Rezensionen mit Benelux-Bezug: Francia-Recensio (2017), 4


Die aktuelle Ausgabe der vom Deutschen Historischen Institut Paris herausgegebenen Francia-Recensio bietet wieder eine Fülle interessanter Rezensionen, von denen sich die folgenden mit beneluxbezogenen Themen aus den Bereichen Mittelalter, Frühe Neuzeit und Neueste Geschichte beschäftigen:

Mittelalter (500–1500)

Frühe Neuzeit – Revolution – Empire (1500–1815)

  • Peter Borsay, Jan Hein Furnée (Hrsg.): Leisure cultures in urban Europe, c. 1700–1870. A transnational perspective, Manchester (Manchester University Press) 2015, rezensiert von Bernard Bruno. In diesem Sammelband ist ein beneluxbezogener Beitrag enthalten mit dem Titel „Music and opera in Brussels, 1700-1850. A tale of two cities“ (Koen Buyens).
  • Ute Planert (Hrsg.): Napoleon’s Empire. European Politics in Global Perspective, Basingstoke, Hampshire (Palgrave Macmillan) 2016, rezensiert von Michel Kerautret. In diesem Sammelband sind beneluxbezogene Beiträge enthalten mit den Titeln „Unity and Fragmentation. Recent Research Trends on the ’neuf départements réunis'“ (Brecht Deseure und Emmanuel Berger) und „The Napoleonic Period in Holland from a Dutch Historical Perspective“ (Johan Joor).

19.–21. Jahrhundert

  • Patrice Arnaud, Fabien Théofilakis (Hrsg.): Gestapo et polices allemandes. France, Europe de l’Ouest, 1939–1945, Paris (CNRS Éditions) 2017, rezensiert von Corinna von List. In diesem Sammelband sind beneluxbezogene Beiträge enthalten mit den Titeln „La Sipo-SD dans le Nord-Pas-de-Calais. Un outil au service de la politique de répression allemande (1940-1944)“ (Laurent Thiery) und „La «Gestapo» en Belgique occupée. Une comparaison entre les services de la Sipo-SD à Anvers et à Liège“ (Robby Van Eetvelde).
  • Frédéric Stroh, Peter M. Quadflieg (Hrsg.): L’incorporation de force dans les territoires annexés par le IIIe Reich 1939–1945. Die Zwangsrekrutierung in den vom Dritten Reich annektierten Gebieten, Strasbourg (Presses universitaires de Strasbourg) 2016, rezensiert von Lars Hellwinkel. In diesem Sammelband sind beneluxbezogene Beiträge enthalten mit den Titeln „Die „Zwangsrekrutierung“ im Westen. Eupen-Malmedy, Luxemburg, Elsass und Lothringen“ (Peter M. Quadflieg), „Refus et résistance face à l’«incorporation de force» à l’Ouest et leur répression. Eupen-Malmedy, Luxembourg, Alsace, Moselle“ (Frédéric Stroh), „Erinnerungen an die Zwangsrekrutierung im Großherzogtum Luxemburg“ (Eva Maria Klos) und „Les soldats de la Wehrmacht d’Eupen-Malmedy. Histoire, postérité et mémoire“ (Christoph Brüll).

Ausstellung [Münster, bis 21.01.2018]: Warum schreibst Du mir nicht?


Im Zunftsaal des Hauses der Niederlande, Alter Steinweg 6/7 in Münster, ist noch bis zum 21. Januar 2018 die deutsch-niederländische Wanderausstellung „Warum schreibst Du mir nicht“ („Post uit de Vergetelheid  Waarom schrijf je me niet“) zu sehen, in deren Mittelpunkt fünf Opfer des Nationalsozialismus stehen.

Die  Ausstellung wurde 2015 von der Lotty Veffer Foundation konzipiert. Mit Briefen und Postkarten aus Ghettos und Konzentrationslagern sowie Tagebuchfragmenten, Fotos und Filmen berichtet sie über die Verfolgung von Juden, Sinti und Roma sowie Gegnern des nationalsozialistischen Regimes im Vorfeld und während des Zweiten Weltkriegs. Dabei wird auch die Frage gestellt, welche Bedeutung die hier dargestellten Geschichten für die Gegenwart haben.

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Konferenz [Luxemburg/Belval, 24.-26.01.2018]: Microhistories of Flight from Nazi Germany


Vom 24. bis 26.01.2018 findet in Luxemburg und auf dem Campus Belval in Esch-sur-Alzette die Konferenz The Way Out. Microhistories of Flight from Nazi Germany statt.

Die Konferenz wird organisiert in Kooperation des Luxembourg Centre for Contemporary and Digital History (C²DH) / Universität Luxemburg, des Institut d’histoire moderne et contemporaine, Ecole normale supérieure, Paris (CNRS), des Instituts für Zeitgeschichte, München und des Instituut voor oorlogs-, holocaust- en genocidestudies, Amsterdam (NIOD).

Im Programm finden sich zahlreiche Beiträge mit dezidiertem Benelux-Bezug:

  • Germaine Goetzinger (Centre national de littérature, Luxemburg): “Mischehen” jüdischer Emigranten in Luxemburg
  • Afke Berger (Universiteit van Amsterdam): Admitted – Rejected. A digital data analysis of Jewish requests for asylum in the Netherlands, 1938-1939
  • Christine Kausch (Westfälische Wilhelms-Universität Münster): From individual to collective history. Jewish refugees in the Netherlands (1933-1945)
  • Geraldien von Frijtag Drabbe Kunzel (Universiteit Utrecht): A foreign country. Concepts of collective and individual identity among German-Jewish refugees in the Netherlands
  • Ludo Verbist (Kazerne Dossin, Mechelen): The fate of the Jews at the “Green Border”
  • Renée Wagener: Pour des raisons d’opportunité. Une famille juive en quête de refuge au Luxembourg face à l’attitude de l’administration
  • Vincent Artuso (Luxembourg Centre for Contemporary and Digital History, Universität Luxemburg): Administrating chaos. Albert Nussbaum’s role in the organisation of the escape route from Lisbon (August 1940-March 1942)
  • Wolfgang Schmitt-Koelzer (Emil-Frank Institut, Universität Trier): Die NS Arbeitsverwaltung holt die Geflüchteten und Emigranten ein – Verfolgung, Zwangsarbeit und Entschädigung am Beispiel Luxemburg
  • Angela Boone: German Jewish refugees in the Netherlands between 1945 and 1951

Hier finden Sie mehr Informationen zur Konferenz.

Tagung [06.-08.10.2017, Vogelsang/Schleiden]: NS-Großanlagen und Naturschutz. Beispiele Westwall und ehemalige „NS-Ordensburg“ Vogelsang in der Eifel


Vom 6. bis zum 8. Oktober 2017 findet im Forum Vogelsang IP die Tagung „NS-Großanlagen und Naturschutz – Beispiele Westwall und ehemalige ‚NS-Ordensburg‘ Vogelsang in der Eifel“ statt. Folgende Beiträge dürften vor allem für Benelux-Historiker/innen von besonderem Interesse sein:

  • Karola Fings (Köln): Der „Westwall“. Strategische und ideologische Bedeutung in der NS-Zeit und Nachwirkungen heute
  • Stefan Wunsch (Vogelsang): Vogelsang als internationaler Platz im Nationalpark Eifel. Informationsort über die NS-Zeit
  • Christoph A. Rass (Osnabrück): Das „Schlachtfeld Hürtgenwald“ als Schauplatz und Erinnerungsort
  • Carlo Lejeune (Büllingen): Umgang mit Spuren der NS-Zeit in Ostbelgien

Anmeldeschluss ist der 22. September 2017. Die Teilnahmegebühr beträgt 80 Euro. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl empfiehlt sich eine frühzeitige Anmeldung per E-Mail an poststelle@nua.nrw.de oder per Fax an 02361/ 305-3340.

Alternativ finden Sie hier ein Anmeldeformular online.

Dieser Link führt Sie zum vollständigen Programm.

Ehemalige „NS-Ordensburg“ Vogelsang in der Eifel

Bildnachweis: Hans Weingartz, building by Clemens Klotz [CC BY-SA 2.0 DE], via Wikimedia Commons

Tagungsbericht: ‘Mein Kampf’: Reception, Edition, Analysis [Amsterdam, 10.-11.11.2016]


Über die Tagung ‘Mein Kampf’: Reception, Edition, Analysis, die am 10. und 11. November 2016 vom Duitsland Instituut Amsterdam, dem Goethe-Institut und dem NIOD organisiert wurde, schreibt Daniël Hendrikse heute auf H-Soz-u-Kult.

Hintergrund sind die Publikationsvorhaben renommierter Verlage, die vom Münchener Institut für Zeitgeschichte (IfZ) 2016 veröffentlichte „kritische Edition“ von „Mein Kampf“ in niederländischer und französischer Übersetzung herauszubringen.

Ein niederländischsprachiger Tagungsbericht vom selben Autoren findet sich auch hier bei Jonge Historici.

Rezension: Frits Boterman – Duitse daders. De jodenvervolging en de nazificatie van Nederland (1940–1945)


Johannes Koll hat bei H-Soz-Kult folgenden Titel rezensiert:

Boterman, Frits: Duitse daders. De jodenvervolging en de nazificatie van Nederland (1940–1945). Amsterdam: Uitgeverij De Arbeiderspers, 2015. ISBN 978-9-02950-486-7

Hier geht’s zur Rezension …

Rezensionen mit Benelux-Bezug: Francia-Recensio (2016), 3


Die aktuelle Ausgabe der vom Deutschen Historischen Institut Paris herausgegebenen Francia-Recensio bietet wieder eine Fülle interessanter Rezensionen aus den Bereichen Mittelalter, Frühe Neuzeit und Neueste Geschichte, von denen sich die folgenden mit beneluxbezogenen Themen beschäftigen:

  • Jean-Louis Kupper: Notger de Liège (972–1008), Bruxelles: Académie royale de Belgique 2016, rezensiert von Christof Paulus.
  • Katharina Anna Groß: Visualisierte Gegenseitigkeit. Prekarien und Teilurkunden in Lotharingien im 10. und 11. Jahrhundert (Trier, Metz, Toul, Verdun, Lüttich), Wiesbaden: Harrassowitz Verlag 2014, rezensiert von Gerhard Lubich.
  • Bernard Bousmanne, Tania Van Hemelryck, Céline Van Hoorebeeck (Hrsg.): La Librairie des ducs de Bourgogne. Manuscrits conservés à la bibliothèque royale de Belgique (Textes historiques, Band 5), Turnhout: Brepols 2015, rezensiert von Gilbert Fournier.
  • Bernadette Hofinger, Harald Kufner, Christopher F. Laferl, Judith Moser-Kroiss, Nicola Tschugmell (Bearb.): Die Korrespondenz Ferdinands I. Familienkorrespondenz Bd. 5: 1535 und 1536 (Veröffentlichungen der Kommission für Neuere Geschichte Österreichs, Band 109), Wien / Köln / Weimar: Böhlau 2015, rezensiert von Heinz Noflatscher. Diese Edition besteht vorwiegend aus der Familienkorrespondenz zwischen den Brüdern Ferdinand I. und Karl V., enthält aber auch 36 Schreiben an seine Schwester Maria von Ungarn, welche von 1531 bis 1555 Statthalterin der habsburgischen Niederlande war.
  • Andreas Rutz (Hrsg.): Krieg und Kriegserfahrung im Westen des Reiches 1568-1714 (= Herrschaft und soziale Systeme in der Frühen Neuzeit; Bd. 20), Göttingen: V&R unipress 2015, rezensiert von Christian Mühling. In diesem Sammelband sind beneluxbezogene Beiträge enthalten mit den Titeln „Der Herzog von Alba und die deutschen Städte im Westen des Reiches 1567-1673. Köln, Aachen und Trier im Vergleich“ (Magnus Ressel), „Generalstaatische Söldner und der Dreißigjährige Krieg“ (Michael Kaiser), „Kriegserfahrung und Krisenbewältigung in Luxemburger Selbstzeugnissen des späten 17. Jahrhunderts“ (Guy Thewes) und „Das Dutch miracle und sein publizistisches Umfeld. Zum Widerhall der niederländischen Kriege des langen 17. Jahrhunderts in deutschen und niederländischen Flugschriften der Zeit“ (Guillaume van Gemert).
  • Olivier Dard (Hrsg.): Références et thèmes des droites radicales au XXe siècle (Europe/Amériques) (Convergences, Band 83), Bern, Berlin, Bruxelles et al.: Peter Lang 2015, rezensiert von Uwe Backes. Hierin findet sich ein Beitrag von Christoph Brüll mit dem Titel „Léon Degrelle comme référence des droites radicales allemandes après 1945“.
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