Rezensionen mit Benelux-Bezug: Francia-Recensio (2018), 2

Die aktuelle Ausgabe der vom Deutschen Historischen Institut Paris herausgegebenen Francia-Recensio bietet wieder eine Fülle interessanter Rezensionen, von denen sich die folgenden mit beneluxbezogenen Themen aus den Bereichen Mittelalter, Frühe Neuzeit und Neueste Geschichte beschäftigen:

Mittelalter (500–1500)

Frühe Neuzeit – Revolution – Empire (1500–1815)

  • Thomas Kaufmann, Elmar Mittler (Hg.): Reformation und Buch. Akteure und Strategien frühreformatorischer Druckerzeugnisse, Wiesbaden (Harrassowitz Verlag) 2016, rezensiert von Jean-Claude Colbus. In diesem Sammelband ist ein beneluxbezogener Beitrag enthalten mit dem Titel „Researching Printing in the Low Countries (1500—1550). The Case of Luther’s Publications“ (Marieke van Delft).
  • Erika Kuijpers, Cornelis van der Haven (Hg.): Battlefield Emotions 1500–1800. Practices, Experience, Imagination, Basingstoke, Hampshire (Palgrave Macmillan) 2016, rezensiert von Maren Lorenz. In diesem Sammelband sind drei beneluxbezogene Beiträge enthalten mit den Titeln „Drill and Allocution as Emotional Practices in Seventeenth-Century Dutch Poetry, Plays and Military Treatises“ (Cornells van der Haven), „Emotions, Imagination and Surgery. Wounded Warriors in the Work of Ambroise Paré and Johan van Beverwijck“ (Bettina Noak) und „The Sidelong Glance. Tracing Battlefield Emotions in Dutch Art of the Golden Age“ (Lisa De Boer).

19.–21. Jahrhundert

  • Knud Andresen, Bart van der Steen (Hg.): A European Youth Revolt. European Perspectives on Youth Protest and Social Movements in the 1980s, Basingstoke, Hampshire (Palgrave Macmillan) 2016, rezensiert von Jakob Warnecke. In diesem Sammelband ist ein beneluxbezogener Beitrag enthalten mit dem Titel „Amsterdam Squatters on the Road. A Case Study in Territorial and Relational Urban Politics“ (Linus Owens).
  • Rob Johnson: True to their Salt. Indigenous Personnel in Western Armed Forces, London (Hurst Publishers) 2017, rezensiert von Raffael Scheck.
  • Gerrit Jasper Schenk, Alfried Wieczorek, Monica Juneja, Christoph Lind (Hg.): Mensch. Natur. Katastrophe. Von Atlantis bis heute, Regensburg (Schnell + Steiner) 2014, rezensiert von Thomas Labbé. In diesem Sammelband sind drei beneluxbezogene Beiträge enthalten mit den Titeln „Der Ausbruch des Tambora und das »Jahr ohne Sommer« 1816“ (Daniel Krämer), „Tambora 1815“ (Peter Rothe) und „Das »größte erdumspannende Experiment«. Die Explosion von Krakatau im Jahr 1883“ (Matthias Dörries).
  • Oliver von Wrochem (Hg.): Repressalien und Terror. »Vergeltungsaktionen« im deutsch besetzten Europa 1939–1945, Paderborn, München, Wien, Zürich (Ferdinand Schöningh) 2017, rezensiert von Corinna von List. In diesem Sammelband ist ein beneluxbezogener Beitrag enthalten mit dem Titel „Die »Vergeltungsaktionen« in Murat, Meensel-Kiezegem und Putten und das Schicksal der in das KZ Neuengamme Deportierten“ (Katharina Hertz-Eichenrode).

A. Roland Holstprijs für Mustafa Stitou

Der niederländische Dichter Mustafa Stitou erhält den 12. A. Roland Holstprijs. Die Preisverleihung findet am 26. Mai 2018 in der Ruïnekerk im nordholländischen Bergen statt. Stitou publizierte u.a. folgende Gedichtbände: Mijn vormen (1994), Mijn gedichten (1998), Varkensroze ansichten (2004) und Tempel (2013).

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VSB Poëzieprijs 2018 für Joost Baars

Im niederländischen Sprachgebiet findet noch bis zum bis 31.01.2018 die alljährliche Poëzieweek statt. Traditionell wurde zur Eröffnung der mit 25.000 Euro dotierte VSB Poëzieprijs verliehen. In diesem Jahr geht der Preis an den Amsterdamer Dichter Joost Baars für seinen Gedichtband Binnenplaats (Van Oorschot).

Die anderen Nominierten waren Charlotte Van den Broeck mit Nachtroer (De Arbeiderspers), Marije Langelaar mit Vonkt (De Arbeiderspers), Tonnus Oosterhoff mit Ja Nee (De Bezige Bij) und Mieke van Zonneveld mit Leger (De Bezige Bij).

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Alle genannten Titel sind im Bestand des FID Benelux und können direkt vor Ort oder per Fernleihe entliehen werden.

Lesung: Frank Keizer am 18.01.2018 in Münster

Frank Keizer, niederländischer Dichter, Essayist und Redakteur, wird am 18. Januar 2018 zu einer Lyriklesung im Haus der Niederlande in Münster erwartet. Studierende des Masterstudiengangs Interdisziplinäre Niederlandistik werden die Gedichte für das Publikum übersetzen.

Darüber hinaus ist ein Gespräch zur Rolle der Lyrik in der aktuellen (niederländischen) Gesellschaft geplant. Fragen, die sich in diesem Kontext stellen, sind etwa: Wie geht ein Dichter mit den Herausforderungen der heutigen Zeit um und was lässt sich mit politischer Lyrik erreichen?

Die Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr in der Bibliothek im Haus der Niederlande, Alter Steinweg 6/7. Der Eintritt ist frei.

 

Beitrag im Deutschlandfunk: „Flandern und Niederlande. Lyrikförderung wirkt!“

Ein Beitrag im Deutschlandfunk vom 03.02.2017 beschäftigt sich mit der Lyrikförderung in Flandern und den Niederlanden. Hierbei werden auch die ins Deutsche übersetzten Gedichtbände von Anneke Brassinga, Leonard Nolens, Tsead Bruinja und Rodaan Al Galidi vorgestellt.

Hier können Sie den dazugehörigen Artikel lesen.

Hier können Sie den Radiobeitrag hören.

VSB Poëzieprijs 2017 für Hannah van Binsbergen

Im niederländischen Sprachgebiet findet noch bis zum bis 01.02.2017 die alljährliche Poëzieweek statt. Nachdem mit Peter Verhelst bereits der Preisträger des flämischen Herman-de-Coninck-Preises für Lyrik feststand, wurde nun auch der niederländische VSB Poëzieprijs 2017 verliehen.

Er geht an Hannah van Binsbergen für ihren Gedichtband  Kwaad gesternte, der auch bereits den Herman-de-Coninck-Preis für das beste Debüt erhalten hatte.

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Hier ein VPRO-Video mit Hannah van Binsbergen aus dem letzten Jahr:

Herman de Coninckprijs geht zum dritten Mal an Peter Verhelst

Der alljährlich vergebene Herman de Coninck-Preis für den besten Lyrikband eines flämischen oder niederländischen Autors ging zum dritten Mal an Peter Verhelst. Verhelst erhält den mit 6.000 Euro dotierten Preis für seinen Gedichtband Zing Zing (Amsterdam: Prometheus).

Für ihren Gedichtband Kwaad gesternte (Amsterdam: Atlas Contact) wurde Hannah van Binsbergen mit dem Preis für das beste Debüt ausgezeichnet.

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