Rezensionen mit Benelux-Bezug: Francia-Recensio (2017), 3


Die aktuelle Ausgabe der vom Deutschen Historischen Institut Paris herausgegebenen Francia-Recensio bietet wieder eine Fülle interessanter Rezensionen, von denen sich die folgenden mit beneluxbezogenen Themen aus den Bereichen Mittelalter und Frühe Neuzeit beschäftigen:

Mittelalter (500–1500)

 

Frühe Neuzeit – Revolution – Empire (1500–1815)

  • Serge Brunet, José Javier Ruiz Ibáñez (Hrsg.): Les milices dans la première modernité, Rennes (Presses universitaires de Rennes) 2015, rezensiert von David Parrott. In diesem Sammelband sind beneluxbezogene Beiträge enthalten mit den Titeln „Les milices bourgeoises au temps des guerres civiles: force de déstabilisation ou instrument de pacification de la société urbaine? (Valenciennes, anciens Pays-Bas espagnols, 1560-1600)“ (Yves Junot) und „Se mobiliser pour le roi à la fin du XVIe siècle dans les villes des Pays-Bas catholiques“ (José Javier Ruiz Ibáñez).
  • Bertrand Forclaz, Philippe Martin (Hrsg.): Religion et piété au défi de la guerre de Trente Ans, Rennes (Presses universitaires de Rennes) 2015, rezensiert von Andreas Rutz. In diesem Sammelband sind beneluxbezogene Beiträge enthalten mit den Titeln „Les Archiducs, la guerre et la religion: facteurs d’influence sur la décision politique dans les Pays-Bas espagnols (ca. 1620-ca. 1635)“ (Nicolas Simon), „La guerre et les divisions religieuses: perceptions d’avenir dans les Provinces-Unies“ (Willem Frijhoff), „La guerre de Trente Ans dans les Pays-Bas au travers de la correspondance du nonce intérimaire Richard Pauli-Stravius“ (Philippe Desmette), „La mission militaire jésuite auprès de l’armée des Flandres pendant la guerre des Trente Ans. Conversions et sacrements“ (Silvia Mostaccio) und „La miraculeuse levée du siège de Cambrai en 1649 par l’intercession de Notre-Dame de Grâce“ (Alain Lottin).
  • Berndt Hamm, Thomas Kaufmann (Hrsg.): Wie fromm waren die Humanisten?, Wiesbaden (Harrassowitz Verlag) 2016, rezensiert von Peter Walter. In diesem Sammelband ist ein beneluxbezogener Beitrag enthalten mit dem Titel „Die sacrae litterae bei den frühen niederländischen Humanisten: Von der späten Devotio moderna bis zu Cornelius Aurelius“ (Nicolette Mout).
  • Jutta Nowosadtko, Diethelm Klippel, Kai Lohsträter (Hrsg.): Militär und Recht vom 16. bis 19. Jahrhundert. Gelehrter Diskurs – Praxis – Transformationen, Göttingen (Vandenhoeck & Ruprecht) 2016, rezensiert von Klaus J. Arnold. In diesem Sammelband ist ein beneluxbezogener Beitrag enthalten mit dem Titel „The Police and Justice Systems of Soldiers and Burghers in Eighteenth-Century Brussels“ (Catherine Denys).
  • Eric Piltz, Gerd Schwerhoff (Hrsg.): Gottlosigkeit und Eigensinn. Religiöse Devianz im konfessionellen Zeitalter, Berlin (Duncker & Humblot) 2015, rezensiert von Ronnie Po-chia Hsia. In diesem Sammelband sind beneluxbezogene Beiträge enthalten mit den Titeln „Ekklesiologie jenseits der Kirchen: konfessionelle Grenzarbeiten bei Dirck Volckertszoon Coornhert“ (Andreas Pietsch) und „Von Kirchen, Ketzern und anderen Blindenführern – Pieter Bruegels d. Ä. Blindensturz und die Ästhetik der Subversion“ (Jürgen Müller).
  • Sandra Richter, Guillaume Garner (Hrsg.): »Eigennutz« und »gute Ordnung«. Ökonomisierungen der Welt im 17. Jahrhundert, Wiesbaden (Harrassowitz Verlag) 2016, rezensiert von Marie-Louise Pelus-Kaplan. In diesem Sammelband ist ein beneluxbezogener Beitrag enthalten mit dem Titel „Ware Kunst: Zur ökonomischen Praxis des Malers Peter Paul Rubens“ (Nils Büttner).
  • Remi van Schaïk (Hrsg.): Economies, Public Finances, and the Impact of Institutional Changes in Interregional Perspective. The Low Countries and Neighbouring German Territories (14th–17th Centuries), Turnhout (Brepols) 2015, rezensiert von Angela Ling Huang.

Bibliothek für Zeitgeschichte: Tagebuch von Otto von Emmich digitalisiert


Die zur Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart gehörende Bibliothek für Zeitgeschichte (BfZ) besitzt eine der größten Sammlungen zum Ersten Weltkrieg in Europa. Nun hat die BfZ das Tagebuch von Otto von Emmich digitalisiert, von dem nur noch zwei Abschriften existieren.

In seiner Einleitung zum Tagebuch von Otto von Emmich schreibt Christian Westerhoff:

General der Infanterie Albert Theodor Otto von Emmich (1848-1915) gehört heute zu den umstrittenen deutschen Militärs des Ersten Weltkriegs. Seit 1909 führte er das X. Armeekorps in Hannover. Gleich zu Beginn des Krieges war er maßgeblich an der Einnahme der Stadt Lüttich beteiligt, die für die Einhaltung des Schlieffenplans wichtig war und den Durchmarsch der deutschen Armee nach Nordfrankreich ermöglichte. Für diese militärische Aktion erhielt er als erster deutscher Offizier während des Krieges den höchsten Orden Pour le Mérite. Mehrere Denkmäler erinnern bis heute an ihn. Straßen, Plätze sowie die Schule für Feldjäger und den Stabsdienst der Bundeswehr in Hannover wurden nach ihm benannt. Historiker werfen ihm jedoch vor, beim Überfall deutscher Truppen auf das neutrale Belgien im Jahr 1914 an Kriegsverbrechen beteiligt gewesen zu sein.“

Der Standort der maschinengeschriebenen Tagebuchabschrift lautet: Bibliothek für Zeitgeschichte, Lebensdokumentensammlung, Bestand N60.13.

Hier gelangen Sie zum digitalisierten Tagebuch.

Rezensionen mit Benelux-Bezug: sehepunkte Nr. 17 (2017), 2


Ralf Lützelschwab rezensiert in den aktuellen sehepunkten Elisa Brilli (Hg.): Arnoldus Leodiensis. Alphabetum narrationum (= Corpus Christianorum. Continuatio Mediaevalis; CLX), Turnhout: Brepols Publishers NV, 2015.

Thomas Weller bespricht Eberhard Crailsheim: The Spanish Connection. French and Flemish Merchant Networks in Seville 1570-1650 (= Wirtschafts- und Sozialhistorische Studien; Bd. 19), Köln / Weimar / Wien: Böhlau, 2016.

Christof Ginzel rezensiert den Sammelband Johannes Paulmann / Matthias Schnettger / Thomas Weller (Hgg.): Unversöhnte Verschiedenheit. Verfahren zur Bewältigung religiös-konfessioneller Differenz in der europäischen Neuzeit (= Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte Mainz. Abt. für Universalgeschichte; Bd. 108), Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2016. In diesem Sammelband ist ein beneluxbezogener Beitrag enthalten mit dem Titel „Sichtbare und unsichtbare Grenzen. Das Nebeneinanderleben der Konfessionen in der niederländischen Republik (1581-1795)“ (Johannes Arndt).

Stefan Bartilla bespricht Nicolette Sluijter-Seijffert: Cornelis van Poelenburch 1594/5-1667. The paintings (= Oculi. Studies in the Arts of the Low Countries; Vol. 15), Amsterdam: John Benjamins, 2016.

Rezensionen mit Benelux-Bezug: Francia-Recensio (2016), 3


Die aktuelle Ausgabe der vom Deutschen Historischen Institut Paris herausgegebenen Francia-Recensio bietet wieder eine Fülle interessanter Rezensionen aus den Bereichen Mittelalter, Frühe Neuzeit und Neueste Geschichte, von denen sich die folgenden mit beneluxbezogenen Themen beschäftigen:

  • Jean-Louis Kupper: Notger de Liège (972–1008), Bruxelles: Académie royale de Belgique 2016, rezensiert von Christof Paulus.
  • Katharina Anna Groß: Visualisierte Gegenseitigkeit. Prekarien und Teilurkunden in Lotharingien im 10. und 11. Jahrhundert (Trier, Metz, Toul, Verdun, Lüttich), Wiesbaden: Harrassowitz Verlag 2014, rezensiert von Gerhard Lubich.
  • Bernard Bousmanne, Tania Van Hemelryck, Céline Van Hoorebeeck (Hrsg.): La Librairie des ducs de Bourgogne. Manuscrits conservés à la bibliothèque royale de Belgique (Textes historiques, Band 5), Turnhout: Brepols 2015, rezensiert von Gilbert Fournier.
  • Bernadette Hofinger, Harald Kufner, Christopher F. Laferl, Judith Moser-Kroiss, Nicola Tschugmell (Bearb.): Die Korrespondenz Ferdinands I. Familienkorrespondenz Bd. 5: 1535 und 1536 (Veröffentlichungen der Kommission für Neuere Geschichte Österreichs, Band 109), Wien / Köln / Weimar: Böhlau 2015, rezensiert von Heinz Noflatscher. Diese Edition besteht vorwiegend aus der Familienkorrespondenz zwischen den Brüdern Ferdinand I. und Karl V., enthält aber auch 36 Schreiben an seine Schwester Maria von Ungarn, welche von 1531 bis 1555 Statthalterin der habsburgischen Niederlande war.
  • Andreas Rutz (Hrsg.): Krieg und Kriegserfahrung im Westen des Reiches 1568-1714 (= Herrschaft und soziale Systeme in der Frühen Neuzeit; Bd. 20), Göttingen: V&R unipress 2015, rezensiert von Christian Mühling. In diesem Sammelband sind beneluxbezogene Beiträge enthalten mit den Titeln „Der Herzog von Alba und die deutschen Städte im Westen des Reiches 1567-1673. Köln, Aachen und Trier im Vergleich“ (Magnus Ressel), „Generalstaatische Söldner und der Dreißigjährige Krieg“ (Michael Kaiser), „Kriegserfahrung und Krisenbewältigung in Luxemburger Selbstzeugnissen des späten 17. Jahrhunderts“ (Guy Thewes) und „Das Dutch miracle und sein publizistisches Umfeld. Zum Widerhall der niederländischen Kriege des langen 17. Jahrhunderts in deutschen und niederländischen Flugschriften der Zeit“ (Guillaume van Gemert).
  • Olivier Dard (Hrsg.): Références et thèmes des droites radicales au XXe siècle (Europe/Amériques) (Convergences, Band 83), Bern, Berlin, Bruxelles et al.: Peter Lang 2015, rezensiert von Uwe Backes. Hierin findet sich ein Beitrag von Christoph Brüll mit dem Titel „Léon Degrelle comme référence des droites radicales allemandes après 1945“.

Rezensionen mit Benelux-Bezug: sehepunkte Nr. 16 (2016), 10


Katja Happe rezensiert in den aktuellen sehepunkten Frits Boterman: Duitse Daders. De jodenvervolging en de nazificatie van Nederland (1940 – 1945) (2015).

Thomas Bauer bespricht Visualisierte Gegenseitigkeit. Prekarien und Teilurkunden in Lotharingien im 10. und 11. Jahrhundert (Trier, Metz, Toul, Verdun, Lüttich) (2014), eine überarbeitete Saarbrückener und Pariser Dissertationsschrift von Katharina Anna Groß.

Ausstellung [Lüttich]: „Liège, cité docile?“


Seit 10. Dezember läuft im Musée Curtius in Lüttich die Ausstellung Liège, cité docile? – Une ville face à la persécution des Juifs 1940-1944 (noch bis 27.1.2013). Sie steht im Zusammenhang mit dem belgischen Jahresvorsitz der IHRO (International Holocaust Remembrance Organization). Eine Vielzahl von Ausstellungen, Veranstaltungen und Publikationen begleiten die belgische Präsidentschaft, u.a. die Enthüllung eines Denkmals für die deportierten Juden Lüttichs. Es besteht aus Erinnerungssteinen mit den Namen und der Familiengeschichte der Opfer, ihrer letzten bekannten Adresse, dem Jahr ihrer Deportation und dem Namen des Ortes, an den sie verbracht wurden.

Mehr über die vielfältigen Aktivitäten in der „Cité Ardente“ (so der Titel des Buches von Thierry Rozenblum) finden Sie auf der Seite von Mémoire de Dannes-Camiers.

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