Historikertag [25.-28.09.2018, Münster]: Fachsektionen zum Partnerland Niederlande

Vom 25. bis 28. September 2018 findet der 52. Deutsche Historikertag an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster unter dem Motto „Gespaltene Gesellschaften“ statt. Das diesjährige Partnerland werden die Niederlande sein.

Heute haben wir Ihnen einen Überblick der Veranstaltungen mit Niederlande-Bezug in den Fachsektionen zusammengestellt. Die zahlreichen Sonderveranstaltungen mit Niederlande-Bezug im wissenschaftlichen Begleitprogramm sowie die verschiedenen Aktivitäten des FID Benelux auf dem Historikertag werden wir Ihnen in Kürze in gesonderten Blogbeiträgen präsentieren.

Mittelalter

Neuere und Neueste Geschichte

Zeitgeschichte

Epochenübergreifend

Doktorandenforum

  • Lisa Korge (Konstanz): Kolonialer Straßenbau in Niederländisch-Indien

 

Der Historikertag 2018 ist mit Social-Media-Auftritten auf Twitter und Facebook vertreten.

Hier finden Sie das vollständige Programm des Historikertages 2018 im Überblick.

Anmeldungen sind ab sofort möglich unter diesem Link (bis zum 14. August ohne Nachmeldegebühr, danach bis zum 23. September 2018 mit 25 € Nachmeldegebühr).

Münster Prinzipalmarkt

Bildnachweis: Bernhard Liemann/FID Benelux

Open-Access-Publikation: Christie Miedema – Vrede of vrijheid?

Am 13. Dezember 1981 verhängte General Wojciech Jaruzelski in Polen das Kriegsrecht. Im Kontext des sogenannten ‚zweiten Kalten Krieges’ der frühen 1980er Jahre war dies aber viel mehr als ein nur polnisches Ereignis. Im Westen weckten die Panzer auf den polnischen Straßen Gefühle von Wut und Ohnmacht, teilweise aber auch Erleichterung. Vor allem linke Organisationen taten sich häufig schwer, die Ereignisse einzuordnen: Wie verurteilte man eine staatssozialistische Regierung, ohne mit rechten Politikern wie Ronald Reagan und Franz Josef Strauß in einen Topf geworfen zu werden? Friedensaktivisten, Sozialdemokraten und Gewerkschaftler in den Niederlanden und Westdeutschland sahen sich mit einem Dilemma konfrontiert: Sollten sie sich für Frieden entscheiden, indem man die Opposition als ‚Störfaktor’ ignorierte und damit die Entspannungspolitik rettete? Oder war Freiheit wichtiger, so dass man die Opposition aus der Ferne unterstützte?

Die Haltung niederländischer und bundesdeutscher linker Organisationen gegenüber der polnischen Opposition in den 1980er Jahren ist das Thema einer Studie, mit der die niederländische Historikerin Christie Miedema 2015 an der Universiteit van Amsterdam promoviert wurde. Ihr Buch Vrede of vrijheid? Dilemma’s, dialoog en misverstanden tussen Nederlandse en West-Duitse linkse organisaties en de Poolse oppositie in de jaren tachtig ist 2015 bei Amsterdam University Press erschienen und jetzt auch als Open-Access-Publikation zugänglich. Miedemas Forschung umfasst die ganzen 1980er Jahre, von den außergewöhnlichen Ereignissen, die 1981 in Polen zum Kriegsrecht führten, bis zur Wende von 1989.

Hier finden Sie den Link zur Open-Access-Publikation.

Hier finden Sie den Link zur Verlagsinformation.

Hier finden Sie weitere Informationen im Blog von Christie Miedema (darunter Rezensionen).

Demonstration vor der polnischen Botschaft in Den Haag am 14. Januar 1982

Bildnachweis: Croes, Rob C. / Anefo, Nationaal Archief / Fotocollectie Anefo, CC0

Tagung [Münster, 19.-20.04.2013]: The Origins and Impact of Détente. Internationale Beziehungen und innenpolitische Folgen in den Niederlanden, Deutschland und den Vereinigten Staaten

Vom 19.04. bis 20.04.2013 findet in der Bibliothek im Haus der Niederlande in Münster die internationale Konferenz The Origins and Impact of Détente. Internationale Beziehungen und innenpolitische Folgen in den Niederlanden, Deutschland und den Vereinigten Staaten statt.

Eine Forschungsgruppe der Universitäten Münster, Utrecht und Boston analysiert die Entwicklungen in den 70er Jahren in einem grenzüberschreitenden Vergleich, bei dem der Fokus auf den Niederlanden, Deutschland und den Vereinigten Staaten liegt. Nach der bereits durchgeführten Konferenz The Radical Decade in Global Perspective stehen nun die internen politischen Debatten der 1970er Jahre über die Ost-West-Beziehungen, das Aufkommen von  Protestbewegungen, das zunehmende Interesse an den Menschenrechten und andere innenpolitische Folgen der internationalen Beziehungen im Mittelpunkt.

Die Konferenzsprache ist Englisch. Es wird um eine Anmeldung bis zum 15.04.2013 gebeten.

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