Neu im Web: Artikel „Das Haus der europäischen Geschichte in Brüssel“ (Andreas Fickers)

Andreas Fickers (Luxemburg) hat unter dem Titel „Kompromissgeschichte, serviert auf dem »Tablet«. Das Haus der europäischen Geschichte in Brüssel“ eine kritische Ausstellungsrezension für „Zeithistorische Forschungen“ verfasst.

Zitation: Andreas Fickers, Kompromissgeschichte, serviert auf dem »Tablet«. Das Haus der europäischen Geschichte in Brüssel, in: Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History, Online-Ausgabe, 15 (2018), H. 1, URL: http://www.zeithistorische-forschungen.de/1-2018/id=5574, Druckausgabe: S. 173-183.

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Haus der europäischen Geschichte, Brüssel

Bildnachweis: By Eddie Young, Paris (JSWD Architekten, Köln und Chaix & More, Paris) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons 

Buchpräsentation [Münster: 17.01.2018]: Deutschland und die Niederlande über die europäische Integration seit 1990

Am 17. Januar 2018 findet um 19 Uhr in der Bibliothek im Haus der Niederlande (Alter Steinweg 6/7, 48143 Münster) die Vorstellung des Buches Europa zur Diskussion. Deutschland und die Niederlande über die europäische Integration seit 1990 statt.

Aus dem Ankündigungstext:

„Im Mittelpunkt dieser Abendveranstaltung steht der von Mitarbeitern des Zentrums für Niederlande-Studien sowie der Rijksuniversiteit Groningen und der Universiteit Leiden herausgegebene und unter dem Dach der Landeszentrale für politische Bildung NRW publizierte Sammelband „Europa zur Diskussion: Deutschland und die Niederlande über die europäische Integration seit 1990“. Renommierte Forscherinnen und Forscher aus den Niederlanden und Deutschland befassen sich darin mit EU-Diskursen in den Regierungen und parteipolitischen Standpunkten bezüglich der EU in beiden Ländern. Zudem liegt der Fokus der Autoren auf der öffentlichen Meinung hinsichtlich der EU und der Haltung der Sozialpartner über die EU in den Niederlanden und Deutschland. Im Anschluss an die Präsentation des Bandes besteht die Möglichkeit, mit den Herausgebern über die genannten Themen zu diskutieren.“

Der Eintritt ist frei. Nähere Informationen finden Sie hier.

Europäisches Parlament in Straßburg

Bildnachweis: © European Union 2016 – European Parliament (CC BY-NC-ND 2.0, via flickr

Tagungsbericht: Belgien und Europa. 1. Belgientag am BELZ [Paderborn, 09.05.2017]

Fast ein Jahr ist es her, dass an der Universität Paderborn das Belgienzentrum (BELZ) offiziell eröffnet worden ist. Am 9. Mai diesen Jahres, dem Europatag der Europäischen Union, hat hier unter dem Thema „Belgien und Europa“ erstmalig ein Belgientag stattgefunden.

Zunächst referierte mit Ghislain D’hoop der belgische Botschafter in Deutschland zum Tagungsthema, indem er den gegenwärtigen Zustand der Europäischen Union als das Resultat einer Integrationsdynamik zwischen Fortschritt und Enttäuschung beschrieb. Immer wieder hätte es Momente gegeben, in denen sich die europäische Zusammenarbeit scheinbar in einer Sackgasse befunden habe, weil einzelne Mitgliedsstaaten tiefer gehende Integrationsschritte nicht hätten mittragen können oder wollen. Immer wieder seien aber auch Auswege aus diesen Situationen gefunden worden. So müsse man auch gegenwärtig Wege finden, um den aktuellen Herausforderungen zu begegnen. Das derzeit viel diskutierte Modell eines Europas der verschiedenen Geschwindigkeiten sei übrigens u.a. durch die Eurozone und den Schengen-Raum de facto längst Realität.

Es folgten zwei Kurzvorträge von Paderborner Promovenden. Marie Weyrich sprach zu „Blau ist eine warme Farbe. Die besondere Verwendung einer Farbe durch Julie Maroh“. Sebastian Bischoff referierte zu „Kriegsziel Belgien. Annexionsdebatten und nationale Feindbilder in der deutschen Öffentlichkeit (1914-1918)“.

Nach der Mittagspause, in der verschiedene Anbieter belgischer Spezialitäten sich im Zentrum der Campusuniversität präsentieren durften, war es dann an den offiziellen Vertretern der gliedstaatlichen Ebenen Belgiens, ihre Sicht auf das Tagungsthema vorzutragen. Es sprachen Julie Bynens (Generaldelegierte der Regierung Flanderns bei der EU), Anna Quadflieg (Vertreterin Ostbelgiens, der Französischen Gemeinschaft und der Wallonischen Region in Berlin) sowie Luc Paque (Vertreter der Föderation Wallonie-Brüssel bei der EU). Hierbei wurden die feinen Unterschiede in ihren innerbelgischen und europapolitischen Auffassungen deutlich. Gleichzeitig wurde auf diesem Weg so manchem deutschen Zuhörer die Komplexität des politischen Systems Belgiens einmal mehr vor Augen geführt. Insgesamt, so Volker Peckhaus als Dekan der Fakultät für Kulturwissenschaften, sei Belgien eben nicht nur als Beispiel für den berühmten belgischen Konsens so spannend, sondern auch für den Umgang mit Einheit in Vielfalt.

Abgerundet wurde der Tag durch ein Konzert des belgischen Jazz-Duos SCHNTZL, ausgerichtet von der belgischen Botschaft.

Schließlich weisen wir gerne darauf hin, dass es ab dem Wintersemester 2017/18 allen Studierenden der Universität Paderborn möglich sein wird, ein Belgienzertifikat zu erwerben. Hier finden Sie mehr Informationen (PDF-Datei).

 

„Belgien und Europa“ war das Thema des ersten Belgientags am BELZ in Paderborn

Bildnachweis: Bernhard Liemann/FID Benelux

Veranstaltung [Paderborn, 09.05.2017]: Erster Belgientag am BELZ

Unter dem Thema „Belgien und Europa“ findet am 9. Mai 2017 der erste Belgientag am Belgienzentrum (BELZ) an der Universität Paderborn statt.

Hier finden Sie das Programm als PDF-Datei.

Anmeldungen nimmt Frau Martina Welling entgegen.

Logo Belgienzentrum (BELZ)

Bildnachweis: © Belgienzentrum (BELZ)

Gegenseitige Arbeitsbesuche vom deutschen Bundespräsidenten und niederländischen Königspaar im Nachbarland

An diesem Freitag endet eine intensive Besuchswoche der deutschen und niederländischen Staatsoberhäupter im jeweiligen Nachbarland.

Auf einer seiner letzten Auslandsreisen als Bundespräsident besuchte Joachim Gauck zum Auftakt der Woche das Königreich der Niederlande. Bereits kurz nach seinem Amtsantritt 2012 hatte er das westliche Nachbarland besucht und in Breda als erstes ausländisches Staatsoberhaupt am 5. Mai die zentrale Rede zum Befreiungstag mit dem Titel „Befreiung feiern – Verantwortung leben“ gehalten, die Sie hier nachlesen können.

Das Besuchsprogramm vom 6. und 7. Februar 2017 begann mit einem Abendessen im Paleis Noordeinde in Den Haag. Die Tischrede des Bundespräsidenten können Sie hier nachlesen. Nachdem am zweiten Tag zunächst ein Besuch im Museum Mauritshuis auf dem Programm stand, ging es weiter in die limburgische Provinzhauptstadt Maastricht. Anlässlich des 25jährigen Jubiläums des Vertrags von Maastricht hielt Joachim Gauck eine europapolitische Rede, die Sie hier nachlesen können. Gleichzeitig wurde ihm die Ehrendoktorwürde der Universität Maastricht verliehen. Im Vorfeld hatte der Bundespräsident mehreren europäischen Tageszeitungen – darunter auch NRC Handelsblad – ein Interview gegeben, welches Sie hier in deutscher und niederländischer Sprache finden.

Der deutsche Bundespräsident war noch nicht zurück in Berlin, da waren König Willem-Alexander und Königin Máxima der Niederlande bereits auf dem Weg nach Eisenach. Der jährlich absolvierte Besuch verschiedener deutscher Bundesländer führte das niederländische Königspaar diesmal nach Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Hier finden Sie die Reden des Königs in Weimar, Leipzig und Wittenberg. Da diese drei Reden auf Deutsch gehalten wurden, können Sie diese auf den jeweiligen Seiten auch in der deutschsprachigen Version nachlesen. Die königliche Visite endet heute mit einem Besuch von Schloss Oranienbaum.

Feierlichkeiten zum Befreiungstag am 5. Mai 2012 in Breda. V.l.n.r.: Ministerpräsident Mark Rutte, König Willem-Alexander (damals noch "Prins van Oranje"), Bundespräsident Joachim Gauck und die damalige Vorsitzende des Nationaal Comité 4 en 5 mei, Joan Leemhuis-Stout

Feierlichkeiten zum Befreiungstag am 5. Mai 2012 in Breda. V.l.n.r.: Ministerpräsident Mark Rutte, König Willem-Alexander (damals noch „Prins van Oranje“), Bundespräsident Joachim Gauck und die damalige Vorsitzende des Nationaal Comité 4 en 5 mei, Joan Leemhuis-Stout

Bildnachweis: von Minister-president Rutte from Nederland (Bevrijdingsdag) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons