Rezensionen mit Benelux-Bezug: Francia-Recensio (2017), 2


Die aktuelle Ausgabe der vom Deutschen Historischen Institut Paris herausgegebenen Francia-Recensio bietet wieder eine Fülle interessanter Rezensionen, von denen sich die folgenden mit beneluxbezogenen Themen aus den Bereichen Mittelalter und Frühe Neuzeit beschäftigen:

  • Nicolas Lemas: Les Mérovingiens. Société, pouvoir, politique 451–751, Paris: Armand Colin, 2016, rezensiert von Yaniv Fox.
  • Annemarieke Willemsen, Hanneke Kik (Hrsg.): Golden Middle Ages in Europe. New Research into Early-Medieval Communities and Identities. Proceedings of the Second »Dorestad Congress« held at the National Museum of Antiquities, Leiden, The Netherlands, 2–5 July, 2014, Turnhout: Brepols, 2016, rezensiert von Susanne Brather-Walter. In diesem Tagungsband sind zahlreiche Beiträge zu den frühmittelalterlichen Niederlanden enthalten.
  • Neil Christie, Hajnalka Herold (Hrsg.): Fortified Settlements in Early Medieval Europe. Defended Communities of the 8th–10th Centuries, Oxford, Philadelphia: Oxbow Books, 2016, rezensiert von G. Ulrich Großmann. In diesem Sammelband ist ein beneluxbezogener Beitrag enthalten mit dem Titel „Circular, D-Shaped and Other Fortifications in 9th- and 10th-Century Flanders and Zeeland as Markers of the Territorialisation of Power(s)“ (Dries Tys, Pieterjan Deckers und Barbora Wouters).
  • Éric Bousmar, Alain Marchandisse, Bertrand Schnerb (Hrsg.): La bâtardise et l’exercice du pouvoir en Europe du XIIIe au début du XVIe siècle (Revue du Nord, Hors série, Histoire, 31), Villeneuve d’Asqu, 2015, rezensiert von Jacques Paviot. In diesem Sammelband sind beneluxbezogene Beiträge enthalten mit den Titeln „Jean de Bourgogne, bâtard de Jean sans Peur, évêque de Cambrai de 1439 à 1480“ (Monique Maillard-Luypaert), „Corneille, bâtard de Bourgogne (ca 1426-1452)“ (Alain Marchandisse), „Des bâtards nobles au service du prince. L’exemple de la cour de Bourgogne (fin XIVe-début XVe siècle)“ (Bertrand Schnerb), „Les bâtards à la Chambre des comptes de Lille. Autour du cas de Denis de Pacy“ (Jean-Baptiste Santamaria), „Les lettres de légitimation des ducs de Bourgogne (1384-1477)“ (Alice Duda), „La bâtardise au sein du lignage de Luxembourg“ (Céline Berry), „Bâtards et pouvoir dans le duché de Brabant XIIe-XIVe siècles“ (Godfried Croenen) und „L’art d’être bâtard. La bâtardise et la légitimation artistique à la Renaissance (Maisons de Bourgogne et d’Este, vers 1450)“ (Simona Slanicka).
  • Jan Klápště (Hrsg.): Agrarian Technology in the Medieval Landscape/Agrartechnik in mittelalterlichen Landschaften/Technologie agraire dans le paysage médiéval. 9th–15th September 2013, Smolenice Castle, Slovakia, Turnhout: Brepols, 2015, rezensiert von Matthias Hardt. In diesem Sammelband ist ein beneluxbezogener Beitrag enthalten mit dem Titel „Agrarian practices and landscape in the estate of Wellin (Belgium) from the Early Middle Ages to the Modern Period. Archaeology and History“ (Philippe Mignot und Nicolas Schroeder).
  • Stéphane Péquignot, Pierre Savy (Hrsg.): Annexer? Les déplacements de frontières à la fin du Moyen Âge, Rennes: Presses universitaires de Rennes, 2016, rezensiert von Gisela Naegle. In diesem Sammelband sind beneluxbezogene Beiträge enthalten mit den Titeln „Annexions, conquêtes, héritages. Réflexions sur la perception du complexe territorial bourguignon (XIVe-XVe siècle)“ (Élodie Lecruppe-Desjardin) und „Des sociétés de marche face à la politique royale des Quatre Rivières. L’exemple de la haute Saône et de la haute Meuse au XVe siècle“ (Léonard Dauphant).
  • Alexis Wilkin, John Naylor, Derek Keene, Arnoud-Jan Bijsterveld (Hrsg.): Town and Country in Medieval North Western Europe. Dynamic Interactions, Turnhout: Brepols, 2015, rezensiert von Gisela Naegle. In diesem Sammelband sind beneluxbezogene Beiträge enthalten mit den Titeln „Early Town Formation in the Northern Low Countries. Roman Heritage, Carolingian Impulses, and a New Take-Off in the Twelfth Century“ (Frans Theuws und Arnoud-Jan Bijsterveld), „Noble Representation in an Urban Society. The Case of Holland in the Fifteenth Century“ (Antheun Janse) und „Urban Elites and Traditional Lords in Brussels (Twelfth- Fourteenth Centuries). Opposition or Convergence?“ (Paulo Charruadas).
  • Gerhard Wolf, Norbert H. Ott (Hrsg.): Handbuch Chroniken des Mittelalters, Berlin, Boston, MA: De Gruyter, 2016, rezensiert von Hans-Werner Goetz. In diesem Handbuch ist ein beneluxbezogener Beitrag enthalten mit dem Titel „Niederländische Chronistik im Mittelalter“ (Geert H. M. Claassens).
  • Silvana Seidel Menchi (Hrsg.) with the collaboration of Emlyn Eisenach: Marriage in Europe. 1400–1800, Toronto: University of Toronto Press, 2016, rezensiert von Inken Schmidt-Voges. In diesem Sammelband ist ein beneluxbezogener Beitrag enthalten mit dem Titel „Marriage Formation. Law and Custom in the Low Countries 1500-1700“ (Manon van der Heijden).
  • David L. Weaver-Zercher: Martyrs Mirror. A Social History, Baltimore: The Johns Hopkins University Press, 2016, rezensiert von Urs B. Leu.

Neu im Web: Artikel „Nachkriegsprozesse gegen Gestapo-Beamte vor dem Gerichtshof für Kriegsverbrechen in Luxemburg (1949-1951)“


Im „Portal Rheinische Geschichte“ hat Jill Steinmetz den Artikel „Nachkriegsprozesse gegen Gestapo-Beamte vor dem Gerichtshof für Kriegsverbrechen in Luxemburg (1949-1951)“ veröffentlicht.

Hier gelangen Sie zum Artikel.

Das Internetangebot „Portal Rheinische Geschichte“ wird herausgegeben vom Landschaftsverband Rheinland (LVR). Die Redaktion ist beim LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte in Bonn angesiedelt.

Die Villa Pauly, 1940-44 Hauptquartier der Gestapo in Luxemburg, heute Erinnerungsort mit Dokumentations- und Forschungszentrum zur Geschichte des luxemburgischen Widerstands

Bildnachweis: By Zinneke (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Aktuelle Berichterstattung über den Besuch Angela Merkels in Luxemburg und Belgien


Am gestrigen 12. Januar ist Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Luxemburg und Belgien gereist. In beiden Ländern verfolgten die Medien den Kurzbesuch mit großem Interesse, handelte es sich doch um den ersten Besuch in Luxemburg seit 2010 und steht Belgien ansonsten eher wegen der in Brüssel stattfindenden Europäischen Räte weit oben auf der Reiseliste.

Wir haben für Sie eine Auswahl der aktuellen Berichterstattung vorbereitet:

Rezensionen mit Benelux-Bezug: sehepunkte Nr. 16 (2016), 9


Die neue Ausgabe der sehepunkte 16 (2016) Nr. 9 bietet wieder eine Fülle interessanter Rezensionen, von denen sich die folgenden mit beneluxbezogenen Themen beschäftigen:

  • Nicolas Schroeder: Les hommes et la terre de saint Remacle. Histoire sociale et économique de l’abbaye de Stavelot-Malmedy, VIIe-XIVe siècle, Bruxelles: Editions de l’Université de Bruxelles 2015, rezensiert von Miriam Czock.
  • Andreas Rutz (Hg.): Krieg und Kriegserfahrung im Westen des Reiches 1568-1714 (= Herrschaft und soziale Systeme in der Frühen Neuzeit; Bd. 20), Göttingen: V&R unipress 2015, rezensiert von Johannes Arndt. In diesem Sammelband sind beneluxbezogene Beiträge enthalten mit den Titeln „Der Herzog von Alba und die deutschen Städte im Westen des Reiches 1567-1673. Köln, Aachen und Trier im Vergleich“ (Magnus Ressel), „Generalstaatische Söldner und der Dreißigjährige Krieg“ (Michael Kaiser), „Kriegserfahrung und Krisenbewältigung in Luxemburger Selbstzeugnissen des späten 17. Jahrhunderts“ (Guy Thewes) und „Das Dutch miracle und sein publizistisches Umfeld. Zum Widerhall der niederländischen Kriege des langen 17. Jahrhunderts in deutschen und niederländischen Flugschriften der Zeit“ (Guillaume van Gemert).
  • Jörg Ganzenmüller / Tatjana Tönsmeyer (Hgg.): Vom Vorrücken des Staates in die Fläche. Ein europäisches Phänomen des langen 19. Jahrhunderts, Köln / Weimar / Wien: Böhlau 2016, rezensiert von Dieter Langewiesche. Hierin findet sich ein Beitrag von Norbert Franz mit dem Titel „Tätigkeitsfelder und Handlungsspielräume der letzten „Rädchen im Staat“. Durchstaatlichung und Ausweitung der Staatstätigkeit in politisch-administrativen Landgemeinden Frankreichs und Luxemburgs im 19. Jahrhundert“.
  • Nancy J. Troy: The Afterlife of Piet Mondrian, Chicago: University of Chicago Press 2013, rezensiert von Regine Prange.

Konferenz [Luxemburg, 27.-29.11.2014]: Staat, Gesellschaft und Demokratisierung – Luxemburg im kurzen 20. Jahrhundert


Vom 27.-29. November findet in Luxemburg die Tagung Staat, Gesellschaft und Demokratisierung – Luxemburg im kurzen 20. Jahrhundert statt.

Aus der Ankündigung:

    „Globalgeschichtlichen Phänomenen wie Demokratisierung und Nivellierung der Klassenunterschiede stehen in diesem Zeitraum autoritäre Tendenzen und Ausschließungsmechanismen entgegen. Unter Bezug auf verschiedene Gruppen der Luxemburger Bevölkerung untersucht die Tagung spezifische gesellschaftliche Entwicklungen und bringt diese in einen regionalen, europäischen und internationalen Zusammenhang ein. Dadurch wird deutlich, inwiefern die Geschichte des Landes spezifisch luxemburgisch war bzw. inwiefern die hiesige Entwicklung im europäischen Kontext als exemplarisch gelten kann.“

Das genaue Tagungsprogramm und alle weiteren Details finden Sie bei H-Soz-u-Kult [2.11.2014].

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Konferenz [Luxemburg, 30.-31.10.2914]: Der Wald im mittelalterlichen Lothringen


Am 30. und 31.Oktober finden an der Universität Luxemburg die 18. Journées lotharingiennes statt; laut Ankündigung „eine internationale Tagung zur mittelalterlichen Geschichte Lotharingiens, das sich als historischer Raum zwischen Maas und Rhein und von der Nordsee bis zu den Vogesen erstreckte.“ In diesem Jahr wird das Thema Wald in breiter Perspektive beleuchtet – kultur- und religionsgeschichtlich, sozialgeschichtlich, archäologisch und sozio-ökonomisch.

Das Programm der Tagung finden Sie auf H-Soz-u-Kult [22.7.2014].

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„Erfolgsmodell Luxemburg“ : Feature im Saarländischen Rundfunk


Noch bis zum 22. September 2012 ist in der Mediathek des Saarländischen Runkfunks die am 8. September  ausgestahlte Fernsehsendung „Erfolgsmodell Luxemburg – Vom Zwergstaat zur Wirtschaftsmacht“ zu sehen. Aus dem Pressetext:

„Kaum einer konnte sich kurz nach dem zweiten Weltkrieg vorstellen, dass  Luxemburg einmal zu den reichsten Ländern der Erde gehören würde. Ursache dieses wirtschaftlichen Erfolgs: die gelungene  Umstrukturierung der einheimischen Wirtschaft  zu einem Finanzzentrum. […] Doch der Reichtum des Landes ist bedroht. Luxemburg ist inzwischen fast völlig von Wohl und Wehe der Finanzwirtschaft abhängig. Das hat sich in der aktuellen Krise sehr deutlich gezeigt. […]

Bei künftigen Regulierungen und Harmonisierungen droht der Sonderstatus Luxemburgs verloren zu gehen. Dann würden auch soziale und gesellschaftliche Probleme stärker zum Durchbruch kommen. Die Wohnungsnot ist riesig – und ein Abbild der sozialen Spaltung. Das Armutsrisiko liegt bei fast 15 Prozent der Bevölkerung. Wegen der starken Zuwanderung sind die Einheimischen fast zu einer Minderheit im eigenen Land geworden.“

Mediathek des SR: Erfolgsmodell Luxemburg – Vom Zwergstaat zur Wirtschaftsmacht. Ein SR-Feature von Annette Bak. Samstag, 08. September 2012 18.45-19.15 h im SR Fernsehen.

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