Rezension: Gloria Wekker – White Innocence. Paradoxes of Colonialism and Race

Gerlov van Engelenhoven (Gießen) hat unter der Überschrift „Eine kontroverse, doch fruchtbare neue Perspektive auf strukturellen Rassismus in der niederländischen Gesellschaft“ in der interdisziplinären Rezensionszeitschrift KULT_online den folgenden Titel rezensiert:

  • Wekker, Gloria: White Innocence. Paradoxes of Colonialism and Race. Durham/London: Duke University Press, 2016.

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Aktuelle Neuerscheinungen zur Beneluxforschung

Gerne machen wir Sie auf folgende drei Neuerscheinungen zur Beneluxforschung aufmerksam:

Zitat aus dem Klappentext: „Smash the Pillars builds on the efforts by scholars and activists to decolonize Dutch history and memory, as they resist the epistemological violence imposed by the state, its institutions, and dominant narratives. Contributions offer an unparalleled glimpse into decolonial activism in the Dutch kingdom and provide us with a new lens to view contemporary decolonial efforts. The book argues that to fully decolonize Dutch society, the current social organization in the Kingdom of the Netherlands relying on separate pillars for each religious and/or racial group, must be dismantled.“

Zitat aus dem Klappentext: „Across the world, and due to ongoing globalisation, migration is increasingly becoming a part of daily life. But more than ever, migration can no longer be viewed as a simple linear trajectory from A to B. The emergence of transnational communities and intense interactions between regions of origin and of destination have led to new forms of social–cultural praxis and (sub)cultures which exert an important influence on the integration of immigrants. The case of Flanders, the northern part of Belgium and a reference point for the impact of these processes across Europe, is presented as a case study in this book.“

Zitat aus dem Klappentext: „Im Fokus dieser Studie stehen der Alltag und die Sexualität während der deutschen Besatzung der Niederlande 1940–1945. Für die spätere Tradierung des Krieges spielte Sexualität keine Rolle. Mit ihren sexuellen Praktiken bestimmten Soldaten aber die ›Ordnung der Straße‹ ebenso mit, wie sie Besatzungspolitik gestalteten. Nicht gegen einen niederländischen Gegner kämpften sie, sondern für eine rassistische Weltordnung und die Verheißung des privaten Glücks. Am Beispiel Holland bietet die Autorin einen Einblick in die Politiken und Praktiken der Inklusion in die nationalsozialistische ›Volksgemeinschaft‹ und zeigt, welche Rolle Sexualität dabei spielte. Sie arbeitet heraus, wie ›normale‹ (Hetero-)Sexualität und sexuelle ›Normalität‹ hergestellt wurden und wie Heteronormativität durch Krieg, Militär und Soldaten gestaltet und tradiert wurde.“

Alle Titel sind im Bestand des FID Benelux und können direkt vor Ort oder per Fernleihe entliehen werden.

Bildnachweis: Coverabbildung mit freundlicher Genehmigung des Vandenhoeck & Ruprecht Verlags

Historikertag [25.-28.09.2018, Münster]: Fachsektionen zum Partnerland Niederlande

Vom 25. bis 28. September 2018 findet der 52. Deutsche Historikertag an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster unter dem Motto „Gespaltene Gesellschaften“ statt. Das diesjährige Partnerland werden die Niederlande sein.

Heute haben wir Ihnen einen Überblick der Veranstaltungen mit Niederlande-Bezug in den Fachsektionen zusammengestellt. Die zahlreichen Sonderveranstaltungen mit Niederlande-Bezug im wissenschaftlichen Begleitprogramm sowie die verschiedenen Aktivitäten des FID Benelux auf dem Historikertag werden wir Ihnen in Kürze in gesonderten Blogbeiträgen präsentieren.

Mittelalter

Neuere und Neueste Geschichte

Zeitgeschichte

Epochenübergreifend

Doktorandenforum

  • Lisa Korge (Konstanz): Kolonialer Straßenbau in Niederländisch-Indien

 

Der Historikertag 2018 ist mit Social-Media-Auftritten auf Twitter und Facebook vertreten.

Hier finden Sie das vollständige Programm des Historikertages 2018 im Überblick.

Anmeldungen sind ab sofort möglich unter diesem Link (bis zum 14. August ohne Nachmeldegebühr, danach bis zum 23. September 2018 mit 25 € Nachmeldegebühr).

Münster Prinzipalmarkt

Bildnachweis: Bernhard Liemann/FID Benelux

Rezension: Gloria Wekker – White Innocence. Paradoxes of Colonialism and Race

Esther Helena Arens hat bei H-Soz-Kult folgenden Titel rezensiert:

Wekker, Gloria: White Innocence. Paradoxes of Colonialism and Race. Durham: Duke University Press, 2016. ISBN 978-0-8223-6075-9

Aus der Verlagsankündigung: „In White Innocence Gloria Wekker explores a central paradox of Dutch culture: the passionate denial of racial discrimination and colonial violence coexisting alongside aggressive racism and xenophobia. Accessing a cultural archive built over 400 years of Dutch colonial rule, Wekker fundamentally challenges Dutch racial exceptionalism by undermining the dominant narrative of the Netherlands as a „gentle“ and „ethical“ nation.“

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Rezensionen mit Benelux-Bezug: sehepunkte Nr. 17 (2017), 3

Sven Externbrink rezensiert in den aktuellen sehepunkten Christian Windler (Hg.): Kongressorte der Frühen Neuzeit im europäischen Vergleich. Der Friede von Baden (1714), Köln / Weimar / Wien: Böhlau 2016. In diesem Sammelband sind drei beneluxbezogene Beiträge enthalten mit den Titeln „Zwei Friedenskongresse und ein Entführungsfall: Köln und Nimwegen als Kongressorte während des Niederländischen Krieges (1673-1679)“ (Tilman Haug), „Kongress- und Stadtgesellschaft: Das Beispiel Utrecht (1712/1713)“ (Lucien Bély) sowie „Religiöse Praktiken in Utrecht während der Friedensverhandlungen 1712/1713“ (Renger de Bruin und David Onnekink).

Katrin Armborst bespricht: Emmanuel Gerard / Bruce Kuklick: Death in the Congo. Murdering Patrice Lumumba, Cambridge, MA / London: Harvard University Press, 2015.

13. Kongress der International Society for Ethnology and Folklore [Göttingen, 26.-30.03.2017], Beiträge mit Benelux-Bezug

Auf dem 13. Kongress der International Society for Ethnology and Folklore (SIEF), der vom 26. bis 30. März 2017 an der Georg-August-Universität Göttingen stattfindet, werden sich über 800 Ethnologen, Volkskundler, Sozial- und Kulturathropologen schwerpunktmäßig dem Thema „Ways of Dwelling: Crisis – Craft – Creativity“ widmen.

Darunter befinden sich zahlreiche Beiträge mit Benelux-Bezug, deren Abstracts Sie in der Übersicht des jeweiligen Panels finden. Konkret handelt es sich um:

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Rezensionen mit Benelux-Bezug: H-Soz-Kult [04.01.2017]

Bei H-Soz-Kult sind heute die Rezensionen zweier Sammelbände erschienen, in denen sich einzelne Beiträge mit beneluxbezogenen Themen beschäftigen:

  • Uta Fenske / Daniel Groth /  Klaus-Michael Guse / Bärbel P. Kuhn (Hrsg.): Kolonialismus und Dekolonisation in nationalen Geschichtskulturen und Erinnerungspolitiken in Europa. Module für den Geschichtsunterricht, Frankfurt am Main: Peter Lang, 2015, rezensiert von Roland Bernhard. In diesem Sammelband sind vier Beiträge der Leuvener Historiker Karel Van Nieuwenhuyse und Idesbald Goddeeris enthalten mit den Titeln „Die Reden von Baudouin I. und Patrice Lumumba am 30. Juni 1960, dem kongolesischen Unabhängigkeitstag. Zur Diskussion“, „Postkoloniale Erinnerungskulturen in Europa. Eine fragmentierte, geteilte und national gebundene Erinnerungslandschaft. Zur Einführung“, „Warum „Kolonialismus“ als Begriff Verwirrung stiftet. Alternativen in der Historiografie“ sowie „Der Kongo in flämisch/belgischer und postkolonialer belgisch/kongolesischer kollektiver Erinnerung“.
  • Manuel Köster / Holger Thünemann / Meik Zülsdorf-Kersting (Hrsg.): Researching History Education. International Perspectives and Disciplinary Traditions, Schwalbach am Taunus: Wochenschau-Verlag, 2014, rezensiert von Wolfgang Hasberg. Hierin findet sich ein Beitrag der Amsterdamer Geschichtsdidaktikerin Carla van Boxtel mit dem Titel „Insights from Dutch Research on History Education. Historical Reasoning and a Chronological Frame of Reference“.