalgeschichte dafür neue Erklärungen und Perspektiverweiterungen bieten, was die erste Leitfrage der Tagung ausmacht, handelt es sich beim zweiten Problemkomplex, bei der Geschichte der Globalisierung, um die Geschichte eines Sachverhaltes selber. Dabei ist zum einen zu erkunden, ob sich das Christentum im Sinne von Expansion und Diffusion globalisierte. Wurde es tatsächlich normierter und uniformer in Orthodoxie und Orthopraxie? Zum anderen ist zu diskutieren, in welcher Weise mit der Globalisierung in Wirtschaft, Kultur, Politik, Kommunikation umgegangen wurde. Die “Weltreligion” des Christentums geriet in eine zunehmend globaler werdende Umwelt, herausgefordert durch Kolonialisierung, Entkolonialisierung und Imperialismus, aber auch durch die aufkommende Erkenntnis, daß es andere distinkte Weltreligionen und nicht nur zu missionierende Heiden gab.

Kurz: Können global- und transnationalgeschichtliche Ansätze helfen, das Christentum im 19. Jahrhundert besser zu verstehen? Und inwieweit war diese Weltreligion Träger und Leidtragender der Globalisierung?“

Unter den zahlreichen Beiträgen sind auch zwei mit dezidiertem Benelux-Bezug:

  • Prof. Dr. Jan De Maeyer (Universität Löwen), Belgien ab 1831: ultramontanes Musterland für die „schwarze Internationale“?
  • Dr. Vincent Viaene (Belgien), The Congo Question: Christian missions between internationalism and imperialism 1875-1905

Dieser Link führt Sie zum vollständigen Programm

 

„Scriptieprijs 2016″ der Vereniging voor Nederlandse Kerkgeschiedenis ausgeschrieben


Um die Forschung zur niederländischen Kirchen- und Religionsgeschichte zu fördern, schreibt die Vereniging voor Nederlandse Kerkgeschiedenis (VNK) jährlich einen mit 500 Euro dotierten Preis für die besten Masterarbeit aus.

Die im Zeitraum zwischen dem 1. September 2015 und 1. September 2016 an niederländischen oder ausländischen Universitäten entstandenen Masterarbeiten können bis zum 14. September 2016 eingereicht werden. Als Sprachen kommen in Frage: Niederländisch, Englisch, Französisch oder Deutsch.

Die Details der Ausschreibung finden Sie hier.

Kapel van Onze-Lieve-Vrouw van de Graaf Jansdijk in Knokke-Heist

Kapel van Onze-Lieve-Vrouw van de Graaf Jansdijk in Knokke-Heist

Bildnachweis: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported [Public domain], via Wikimedia Commons

Rezension: D. de Boer u.a. (Hrsg.) – Devotio Moderna


Jan-Hendryk de Boer hat in H-Soz-u-Kult vom 01.10.2014 folgenden Titel rezensiert:

Boer, Dick E. H. de; Kwiatkowski, Iris (Hrsg.): Die Devotio Moderna. Sozialer und kultureller Transfer (1350–1580), Band 1: Frömmigkeit, Unterricht und Moral. Einheit und Vielfalt der Devotio Moderna an den Schnittstellen von Kirche und Gesellschaft, vor allem in der deutsch-niederländischen Grenzregion. Münster: Aschendorff Verlag. 2013. ISBN: 978-3-402-13001-8.

Hier geht’s zur Rezension …

Stellenangebot [Utrecht, Deadline 17.01.2014]: PhD-position in Medieval History


Innerhalb des Projektes Mind over Matter. Debates about relics as sacred objects, c. 350-c. 1150 ist an der Universität Utrecht folgende Stelle zu vergeben:

PhD-position in Medieval History (1.0 fte)

Zitat aus der Stellenbeschreibung:

„You will be responsible for project 3, and focus on one particular saint’s cult, namely the cult of Willibrord, an Anglo-Saxon monk now famous as ‘the apostle of the Frisians’. You will use the wealth of sources, both textual and material, to investigate for this particular case-study the interaction between the practice of relic cults and learned debates on holy objects, in particular relics.“

Bewerbungen sind bis zum 17.01.2014 einzureichen.

Zur Stellenausschreibung …

Tagung [Luxemburg, 22.-23.11.2013]: Histoire religieuse – Bilan et perspectives. 5e Assises de l’historiographie luxembourgeoise


Bei den alle zwei Jahre von Historikern der Université du Luxembourg organisierten Assises de l’historiographie luxembourgeoise steht in diesem Jahr die Bedeutung der Religion in der Luxemburger Gesellschaft thematisch im Zentrum. Die Tagung findet vom 22.11.2013 bis zum 23.11.2013 statt; Veranstaltungsort ist das Centre Culturel de Rencontre Abbaye de Neumünster in Luxemburg (Stadt).

Es wird um eine Anmeldung bis zum 17.11.2013 gebeten.

Mehr Informationen | Flyer (PDF-Datei)

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Stellenangebote [Amsterdam, Deadline 27.09.2013]: 2 Stellen im Projekt „Religion Renegotiated. Faith-Based Organizations and the State in the Netherlands since the 1960s“


Am Institute of Culture and History (ICH) der Universiteit van Amsterdam sind im Rahmen des von Prof. Dr. James Kennedy geleiteten Projektes Religion Renegotiated: Faith-Based Organizations and the State in the Netherlands since the 1960s – Public Debate die folgenden beiden Stellen zu vergeben:

Bewerbungsschluss ist jeweils der 27.09.2013.

Call for Papers [Deadline 15.09.2013]: Tagung „200 jaar herstel van de Sociëteit van Jezus in de Lage Landen“ in Löwen


Vom 23. bis 25. Oktober 2014 organisieren die Fakultät Theologie und Religionswissenschaft der KU Leuven, die Université de Namur, die Provinzen der flämischen und wallonisch-luxemburgischen Jesuiten, das Rijksarchief in België, das Nederlands Instituut voor Jezuïeten Studies, die Ruusbroecgenootschap, das Centrum voor Religieuze Kunst en Cultuur (CRKC) und KADOC-KU Leuven in Löwen ein internationales Kolloquium und eine Ausstellung zur Geschichte des Jesuitenordens. Anlass ist das zweihundertjährige Jubiläum der Wiederrichtung des Ordens in den Niederlanden.

Beiträge können in niederländischer, französischer oder englischer Sprache eingereicht werden, wobei Englisch empfohlen wird. Die Deadline für Beitragsvorschläge ist der 15.09.2013.

Mehr Informationen …

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