Rezensionen mit Benelux-Bezug: sehepunkte Nr. 17 (2017), 11


Étienne Doublier rezensiert in den aktuellen sehepunkten Dieter Kastner (Bearb.): Die Urkunden von Kloster Gaesdonck. Regesten 1351-1550 (= Inventare nichtstaatlicher Archive; 56), Bonn: Habelt 2016.

Wilhelm Ribhegge bespricht Marie Barral-Baron: L’Enfer d’Érasme. L’humaniste chrétien face à l’histoire (= Travaux d’Humanisme et Renaissance; 523), Genève: Droz 2014.

Rezensionen mit Benelux-Bezug: Francia-Recensio (2017), 3


Die aktuelle Ausgabe der vom Deutschen Historischen Institut Paris herausgegebenen Francia-Recensio bietet wieder eine Fülle interessanter Rezensionen, von denen sich die folgenden mit beneluxbezogenen Themen aus den Bereichen Mittelalter und Frühe Neuzeit beschäftigen:

Mittelalter (500–1500)

 

Frühe Neuzeit – Revolution – Empire (1500–1815)

  • Serge Brunet, José Javier Ruiz Ibáñez (Hrsg.): Les milices dans la première modernité, Rennes (Presses universitaires de Rennes) 2015, rezensiert von David Parrott. In diesem Sammelband sind beneluxbezogene Beiträge enthalten mit den Titeln „Les milices bourgeoises au temps des guerres civiles: force de déstabilisation ou instrument de pacification de la société urbaine? (Valenciennes, anciens Pays-Bas espagnols, 1560-1600)“ (Yves Junot) und „Se mobiliser pour le roi à la fin du XVIe siècle dans les villes des Pays-Bas catholiques“ (José Javier Ruiz Ibáñez).
  • Bertrand Forclaz, Philippe Martin (Hrsg.): Religion et piété au défi de la guerre de Trente Ans, Rennes (Presses universitaires de Rennes) 2015, rezensiert von Andreas Rutz. In diesem Sammelband sind beneluxbezogene Beiträge enthalten mit den Titeln „Les Archiducs, la guerre et la religion: facteurs d’influence sur la décision politique dans les Pays-Bas espagnols (ca. 1620-ca. 1635)“ (Nicolas Simon), „La guerre et les divisions religieuses: perceptions d’avenir dans les Provinces-Unies“ (Willem Frijhoff), „La guerre de Trente Ans dans les Pays-Bas au travers de la correspondance du nonce intérimaire Richard Pauli-Stravius“ (Philippe Desmette), „La mission militaire jésuite auprès de l’armée des Flandres pendant la guerre des Trente Ans. Conversions et sacrements“ (Silvia Mostaccio) und „La miraculeuse levée du siège de Cambrai en 1649 par l’intercession de Notre-Dame de Grâce“ (Alain Lottin).
  • Berndt Hamm, Thomas Kaufmann (Hrsg.): Wie fromm waren die Humanisten?, Wiesbaden (Harrassowitz Verlag) 2016, rezensiert von Peter Walter. In diesem Sammelband ist ein beneluxbezogener Beitrag enthalten mit dem Titel „Die sacrae litterae bei den frühen niederländischen Humanisten: Von der späten Devotio moderna bis zu Cornelius Aurelius“ (Nicolette Mout).
  • Jutta Nowosadtko, Diethelm Klippel, Kai Lohsträter (Hrsg.): Militär und Recht vom 16. bis 19. Jahrhundert. Gelehrter Diskurs – Praxis – Transformationen, Göttingen (Vandenhoeck & Ruprecht) 2016, rezensiert von Klaus J. Arnold. In diesem Sammelband ist ein beneluxbezogener Beitrag enthalten mit dem Titel „The Police and Justice Systems of Soldiers and Burghers in Eighteenth-Century Brussels“ (Catherine Denys).
  • Eric Piltz, Gerd Schwerhoff (Hrsg.): Gottlosigkeit und Eigensinn. Religiöse Devianz im konfessionellen Zeitalter, Berlin (Duncker & Humblot) 2015, rezensiert von Ronnie Po-chia Hsia. In diesem Sammelband sind beneluxbezogene Beiträge enthalten mit den Titeln „Ekklesiologie jenseits der Kirchen: konfessionelle Grenzarbeiten bei Dirck Volckertszoon Coornhert“ (Andreas Pietsch) und „Von Kirchen, Ketzern und anderen Blindenführern – Pieter Bruegels d. Ä. Blindensturz und die Ästhetik der Subversion“ (Jürgen Müller).
  • Sandra Richter, Guillaume Garner (Hrsg.): »Eigennutz« und »gute Ordnung«. Ökonomisierungen der Welt im 17. Jahrhundert, Wiesbaden (Harrassowitz Verlag) 2016, rezensiert von Marie-Louise Pelus-Kaplan. In diesem Sammelband ist ein beneluxbezogener Beitrag enthalten mit dem Titel „Ware Kunst: Zur ökonomischen Praxis des Malers Peter Paul Rubens“ (Nils Büttner).
  • Remi van Schaïk (Hrsg.): Economies, Public Finances, and the Impact of Institutional Changes in Interregional Perspective. The Low Countries and Neighbouring German Territories (14th–17th Centuries), Turnhout (Brepols) 2015, rezensiert von Angela Ling Huang.

Radiobeitrag Deutschlandfunk: „Reformation quergedacht – Gennep“


Der Deutschlandfunk widmet sich in seiner Sendereihe Reformation quergedacht der Stadt Gennep, die im Zeitalter der Reformation zum Herzogtum Kleve gehörte. Hier konnten evangelische Glaubensflüchtlinge mit den mehrheitlich katholischen Einwohnern in konfessioneller Toleranz leben.

Mit Franeker, Kampen und Woerden gehört Gennep zu den vier niederländischen Reformationsstädten Europas, einem Partnerschaftsprojekt europäischer Kirchen und Städte anlässlich des 500. Jubiläums der Reformation.

Hier können Sie den Radiobeitrag anhören oder lesen.

Die Nederlands Hervormde kerk in Gennep (1661-1663) gilt als die älteste protestantisch erbaute Kirche der Niederlande.

Bildnachweis: von LooiNL (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Rezensionen mit Benelux-Bezug: Francia-Recensio (2017), 1


Die aktuelle Ausgabe der vom Deutschen Historischen Institut Paris herausgegebenen Francia-Recensio bietet wieder eine Fülle interessanter Rezensionen, von denen sich die folgenden mit beneluxbezogenen Themen aus dem Bereich Mittelalter beschäftigen:

Rezensionen mit Benelux-Bezug: sehepunkte Nr. 17 (2017), 3


Sven Externbrink rezensiert in den aktuellen sehepunkten Christian Windler (Hg.): Kongressorte der Frühen Neuzeit im europäischen Vergleich. Der Friede von Baden (1714), Köln / Weimar / Wien: Böhlau 2016. In diesem Sammelband sind drei beneluxbezogene Beiträge enthalten mit den Titeln „Zwei Friedenskongresse und ein Entführungsfall: Köln und Nimwegen als Kongressorte während des Niederländischen Krieges (1673-1679)“ (Tilman Haug), „Kongress- und Stadtgesellschaft: Das Beispiel Utrecht (1712/1713)“ (Lucien Bély) sowie „Religiöse Praktiken in Utrecht während der Friedensverhandlungen 1712/1713“ (Renger de Bruin und David Onnekink).

Katrin Armborst bespricht: Emmanuel Gerard / Bruce Kuklick: Death in the Congo. Murdering Patrice Lumumba, Cambridge, MA / London: Harvard University Press, 2015.

Konferenz [07.-09.10.2016, Münster]: Weltreligion im Umbruch. Transnationale Perspektiven auf das Christentum in der Globalisierung des 19. Jahrhunderts


Vom 7. bis zum 9. Oktober 2016 findet am Exzellencluster „Religion und Politik“ der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster die Konferenz Weltreligion im Umbruch. Transnationale Perspektiven auf das Christentum in der Globalisierung des 19. Jahrhunderts statt.

Aus dem Veranstaltungstext:

„Das Christentum befand sich im 19. Jahrhundert nicht nur als “Religion im Umbruch” (Thomas Nipperdey über Deutschland), sondern grenzüberschreitend als Weltreligion im Umbruch. Dennoch dominiert bis heute in der Katholizismus- und Protestantismusforschung der methodologische Nationalismus. Selbst international angelegte Projekte addieren oft nur Länderstudien oder führen Nationsvergleiche durch, auch wenn das Christentum, darin anderen Religionen ähnlich, offenkundig Teil von Uniformisierungs- wie Partikularisierungsbewegungen, Subjekt von Globalisierungsprozessen sowie deren Beobachter war.

Während transnationale und Globalgeschichte dafür neue Erklärungen und Perspektiverweiterungen bieten, was die erste Leitfrage der Tagung ausmacht, handelt es sich beim zweiten Problemkomplex, bei der Geschichte der Globalisierung, um die Geschichte eines Sachverhaltes selber. Dabei ist zum einen zu erkunden, ob sich das Christentum im Sinne von Expansion und Diffusion globalisierte. Wurde es tatsächlich normierter und uniformer in Orthodoxie und Orthopraxie? Zum anderen ist zu diskutieren, in welcher Weise mit der Globalisierung in Wirtschaft, Kultur, Politik, Kommunikation umgegangen wurde. Die “Weltreligion” des Christentums geriet in eine zunehmend globaler werdende Umwelt, herausgefordert durch Kolonialisierung, Entkolonialisierung und Imperialismus, aber auch durch die aufkommende Erkenntnis, daß es andere distinkte Weltreligionen und nicht nur zu missionierende Heiden gab.

Kurz: Können global- und transnationalgeschichtliche Ansätze helfen, das Christentum im 19. Jahrhundert besser zu verstehen? Und inwieweit war diese Weltreligion Träger und Leidtragender der Globalisierung?“

Unter den zahlreichen Beiträgen sind auch zwei mit dezidiertem Benelux-Bezug:

  • Prof. Dr. Jan De Maeyer (Universität Löwen), Belgien ab 1831: ultramontanes Musterland für die „schwarze Internationale“?
  • Dr. Vincent Viaene (Belgien), The Congo Question: Christian missions between internationalism and imperialism 1875-1905

Dieser Link führt Sie zum vollständigen Programm

 

„Scriptieprijs 2016″ der Vereniging voor Nederlandse Kerkgeschiedenis ausgeschrieben


Um die Forschung zur niederländischen Kirchen- und Religionsgeschichte zu fördern, schreibt die Vereniging voor Nederlandse Kerkgeschiedenis (VNK) jährlich einen mit 500 Euro dotierten Preis für die besten Masterarbeit aus.

Die im Zeitraum zwischen dem 1. September 2015 und 1. September 2016 an niederländischen oder ausländischen Universitäten entstandenen Masterarbeiten können bis zum 14. September 2016 eingereicht werden. Als Sprachen kommen in Frage: Niederländisch, Englisch, Französisch oder Deutsch.

Die Details der Ausschreibung finden Sie hier.

Kapel van Onze-Lieve-Vrouw van de Graaf Jansdijk in Knokke-Heist

Kapel van Onze-Lieve-Vrouw van de Graaf Jansdijk in Knokke-Heist

Bildnachweis: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported [Public domain], via Wikimedia Commons

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