Rezension: Happe – Viele falsche Hoffnungen

Christoph Kreutzmueller hat bei H-Soz-Kult folgenden Titel rezensiert:

Happe, Katja: Viele falsche Hoffnungen. Judenverfolgung in den Niederlanden 1940-1945. Paderborn: Ferdinand Schöningh, 2017. ISBN 978-3-506-78424-7

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Bildnachweis: Coverabbildung mit freundlicher Genehmigung des Ferdinand Schöningh Verlags

Rezensionen mit Benelux-Bezug: sehepunkte Nr. 18 (2018), 4

James Clark rezensiert in den aktuellen sehepunkten Verena Bestle-Hofmann: Unus Liber de sancto Benedicto. Das Benediktskompendium des Jean de Stavelot und die Klosterreform des 15. Jahrhunderts (= Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Bendediktinerordens und seiner Zweige; Bd. 50), St. Ottilien: EOS Verlag 2016.

Andreas Kistner bespricht Peter Coss / Chris Dennis / Melissa Julian-Jones et al. (Hgg.): Episcopal Power and Local Society in Medieval Europe, 900-1400 (= Medieval Church Studies; Vol. 38), Turnhout: Brepols Publishers NV 2017. Hierin sind zwei beneluxbezogene Beiträge enthalten mit den Titeln „Edges of Episcopal Power: Local Society and the
Evolution of Diocesan Borders in Liège (c. 900-c. 1200)“ (Jelle Lisson) und „Holy Bishops and the Shaping of Episcopal Discourse in Early Eleventh-Century Cambrai“ (Pieter Byttebier).

Anne Foerster rezensiert Carey Fleiner / Elena Woodacre (Hgg.): Virtuous or Villainess? The Image of the Royal Mother from the Early Medieval to the Early Modern Era, Basingstoke: Palgrave Macmillan 2016. Hierin ist ein beneluxbezogener Beitrag enthalten mit dem Titel „ ‚Mother of Heroes, Most Beautiful of Mothers‘: Mathilda of Flanders and Royal Motherhood in the Eleventh Century“ (Laura L. Gathagan).

Adam S. Labuda bespricht Magdalena Bushart / Agnieszka Gąsior / Alena Janatková (Hgg.): Kunstgeschichte in den besetzen Gebieten 1939-1945 (= Brüche und Kontinuitäten; Bd. 2), Köln / Weimar / Wien: Böhlau 2016. Hierin sind zwei beneluxbezogene Beiträge enthalten mit den Titeln „Art Protection and Architectural Preservation in the Netherlands (1938—1945)“ (Marieke Kuipers) und „Die Denkmalpflege im belgischen Wiederaufbaukommissariat unter deutscher Besatzung (1940—1944)“ (Christina Kott).

Roman Töppel rezensiert Jochen Böhler / Robert Gerwarth (Hgg.): The Waffen-SS. A European History, Oxford: Oxford University Press 2017. Hierin ist ein beneluxbezogener Beitrag enthalten mit dem Titel „Germanic volunteers from northern Europe“ (Claus Bundgård Christensen / Niels Bo Poulsen / Peter Scharff Smith), ein Beitrag über die „germanischen“ SS-Freiwilligen aus Dänemark, Norwegen, Schweden, Belgien und den Niederlanden.

Rick Tazelaar bespricht Katja Happe: Viele falsche Hoffnungen. Judenverfolgung in den Niederlanden 1940-1945, Paderborn: Ferdinand Schöningh 2017.

Semjon Aron Dreiling rezensiert Christian Neddens / Amalia Barboza / Michael Hüttenhoff et al. (Hgg.): Spektakel der Transzendenz. Kunst und Religion in der Gegenwart, Würzburg: Königshausen & Neumann 2017. Hierin ist ein beneluxbezogener Beitrag enthalten mit dem Titel „Sanktuarien von Immanenz. Zur Naturkunst von Herman de Vries“ (Sigrid Ruby).

Rezension: Happe – Viele falsche Hoffnungen

Unter der Überschrift „Die Ausgelieferten“ rezensiert Barbara Distel in der Süddeutschen Zeitung:

Happe, Katja: Viele falsche Hoffnungen. Judenverfolgung in den Niederlanden 1940-1945. Paderborn: Ferdinand Schöningh, 2017. ISBN 978-3-506-78424-7

Hier geht’s zur Online-Ausgabe vom 19. Februar 2018: „Die Ausgelieferten“

Nachtrag 03.05.2018:

Unter dem Titel Veel false hoop. De Jodenvervolging in Nederland 1940-1945 ist im April 2018 die niederländische Übersetzung des Titels erschienen.

Hier finden Sie Katja Happe in der Sendung „VPRO Boeken“ vom 29. April 2018.

Bildnachweis: Coverabbildung mit freundlicher Genehmigung des Ferdinand Schöningh Verlags

Ausstellung [Münster, bis 21.01.2018]: Warum schreibst Du mir nicht?

Im Zunftsaal des Hauses der Niederlande, Alter Steinweg 6/7 in Münster, ist noch bis zum 21. Januar 2018 die deutsch-niederländische Wanderausstellung „Warum schreibst Du mir nicht“ („Post uit de Vergetelheid  Waarom schrijf je me niet“) zu sehen, in deren Mittelpunkt fünf Opfer des Nationalsozialismus stehen.

Die  Ausstellung wurde 2015 von der Lotty Veffer Foundation konzipiert. Mit Briefen und Postkarten aus Ghettos und Konzentrationslagern sowie Tagebuchfragmenten, Fotos und Filmen berichtet sie über die Verfolgung von Juden, Sinti und Roma sowie Gegnern des nationalsozialistischen Regimes im Vorfeld und während des Zweiten Weltkriegs. Dabei wird auch die Frage gestellt, welche Bedeutung die hier dargestellten Geschichten für die Gegenwart haben.

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Konferenz [Luxemburg/Belval, 24.-26.01.2018]: Microhistories of Flight from Nazi Germany

Vom 24. bis 26.01.2018 findet in Luxemburg und auf dem Campus Belval in Esch-sur-Alzette die Konferenz The Way Out. Microhistories of Flight from Nazi Germany statt.

Die Konferenz wird organisiert in Kooperation des Luxembourg Centre for Contemporary and Digital History (C²DH) / Universität Luxemburg, des Institut d’histoire moderne et contemporaine, Ecole normale supérieure, Paris (CNRS), des Instituts für Zeitgeschichte, München und des Instituut voor oorlogs-, holocaust- en genocidestudies, Amsterdam (NIOD).

Im Programm finden sich zahlreiche Beiträge mit dezidiertem Benelux-Bezug:

  • Germaine Goetzinger (Centre national de littérature, Luxemburg): “Mischehen” jüdischer Emigranten in Luxemburg
  • Afke Berger (Universiteit van Amsterdam): Admitted – Rejected. A digital data analysis of Jewish requests for asylum in the Netherlands, 1938-1939
  • Christine Kausch (Westfälische Wilhelms-Universität Münster): From individual to collective history. Jewish refugees in the Netherlands (1933-1945)
  • Geraldien von Frijtag Drabbe Kunzel (Universiteit Utrecht): A foreign country. Concepts of collective and individual identity among German-Jewish refugees in the Netherlands
  • Ludo Verbist (Kazerne Dossin, Mechelen): The fate of the Jews at the “Green Border”
  • Renée Wagener: Pour des raisons d’opportunité. Une famille juive en quête de refuge au Luxembourg face à l’attitude de l’administration
  • Vincent Artuso (Luxembourg Centre for Contemporary and Digital History, Universität Luxemburg): Administrating chaos. Albert Nussbaum’s role in the organisation of the escape route from Lisbon (August 1940-March 1942)
  • Wolfgang Schmitt-Koelzer (Emil-Frank Institut, Universität Trier): Die NS Arbeitsverwaltung holt die Geflüchteten und Emigranten ein – Verfolgung, Zwangsarbeit und Entschädigung am Beispiel Luxemburg
  • Angela Boone: German Jewish refugees in the Netherlands between 1945 and 1951

Hier finden Sie mehr Informationen zur Konferenz.

Aktuelle Neuerscheinungen zur Beneluxforschung

Gerne machen wir Sie auf folgende drei Neuerscheinungen zur Beneluxforschung aufmerksam:

  • Dormal, Michel: Politische Repräsentation und vorgestellte Gemeinschaft. Demokratisierung und Nationsbildung in Luxemburg (1789-1940) (Luxemburg-Studien = Études luxembourgeoises, Band 13). Frankfurt am Main: Peter Lang Edition, 2017 (zugleich Dissertation Universität Luxemburg, Universität Trier, 2014). ISBN 978-3-631-71731-8

Zitat aus dem Klappentext: „Anhand zahlreicher Quellen schildert der Autor die Wechselwirkung zwischen Demokratisierung und Nationsbildung in Luxemburg im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Sein Befund: Die Nation entstand nicht aus einer ursprünglichen Einheit, sondern aus dem politischen Konflikt heraus. Der lange Kampf um die politische Repräsentation schuf eine neue Vorstellung von Gemeinschaft. Worin die Identität dieser Gemeinschaft besteht, bleibt in der Demokratie aber immer umstritten. Knapp hundert Jahre nach der Einführung des allgemeinen Wahlrechts und der Volkssouveränität bietet das Buch damit zugleich die erste umfassende Geschichte der «demokratischen Revolution» in Luxemburg.“

 

  • Zindler, Frederike: Kultur ist Politik ist Kultur. Der Emigrant und „Holländer“ H. Wielek (1912-1988) als Mittler im deutsch-niederländischen Raum. Wien: Praesens Verlag, 2017 (zugleich Dissertation Westfälische Wilhelms-Universität Münster 2016). ISBN 978-3-7069-0917-4

Zitat aus dem Klappentext: „Der in Deutschland geborene (jüdische) Wilhelm Kweksilber floh 1933 aufgrund seines politischen Engagements nach Amsterdam, wo er als Publizist, Rezensent und Leiter des Gemeindedienstes für sozial-kulturelle Arbeit tätig war. Sein Pseudonym H. Wielek verwendete er nach Ende des Zweiten Weltkriegs weiter für sein freies Engagement, das in dieser Mittlerstudie belichtet wird. Mit zahllosen Publikationen und Auftritten trug er zur Verbreitung deutscher Filme und Bücher in den Niederlanden bei.“

 

  • Happe, Katja: Viele falsche Hoffnungen. Judenverfolgung in den Niederlanden 1940-1945. Paderborn: Ferdinand Schöningh, 2017. ISBN 978-3-506-78424-7

Zitat aus dem Klappentext: „Zwischen 1940 und 1945 kamen drei Viertel der niederländischen Juden im Holocaust um – ein höherer Anteil als in allen anderen Ländern Nord- und Westeuropas. Der vorliegende Band ist die erste Darstellung der Judenverfolgung in den Niederlanden auf Deutsch. Dabei richtet die Autorin ein besonderes Augenmerk auf die ausländischen Hilfsbemühungen zur Rettung der Juden in den Niederlanden. Denn die entsprechenden Aktivitäten der niederländischen Exilregierung und ausländischer Hilfsorganisationen sind bislang kaum näher untersucht worden.“

 

Alle Titel sind im Bestand des FID Benelux und können direkt vor Ort oder per Fernleihe entliehen werden.

Bildnachweis: Coverabbildung mit freundlicher Genehmigung des Ferdinand Schöningh Verlags

 

Westerbork-Film im UNESCO Memory-of-the-World-Register

Im Jahr 1944 drehte der jüdische Fotograf Werner Rudolf Breslauer im Auftrag des Lagerkommandanten Albert Gemmeker mit einigen Mitgefangenen einen Film über den Lageralltag im Polizeilichen Durchgangslager Westerbork. Dieser Film, der in seiner Art einzigartig ist, hat nun einen Eintrag im Register des Weltdokumentenerbes (Memory of the World) erhalten.

Der vierteilige Film und weitere Hintergründe zum Film sind auf den Seiten des Nederlands Instituut voor Beeld en Geluid zu finden.

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Unsere Buchempfehlung zum Westerbork-Film aus dem Bestand des FID Benelux:

Broersma, Koert & Rossing, Gerard: Kamp Westerbork gefilmd. Het verhaal over een unieke film uit 1944. Hooghalen: Herinneringscentrum Kamp Westerbork. 1997. Hier der Link zum Titel.

Weitere Titel des FID Benelux zum Durchgangslager Westerbork in Auswahl.

 

Settela Steinbach, Bild aus dem Westerbork-Film

 

Weitere Memory-of-the-World-Einträge für die Niederlande, Belgien und Luxemburg.

 

Bildnachweis: By Rudolf Breslauer (1903-1945) [Public domain], via Wikimedia Commons