Dissertation Laura Kopp: Das Urteil des Paris. Eine ikonologische Untersuchung des Paris-Mythos in den Niederlanden des 17. Jahrhunderts


„Das Urteil des Paris. Eine ikonologische Untersuchung des Paris-Mythos in den Niederlanden des 17. Jahrhunderts“ lautet der Titel der Dissertation, mit der Laura Kopp 2015 an der Fakultät für Architektur des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) promoviert wurde.

Zitat aus der Einführung (Seite 1): „Dass das Parisurteil zu den beliebtesten Themen in der Kunst des niederländischen gouden eeuw zählt, gehört zum gängigen Tenor und ist seit Sluijter zu einem Allgemeingut der Autoren avanciert. Die Auseinandersetzung mit der Sage fällt in einen Zeitraum, in welchem Wirtschaft und Künste blühen, und dessen Ende sich zu Beginn der 1670er Jahre anbahnt. Vor dem Hintergrund der über Jahrzehnte schwellenden Unruhen, die im Achtzigjährigen Krieg kumulieren, durchlebt das Bildsujet seine markantesten Phasen in der Rezeption. Kaum hat sich das Parisurteil als Bestandteil der Gattung Mythologie etabliert, kommt ihm ein bisher nie dagewesenes Interesse entgegen, bis es schließlich im letzten Drittel des Jahrhunderts stagniert und nur noch selten Bilder zu diesem Thema entstehen. Was ist in der Zwischenzeit passiert?“

Seit Kurzem steht die Dissertation Open Access auf dem Repositorium des KIT zur Verfügung.

Hier finden Sie den Link zum Volltext der Dissertation.

Peter Paul Rubens: „Das Urteil des Paris“, ca. 1632-1635, Ölmalerei auf Eichenholz, National Gallery (London)

Bildnachweis: Peter Paul Rubens [Public domain], via Wikimedia Commons

Konferenz [Frankfurt am Main, 22.-24.02.2018]: Kunst und Katholizismus in der niederländischen Republik


Begleitend zur großen Ausstellung Rubens. Kraft der Verwandlung findet vom 22. bis 24. Februar 2018 in Frankfurt am Main die internationale Tagung Kunst und Katholizismus in der niederländischen Republik statt. Veranstalter sind das Städel Museum und die Abteilung Institut für Kunst und Materielle Kultur an der TU Dortmund.

Aus dem Ankündigungstext:

„Unter einem möglichst breiten thematischen und methodischen Zugang soll dabei das Verhältnis von Kunst und Katholizismus in der niederländischen Republik untersucht werden. Der Schwerpunkt liegt auf Kirchenausstattungen, Malerei und religiöser Bildpraxis, doch werden auch Beiträge mit historischen und theologischen Blickwinkeln vertreten sein.“

Anmeldungen (Tagungsgebühr) sind noch bis zum 12. Februar 2018 möglich. Nutzen Sie hierfür das vorgesehene Anmeldeformular.

Es finden zwei öffentliche Abendvorträge statt, die ohne Anmeldung (kostenlos) besucht werden können:

  • Do, 22.2., 19.00 Uhr: Ein Frage der Einstellung. Kunst und Katholizismus bei Rubens, Rembrandt und Vermeer
    Nils Büttner (Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart)
  • Fr, 23.2., 19.00 Uhr: Rembrandt und Rubens
    Volker Manuth (Radboud Universiteit Nijmegen)

Hier finden Sie mehr Informationen zur Konferenz.

Abraham Bloemaert: „Prediking van Johannes de Doper“, ca. 1610, Öl auf Leinwand, Rijksmuseum Amsterdam (Inv. Nr. SK-A-3746)

Bildnachweis: Abraham Bloemaert [Public domain], via Wikimedia Commons

Forschungsstipendien [Deadline 14.01.2018]: Rijksmuseum Amsterdam


Im Rahmen des Rijksmuseum Fellowshipprogramma ermöglicht das sechsmonatige Johan Huizinga Fellowship Historikern an Objekten der Sammlung des Rijksmuseum in Amsterdam zu forschen.

Mehr Informationen zum Johan Huizinga Fellowship

Zusätzlich wird das zwölfmonatige Andrew W. Mellon Fellowship für Promovierende zur niederländischen Kunstgeschichte vergeben.

Mehr Informationen zum Andrew W. Mellon Fellowship

Bewerbungsschluss für beide Forschungsstipendien ist der 14.01.2018.

Bibliothek im Rijksmuseum Amsterdam

Bildnachweis: Olivier Blitzblum (CC BY-NC-ND 2.0), via flickr

Tagungsbericht: The Domestic Sphere in Europe 16th to 19th Century


Auf H-Soz-u-Kult ist ein Tagungsbericht von Lena-Sophie Margelisch (Bern) über die internationale Tagung „The Domestic Sphere in Europe 16th to 19th Century“ erschienen, die vom 7. bis zum 9. September 2017 in Thun stattgefunden hat.

Hierin wird auch über folgende Präsentationen mit Benelux-Bezug berichtet:

  • Daniela Hammer-Tugendhat (Wien): The Significance of 17th Century Dutch Interieur-Painting for the Formation of Bourgeois Identity.
  • Tine Van Osselaer (Antwerpen): The Domestic Sphere as a Religious Space in the 19th Century.

Hier geht es zum Tagungsbericht auf H-Soz-u-Kult.

Nachlass Jan Wolkers nach Leiden?


Heute vor zehn Jahren verstarb der niederländische Schriftsteller und Künstler Jan Wolkers (1925-2007) in seinem Haus auf Texel. Wie die Universitaire Bibliotheken Leiden und das Museum De Lakenhal bekannt geben, haben sie großes Interesse daran, seinen literarischen und künstlerischen Nachlass zu erwerben. Innerhalb eines Jahres soll nun die Finanzierung sichergestellt werden, damit der Nachlass des Schöpfers von Terug naar Oegstgeest (1965) und Turks fruit (1969) in Zukunft der Forschung zur Verfügung steht.

Hier finden Sie den Bericht.

Jan Wolkers (1982)

Bildnachweis: By Bogaerts, Rob / Anefo [CC BY-SA 3.0 nl], via Wikimedia Commons

Tagung [München, 12.-14.10.2017]: Jahrestagung des Arbeitskreises Niederländische Kunst- und Kulturgeschichte (ANKK)


Batavia in Bavaria. Niederländische und flämische Kunst und Künstler in Süddeutschland, so lautet das Motto der Jahrestagung des Arbeitskreises Niederländische Kunst- und Kulturgeschichte, die vom 12. bis zum 14. Oktober 2017 am Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München stattfinden wird.

Mehr Informationen erhalten Sie auf der Konferenzwebsite.

Hier geht es zum Tagungsprogramm.

Die Anmeldefrist endet am 15. September 2017.

Peter Jacob Horemans (*Antwerpen 1700, † München 1776), Stadtansicht Münchens mit dem La-Rosée-Schlössel im Vordergrund (1749)

Bildnachweis: Peter Jacob Horemans [Public domain], via Wikimedia Commons

Rezensionen mit Benelux-Bezug: sehepunkte Nr. 17 (2017), 7/8


Matthias Schnettger rezensiert in den aktuellen sehepunkten Frédéric Ieva (a cura di): I trattati di Utrecht. Una pace di dimensione europea (= I libri di Viella; Vol. 217), Roma: viella 2016.

Jovan Cavoski bespricht Leslie James / Elisabeth Leake (eds.): Decolonization and the Cold War. Negotiating Independence (= New Approaches to International History), London: Bloomsbury Publishing Plc 2015. In diesem Sammelband sind zwei beneluxbezogene Beiträge enthalten mit den Titeln „Sovereignty in the Congo Crisis“ (Ryan M. Irwin) und „From Foreign Concessions to Special Economic Zones: Decolonization and Foreign Investment in Twentieth-Century Asia“ (Christopher Miller).

Julia Kloss-Weber rezensiert Tomas Macsotay / Johannes Myssok (Hgg.): MORCEAUX. Die bildhauerischen Aufnahmestücke europäischer Kunstakademien im 18. und 19. Jahrhundert (= Studien zur Kunst; 36), Köln / Weimar / Wien: Böhlau 2016. Hierin ist ein beneluxbezogener Beitrag enthalten mit dem Titel „From guild to academy. Antwerp sculptors‘ attempt at changing the image of their profession in the 17th and 18th centuries“ (Léon Lock).

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