Ausstellung und Lesung [Münster, 18.10.2016]: Fuchs trifft vos und vulpes


Im Rahmen des Ehrengast-Programms Flandern & die Niederlande der diesjährigen Frankfurter Buchmesse lädt das Institut für Niederländische Philologie der Westfälischen Wilhelms-Universität gemeinsam mit der Universitäts- und Landesbibliothek Münster / FID Benelux ein zur Veranstaltung Fuchs trifft vos und vulpes. Die Dycksche Handschrift in der ULB Münster − ein mittelniederländischer Schatz.

Kostbare alte Handschriften sind für die Öffentlichkeit schwer zugänglich, da sie nur zu besonderen Anlässen und auch dann nur unter strengsten konservatorischen Auflagen aus den Tresoren der Bibliotheken geholt werden. Nun ist es wieder soweit: Die seit 1991 im Besitz der ULB befindliche Dycksche Handschrift wird am Vorabend der Buchmesse für wenige Stunden ausgestellt!

Die Ausstellung wird flankiert durch drei Vorträge zur Handschrift und den darin überlieferten Texten Van den vos Reynaerde und Der naturen bloeme von Jacob van Maerlant sowie zu deutschen Übersetzungen anderer mittelniederländischer Literaturdenkmäler (Bibliothek Mittelniederländischer Literatur, BiMiLi). Referenten sind Prof. Amand Berteloot (WWU Münster), Prof. Carla Dauven-van Knippenberg (Universiteit van Amsterdam) und Prof. Eef Overgaauw (Staatsbibliothek zu Berlin).

Darüber hinaus wird das Publikum einige mittelniederländischen Verse im Original dargeboten bekommen und so auch akustisch in die Welt des Mittelalters eintauchen können.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Termin: Dienstag, 18. Oktober 2016, 19:30 Uhr
Ort: ULB Münster, Galerie (gegenüber dem Haupteingang)
Eintritt frei

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Nachtrag:

Der Orientierung halber hier ein Foto des Veranstaltungsgebäudes:

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Bildnachweis: © ULB Münster

Utrecht Psalter auf der Liste des Weltdokumentenerbes


Seit letzter Woche ist der Utrecht Psalter, eine um 830 entstandende geistliche Liederhandschrift, die sich im Besitz der Universitätsbibliothek Utrecht befindet, auf der Liste des Weltdokumentenerbes verzeichnet. Ab dem 21.10.2015 wird die Handschrift für einen Monat im Utrechter Museum Catharijneconvent zu sehen sein.

Das UNESCO-Weltregister Memory of the World dient dem Erhalt des dokumentarischen Erbes der Menschheit. Aufgenommen werden u.a. wertvolle Buchbestände und Handschriften, aber auch Partituren, Bild-, Ton- und Filmdokumente. Die Gesamtliste der bisher eingetragenen niederländischen Dokumente finden Sie hier. Darunter befinden sich u.a. die Tagebücher der Anne Frank sowie die Archive der Vereinigten Ostindischen und der Westindischen Kompanie. Entsprechende Listen gibt es auch für Belgien und Luxemburg.

Mehr Informationen und Zugang zur digitalen Version des Utrechts Psalter auf www.utrechtspsalter.nl und auf den Seiten der Universitätsbibliothek Utrecht.

Hier ein Video der Universität Utrecht, in dem Wissenschaftler/innen auf anschauliche Weise auf den Utrecht Psalter und die Hintergründe des Weltdokumentenerbes eingehen:

Mehr über mittelalterliche Handschriften: Books and the dissemination of knowledge in medieval Europe


Interessant für die Mediävist(inn)en unter Ihnen:

Der Leidener Buchhistoriker Erik Kwakkel hat einen kurzweiligen englischsprachigen Online-Kurs erstellt, in dem er u.a. mit Hilfe von Videos allerlei Wissenswertes über mittelalterliche Handschriften erläutert. Viele der besprochenen Werke stammen aus dem Besitz der Königlichen Bibliothek in Den Haag und aus der Universitätsbibliothek Leiden; es werden aber auch repräsentative Beispiele aus anderen Bibliotheken weltweit vorgestellt.

Im ersten Video, Listening to the Medieval book, vermittelt er z.B. sehr eindrucksvoll, wie es sich anhört, wenn man in unterschiedlichen Handschriften blättert: Ein interessantes Hörerlebnis!

Hier geht es zum gesamten Online-Kurs.

 

Der Schreiber und Buchillustrator Jean Miélot

Der Schreiber und Buchillustrator Jean Miélot

Bildnachweis: Unknown miniaturist, Brussels Royal Library, MS 9278, fol. 10r [Public domain], via Wikimedia Commons

Rezension: Thomas Falmagne – Die Echternacher Handschriften bis zum Jahr 1628 in der Beständen der Bibliothèque Nationale de Luxembourg


Thomas Falmagne – Die Echternacher Handschriften bis zum Jahr 1628 in der Beständen der Bibliothèque Nationale de Luxembourg […]. Wiesbaden: Harrassowitz. 2009. Mehr Informationen …

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Neu im Web: Online-Version der ‚Lancelotcompilatie‘


Die Königliche Bibliothek Den Haag präsentiert eine Online-Version der ‚Lancelotcompilatie‘. Mehr Informationen …

Neu im Web: Belgica – Digitale bibliotheek van de Koninklijke Bibliotheek van België


„Belgica is de digitale bibliotheek van de Koninklijke Bibliotheek van België.
Ze biedt toegang tot verschillende categorieën van erfgoeddocumenten:

  • handschriften, gedrukte werken, kaarten, muziekpartituren, geluidsopnames,
  • verzamelingen van munten, penningen, tekeningen en prenten.

Belgica is ook:

  • een referentiebibliotheek gericht op Belgicana,
  • een zoekmotor met duizenden kranten pagina’s,
  • virtuele tentoonstellingen.“ (Zitat: Belgica, Koninklijke Bibliotheek van België)

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Neu im Web: Medieval Manuscripts in Dutch Collections (MMDC)


Alle in den Niederlanden vorhandenen mittelalterlichen Handschriften sind ab jetzt auf einer Website durchsuchbar. Die MMDC-Datenbank wird von der Königlichen Bibliothek in Den Haag gehostet:

„This database contains descriptions of all medieval western manuscripts written in Latin script and produced up to c. 1550 now preserved in public and semi-public collections in the Netherlands. These include the collections of libraries, museums, archives, collections of monastic orders and some private institutions open to researchers. “ (Zitat KB Den Haag)

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