Aktuelle Neuerscheinungen zur Beneluxforschung

Gerne machen wir Sie auf folgende drei Neuerscheinungen zur Beneluxforschung aufmerksam:

Zitat aus dem Klappentext: „Smash the Pillars builds on the efforts by scholars and activists to decolonize Dutch history and memory, as they resist the epistemological violence imposed by the state, its institutions, and dominant narratives. Contributions offer an unparalleled glimpse into decolonial activism in the Dutch kingdom and provide us with a new lens to view contemporary decolonial efforts. The book argues that to fully decolonize Dutch society, the current social organization in the Kingdom of the Netherlands relying on separate pillars for each religious and/or racial group, must be dismantled.“

Zitat aus dem Klappentext: „Across the world, and due to ongoing globalisation, migration is increasingly becoming a part of daily life. But more than ever, migration can no longer be viewed as a simple linear trajectory from A to B. The emergence of transnational communities and intense interactions between regions of origin and of destination have led to new forms of social–cultural praxis and (sub)cultures which exert an important influence on the integration of immigrants. The case of Flanders, the northern part of Belgium and a reference point for the impact of these processes across Europe, is presented as a case study in this book.“

Zitat aus dem Klappentext: „Im Fokus dieser Studie stehen der Alltag und die Sexualität während der deutschen Besatzung der Niederlande 1940–1945. Für die spätere Tradierung des Krieges spielte Sexualität keine Rolle. Mit ihren sexuellen Praktiken bestimmten Soldaten aber die ›Ordnung der Straße‹ ebenso mit, wie sie Besatzungspolitik gestalteten. Nicht gegen einen niederländischen Gegner kämpften sie, sondern für eine rassistische Weltordnung und die Verheißung des privaten Glücks. Am Beispiel Holland bietet die Autorin einen Einblick in die Politiken und Praktiken der Inklusion in die nationalsozialistische ›Volksgemeinschaft‹ und zeigt, welche Rolle Sexualität dabei spielte. Sie arbeitet heraus, wie ›normale‹ (Hetero-)Sexualität und sexuelle ›Normalität‹ hergestellt wurden und wie Heteronormativität durch Krieg, Militär und Soldaten gestaltet und tradiert wurde.“

Alle Titel sind im Bestand des FID Benelux und können direkt vor Ort oder per Fernleihe entliehen werden.

Bildnachweis: Coverabbildung mit freundlicher Genehmigung des Vandenhoeck & Ruprecht Verlags

Historikertag [25.-28.09.2018, Münster]: Fachsektionen zum Partnerland Niederlande

Vom 25. bis 28. September 2018 findet der 52. Deutsche Historikertag an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster unter dem Motto „Gespaltene Gesellschaften“ statt. Das diesjährige Partnerland werden die Niederlande sein.

Heute haben wir Ihnen einen Überblick der Veranstaltungen mit Niederlande-Bezug in den Fachsektionen zusammengestellt. Die zahlreichen Sonderveranstaltungen mit Niederlande-Bezug im wissenschaftlichen Begleitprogramm sowie die verschiedenen Aktivitäten des FID Benelux auf dem Historikertag werden wir Ihnen in Kürze in gesonderten Blogbeiträgen präsentieren.

Mittelalter

Neuere und Neueste Geschichte

Zeitgeschichte

Epochenübergreifend

Doktorandenforum

  • Lisa Korge (Konstanz): Kolonialer Straßenbau in Niederländisch-Indien

 

Der Historikertag 2018 ist mit Social-Media-Auftritten auf Twitter und Facebook vertreten.

Hier finden Sie das vollständige Programm des Historikertages 2018 im Überblick.

Anmeldungen sind ab sofort möglich unter diesem Link (bis zum 14. August ohne Nachmeldegebühr, danach bis zum 23. September 2018 mit 25 € Nachmeldegebühr).

Münster Prinzipalmarkt

Bildnachweis: Bernhard Liemann/FID Benelux

Rezensionen mit Benelux-Bezug: H-Soz-Kult [04.01.2017]

Bei H-Soz-Kult sind heute die Rezensionen zweier Sammelbände erschienen, in denen sich einzelne Beiträge mit beneluxbezogenen Themen beschäftigen:

  • Uta Fenske / Daniel Groth /  Klaus-Michael Guse / Bärbel P. Kuhn (Hrsg.): Kolonialismus und Dekolonisation in nationalen Geschichtskulturen und Erinnerungspolitiken in Europa. Module für den Geschichtsunterricht, Frankfurt am Main: Peter Lang, 2015, rezensiert von Roland Bernhard. In diesem Sammelband sind vier Beiträge der Leuvener Historiker Karel Van Nieuwenhuyse und Idesbald Goddeeris enthalten mit den Titeln „Die Reden von Baudouin I. und Patrice Lumumba am 30. Juni 1960, dem kongolesischen Unabhängigkeitstag. Zur Diskussion“, „Postkoloniale Erinnerungskulturen in Europa. Eine fragmentierte, geteilte und national gebundene Erinnerungslandschaft. Zur Einführung“, „Warum „Kolonialismus“ als Begriff Verwirrung stiftet. Alternativen in der Historiografie“ sowie „Der Kongo in flämisch/belgischer und postkolonialer belgisch/kongolesischer kollektiver Erinnerung“.
  • Manuel Köster / Holger Thünemann / Meik Zülsdorf-Kersting (Hrsg.): Researching History Education. International Perspectives and Disciplinary Traditions, Schwalbach am Taunus: Wochenschau-Verlag, 2014, rezensiert von Wolfgang Hasberg. Hierin findet sich ein Beitrag der Amsterdamer Geschichtsdidaktikerin Carla van Boxtel mit dem Titel „Insights from Dutch Research on History Education. Historical Reasoning and a Chronological Frame of Reference“.

Tagungsbericht: Memories of Post-Imperial Nations [Heidelberg, 27.-29.05.2013]

Radu Carciumaru berichtet auf H-Soz-u-Kult über die Tagung Memories of Post-Imperial Nations, die vom 27.05. bis 29.05.2013 in Heidelberg stattfand. Besprochen werden u.a. die Beiträge “Ruptures and Dissonances: Memories of Colonialism and Decolonization in the Netherlands” von Gert Oostindie (Koninklijk Instituut voor Taal-, Land- en Volkenkunde van Nederlands-Indië, Amsterdam) und  “Memory Politics in a Broken Nation: Remembering Imperialism in Belgium” von Pedro Mondaville (University of Michigan, USA).

Hier geht es zum Tagungsbericht:  H-Soz-u-Kult, 31.08.2013.

Neuerscheinung: Eardly van der Geld – Curaçaos bloed

Der am 8. Mai erschienene Roman Curaçaos bloed ist das literarische Debüt von Eardly C. van der Geld. Er erzählt die Geschichte eines Studenten aus Curaçao, der in den Niederlanden studiert und sich allmählich für seine Wurzeln zu interessieren beginnt. Der Roman bietet damit einen spannenden Einblick in die Kultur und Geschichte Curaçaos und stellt die Frage, unter welchen Voraussetzungen Integration gelingen kann.

Mehr über den Roman sowie den Autor erfahren Sie in dem ausführlichen Artikel auf  Caraïbisch uitzicht: Integratie moet van twee kanten komen.

Call for Papers [Deadline 31.12.2012]: Colonialism, decolonization and post-colonial historical perspectives – Challenges for History Didactics and history teaching in a globalizing world

Da die Kolonialgeschichte sowohl in der Geschichte der Niederlande als auch in der Geschichte Belgiens eine große Rolle spielt, möchten wir die Historiker/innen unter Ihnen auf folgenden Call for Papers hinweisen:

Colonialism, decolonization and post-colonial historical perspectives – Challenges for History Didactics and history teaching in a globalizing world, International Conference of the International Society of History Didactics (ISHD), Tutzing, Germany, 16.11.-18.11.2013.  Deadline for submitting proposals: 31. December 2012.

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Call for Papers [Paris, Deadline 05.09.2012]: Armed Forces in the Period of Decolonisation (1940-1975)

Das Deutsche Historische Institut Paris (DHIP) veranstaltet vom 22.11.-23.11.2012 einen Workshop zum Thema Armed Forces in the Period of Decolonisation (1940-1975):

„Recent years have seen a major resurgence in war studies taking the discipline far beyond the narrow confines of operational military history. This regeneration has resulted in classical military history being accompanied by social, economic and cultural history of warfare and societies at war. This has not only been evident in the English-speaking world, but has also been seen in continental Europe. This workshop aims to capitalise on these trends concentrating in particular on the social and cultural history of armed forces between 1940 and 1975.
In the immediate post-war period western European (in particular the British, Belgian, French, Dutch and Portuguese) armed forces went through similar experiences in their colonies as well as in their homelands. A comparative approach will allow us to not only to better understand the specific experience of their armed forces, but also to put this experience into a wider historical context.“ (Zitat aus dem Call for Papers des DHIP)

Die Abgabefrist für das Einreichen von Beitragsvorschlägen ist der 05.09.2012.

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