Tagung [26.-27.10.2017, Paderborn]: Erinnerungsorte in Belgien zwischen lokaler, regionaler und nationaler Sinnstiftung


Am 26. und 27. Oktober 2017 findet am Belgienzentrum der Universität Paderborn die Tagung „Erinnerungsorte in Belgien zwischen lokaler, regionaler und nationaler Sinnstiftung“ statt. Der überwiegende Teil der Vorträge ist in französischer Sprache angekündigt.

Nähere Informationen zur Arbeitstagung finden Sie hier.

 

Bildnachweis: © Belgienzentrum (BELZ)

Rezensionen mit Benelux-Bezug: Francia-Recensio (2016), 4


Die aktuelle Ausgabe der vom Deutschen Historischen Institut Paris herausgegebenen Francia-Recensio bietet wieder eine Fülle interessanter Rezensionen aus den Bereichen Mittelalter und Frühe Neuzeit, von denen sich die folgenden mit beneluxbezogenen Themen beschäftigen:

  • Nicolas Schroeder: Les hommes et la terre de saint Remacle. Histoire sociale et économique de l’abbaye de Stavelot-Malmedy, VIIe–XIVe siècle, Bruxelles: Les éditions de l’université de Bruxelles, 2015, rezensiert von Arnoud-Jan Bijsterveld.
  • Jean-Paul Straus (Hrsg.): Sigebert de Gembloux. Actes des Journées »Sigebert de Gembloux« Bruxelles-Gembloux – 5 et 6 octobre 2012 (Textes et études du Moyen Âge, Band 79), Turnhout: Brepols, 2015, rezensiert von Klaus Krönert.
  • Karel Davids, Bert De Munck (Hrsg.): Innovation and Creativity in Late Medieval and Early Modern European Cities, Farnham, Surrey und Burlington: Ashgate Publishing, 2014, rezensiert von Gisela Naegle. In diesem Sammelband sind beneluxbezogene Beiträge enthalten mit den Titeln „To Kill Two Birds with One Stone. Keeping Immigrants in by Granting Free Burghership in Early Modern Antwerp“ (Jan De Meester), „The Spatial Side of Innovation. The Local Organization of Cultural Production in the Dutch Republic, 1580-1800“ (Claartje Rasterhoff), „Beyond Exclusivism. Entrance Fees for Guilds in the Early Modern Low Countries, c. 1450-1800“ (Bert De Munck and Karel Davids with the collaboration of Ellen Burm), „The Coopers‘ Guilds in Holland, c. 1650-1720. A Market Logic?“ (Janneke Tump), „The Early Modern Antwerp Coopers‘ Guild. From a Contract-enforcing Organization to an Empty Box?“ (Raoul De Kerf), „The Paradox of the Antwerp Rose. Symbol of Decline or Token of Craftsmanship?“ (Annelies De Bie) und „Harbouring Urban Creativity. The Antwerp Art Academy in the Tension between Artistic and Artisanal Training in the Late Seventeenth and Eighteenth Centuries“ (Dries Lyna).
  • Mary Lindemann: The Merchant Republics. Amsterdam, Antwerp, and Hamburg, 1648–1790, Cambridge: Cambridge University Press, 2015, rezensiert von Michael North.
  • Lotte Jensen (Hrsg.): The Roots of Nationalism. National Identity Formation in Early Modern Europe, 1600–1815, Amsterdam: Amsterdam University Press, 2016, rezensiert von Friedemann Pestel. In diesem Sammelband sind beneluxbezogene Beiträge enthalten mit den Titeln „The Low Countries. Constitution, Nationhood and Character according to Hugo Grotius“ (Jan Waszink), „Negative Mirror Images in Anglo-Dutch Relations, 1650-1674“ (Gijs Rommelse), „Comparing Ruins. National Trauma in Dutch Travel Accounts of the Seventeenth Century“ (Alan Moss), „‘Qu’allons-nous devenir?‘ Belgian National Identity in the Age of Revolution“ (Jane Judge) und „Singing the Nation. Protest Songs and National Thought in the Netherlands during the Napoleonic Annexation (1810-1813)“ (Bart Verheijen).

Aktuelle Neuerscheinungen zur Beneluxforschung


Gerne machen wir Sie auf folgende drei Neuerscheinungen zur Beneluxforschung aufmerksam:

Belgien:

Christina Reimann: Schule für Verfassungsbürger? Die Bildungsligen und der Verfassungswandel des späten 19. Jahrhunderts in Belgien, England und Frankreich (Historische Belgienforschung, Band 2). Münster: Waxmann, 2016. ISBN 978-3-8309-3476-9

Zitat aus dem Klappentext:

„Die Autorin analysiert den Verfassungswandel für den Zeitraum zwischen 1865 und 1904 als einen sozio-kulturellen Prozess und zeigt, wie sich der Wandel der bürgerlich-liberalen Verfassung als ein Wechselspiel zwischen emanzipatorischen und beharrenden Kräften entfaltete. Dazu untersucht sie die Bildungsdebatten in Belgien, England und Frankreich als Verfassungsdebatten und aus „verfassungskultureller“ Perspektive. In den Blick genommen werden die belgische und französische Ligue de l’enseignement, die englische National Education League sowie die National Education Association, die die Debatten ihres jeweiligen Landes maßgeblich prägten. Inwiefern trugen die Bildungsligen mit ihren Beiträgen zur Bildungsdebatte zum Verfassungswandel bei? Wie verfestigten sie die Ausschlussmechanismen der bürgerlich-liberalen Verfassung, und inwiefern trugen sie auch zu ihrer Überwindung bei? Welche Rolle spielte dabei die transnationale Verflechtung der Ligen?“

 

Niederlande:

Roland Richter: Amerikanische Revolution und niederländische Finanzanleihen 1776–1782. Die Rolle John Adams’ und der Amsterdamer Finanzhäuser bei der diplomatischen Anerkennung der USA (Niederlande-Studien, Band 57). Münster: Waxmann, 2016. ISBN 978-3-8309-3425-7

Zitat aus dem Klappentext:

„Das 18. Jahrhundert war ein Jahrhundert des weltumspannenden politischen, ökonomischen und sozialen Wandels, der alte Herrschaftssysteme herausforderte und neuen politischen und gesellschaftlichen Kräften in zwei Revolutionen zum Durchbruch verhalf. Die vorliegende Untersuchung thematisiert diesen Prozess am Beispiel der transatlantischen Beziehungen zwischen den Niederlanden und den nach Selbstständigkeit strebenden Kolonien in Amerika zwischen 1776 und 1782. […]“

 

Luxemburg:

Eva Wiegmann (Hrsg.): Interkulturelles Labor. Luxemburg im Spannungsfeld von Integration und Diversifikation (Études luxembourgeoises / Luxemburg-Studien, Band 11). Frankfurt am Main u.a.: Peter Lang: 2016. ISBN 978-3-631-67492-5

Zitat aus dem Klappentext:

„Mobilität und Migration rücken Interkulturalität in den Fokus öffentlicher und wissenschaftlicher Aufmerksamkeit. Der Band geht der Frage nach, inwiefern das Land Luxemburg aufgrund seiner kulturellen, sozialen und sprachlichen Besonderheiten ein Labor für interkulturelle Herausforderungen und Entwicklungen, speziell auf europäischer Ebene, allgemeiner auch für gesellschaftliche Prozesse im Spannungsfeld von Integration und Diversifikation ist. Dabei beschränkt sich das Buch nicht auf die nationale Perspektive, sondern sucht darüber hinaus der Vielschichtigkeit interkultureller Prozesse unter Berücksichtigung unterschiedlicher fachwissenschaftlicher Perspektiven sowie methodischer und theoretischer Zugriffe Rechnung zu tragen.“

Tagung [Amsterdam, 13.12.2013]: Congres Werkgroep De Negentiende Eeuw – „Keerpunt 1813“


Am 13.12.2013 findet an der Universitätsbibliothek Amsterdam der Kongress der Arbeitsgruppe De Negentiende Eeuw statt, dieses Jahr unter dem Titel „Keerpunt 1813“. Im Mittelpunkt des Kongresses steht die Frage nach der Bedeutung der Jahre 1813-1815 für die niederländische Nation: Handelte es sich beim Zeitraum 1813-1815 um einen Wendepunkt in der niederländischen Geschichte in politischer und kultureller Hinsicht, oder setzten diese Jahre vielmehr bereits bestehende Ideen und Beziehungen fort?

Das Programm sowie die Anmeldemodalitäten finden Sie hier. Eine Anmeldung ist noch bis zum 05.12.2013 möglich.

Rezension: Sebastian Scharte – Preußisch, deutsch, belgisch


Johannes Großmann (Universität Tübingen) rezensiert auf H-Soz-u-Kult

    Scharte, Sebastian: Preußisch – deutsch – belgisch. Nationale Erfahrung und Identität. Leben an der deutsch-belgischen Grenze im 19. Jahrhundert. Waxmann: Münster 2010, ISBN: 978-3-8309-2406-7.

in: H-Soz-u-Kult, 28.6.2013

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