Rezension: Sobich / Bischoff – Feinde werden

Susanne Kuß hat bei H-Soz-Kult folgenden Titel rezensiert:

Sobich, Frank Oliver; Bischoff, Sebastian: Feinde werden. Zur nationalen Konstruktion existenzieller Gegnerschaft: Drei Fallstudien. Berlin 2015. ISBN 978-3-86331-154-4

Aus der Rezension: „Sobich und Bischoff untersuchen den metropolitanen Presse-Diskurs zum Boxerkrieg in China (1900/01), zum Herero- und Nama-Krieg in Deutsch-Südwestafrika (1904–07) und zum so genannten Franktireurkrieg in Belgien (August/September 1914), einem Teilkonflikt des Ersten Weltkrieges.“

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Rezensionen mit Benelux-Bezug: sehepunkte Nr. 18 (2018), 7/8

Stefanie Neidhardt rezensiert in den aktuellen sehepunkten Montserrat Herrero / Jaume Aurell / Angela C. Miceli Stout (Hgg.): Political Theology in Medieval and Early Modern Europe. Discourses, Rites, and Representations (= Medieval and Early Modern Political Theology; Vol. 1), Turnhout: Brepols Publishers NV 2017. Hierin ist ein beneluxbezogener Beitrag enthalten mit dem Titel „Interpretation of Scriptures as Theological-Political Act in Baruch Spinoza and John Locke“ (Montserrat Herrero).

Cinzia Grifoni bespricht Bernhard Hollick: Anonymi Epternacensis Glossae in logicam. Studie mit kritischer Edition der Texte (= Rarissima medievalia. Opera latina; Vol. V), Münster: Aschendorff 2015.

Stefanie Neidhardt rezensiert Aude Mairey / Solal Abélès / Fanny Madeline (Hgg.): „Contre-Champs“. Études offertes à Jean-Philippe Genet (= Polen-Pouvoirs, Lettres, Normes; 4), Paris: Classiques Garnier 2016. Hierin ist ein beneluxbezogener Beitrag enthalten mit dem Titel „La noblesse du bas Moyen Âge face à l’usure, une forme de protection du réseau vassalique et du domaine seigneurial. L’exemple de la famille de Béthune dans le comté de Flandre (1202-1244)“ (Jean-François Cauche).

Matthias Schnettger bespricht Matthias Pohlig / Michael Schaich (Hgg.): The War of the Spanish Succession. New Perspectives (= Studies of the German Historical Institute London), Oxford: Oxford University Press 2018. Hierin ist ein beneluxbezogener Beitrag enthalten mit dem Titel „Speed and Security. Infrastructuring the English Postal Service to the Low Countries during the War of the Spanish Succession“ (Matthias Pohlig).

Christoph Brüll rezensiert Sebastian Bischoff: Kriegsziel Belgien. Annexionsdebatten und nationale Feindbilder in der deutschen Öffentlichkeit, 1914-1918 (= Historische Belgienforschung; Bd. 4), Münster: Waxmann 2018.

Nikolas Dörr bespricht Eckart Conze / Martin Klimke / Jeremy Varon (Hgg.): Nuclear Threats, Nuclear Fear and the Cold War of the 1980s (= Publications of the German Historical Institute Washington D.C.), Cambridge: Cambridge University Press 2017. Hierin ist ein beneluxbezogener Beitrag enthalten mit dem Titel „A Case of „Hollanditis“. The Interchurch Peace Council in the Netherlands and the Christian Peace Movement in Western Europe“ (Sebastian Kalden).

Ludwika Lengert rezensiert Lydia Rosía Dorn: Diplomatenporträts der Frühen Neuzeit. Botschafter und Gesandte in der Malerei von Tizian über Van Dyck bis Aved (= Kunstwissenschaftliche Studien; Bd. 193), Berlin: Deutscher Kunstverlag 2017.

Tagungsbericht [Zürich, 31.01.-02.02.2018]: Global War, Global Connections, Global Moments

Auf H-Soz-u-Kult ist ein Tagungsbericht von Thomas Schmutz und Matthew Kovac über die Konferenz Global War, Global Connections, Global Moments erschienen, die vom 31. Januar bis zum 2. Februar 2018 an der Universität Zürich stattgefunden hat.

Hierin wird auch über die folgenden Präsentationen mit Benelux-Bezug berichtet:

  • Karla Vanraepenbusch (CegeSoma, Brüssel): Le Mémorial interallié, un ‘mémorial de la paix’ qui exprime cependant un refus de démobiliser les esprits
  • Georgi Verbeeck (Maastrich University and University of Leuven): Remembering the First World War in Belgium. From National to Global Perspectives.
  • Maartje Abbenhuis (University of Auckland): Global war, global Switzerland. Neutrals at the heart of the First World War.
  • Michael Auwers (University of Antwerp): Away with Neutrality. The ‚Colonial‘ Coup of Belgian Diplomacy during the First World War.
  • Elisabeth Marie Piller (Norwegian University of Science and Technology): The Great War and the Power of Neutrality. The Commission for Relief in Belgium and the Global Public ‘Conscience’.

Hier geht es zum Tagungsbericht auf H-Soz-u-Kult.

Call for Papers [Deadline 07.06.2018]: „Where do we go from here?“ [Brüssel, 13.09.2018]

Am 13. September 2018 findet am Campus Brussel der KU Leuven das eintägige Symposium „Where do we go from here?” statt. Inhaltlich beschäftigt es sich mit den belgischen Flüchtlingen während des Ersten Weltkriegs.

Aus dem CfP:

„The aim of this one-day symposium is […] to position the displacement and temporary settlement of Belgian refugees during the First World War within a double framework. Firstly, within the context of the Centenary period and its local projects or academic output papers are invited that expand existing knowledge and/or that provide context and analysis to ongoing research. Secondly, the symposium aims to open up new pathways into the histories of the respective Belgian refugee communities, more in particular within a comparative context or with a focus on legacy.

Papers are welcomed that provide a perspective on existing research, elaborate on ongoing projects or uncover further primary sources on Belgian refugees. Papers can be holistic as well as interdisciplinary, taking from research such as memory studies, reception studies, trauma studies and linguistic research, but not exclusively. Although the conference aims to reflect on past (hi)stories, contributions that relate historical research Belgian refugees to current-day refugee situations are equally encouraged to submit. The event will very likely focus mainly on Belgian refugees in exile in the UK and on those in the Netherlands.“

Beitragsvorschläge können noch bis zum 7. Juni 2018 eingereicht werden.

Zum Call for Papers

Leo Gestel: Vluchtende Belgen, 1914

Bildnachweis: Leo Gestel [Public domain], via Wikimedia Commons

Call for Papers [Deadline 31.05.2018]: Belgisch-deutscher Historikerdialog

In Kooperation zwischen der Université catholique de Louvain (UCL, Louvain-la-Neuve) und der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland beim Königreich Belgien (Brüssel) findet vom 12. bis 15. September 2018 in der Nähe der westflämischen Stadt Ypern ein belgisch-deutscher Historikerdialog statt unter dem Titel Erinnerung an den Ersten Weltkrieg nach vier Jahren Gedenken ein wiederkehrendes Ritual oder mehr?

Belgische und deutsche Doktorandinnen und Doktoranden mit Forschungsarbeiten über den Ersten Weltkrieg sind angesprochen, sich bis zum 31.05.2018 für eine aktive Teilnahme unter der Mailadresse ku-1-di@brue.diplo.de zu bewerben.

Zum Call for Papers

Der deutsche Soldatenfriedhof Vladslo mit der Figurengruppe „Trauerndes Elternpaar“ von Käthe Kollwitz

Bildnachweis: By Davidh820 [CC BY-SA 3.0], from Wikimedia Commons

Neuerscheinungen Reihe „Historische Belgienforschung“

Gerne machen wir Sie auf folgende drei Neuerscheinungen aufmerksam, die in diesem Jahr in der vom „Arbeitskreis Historische Belgienforschung“ herausgegebenen Reihe „Historische Belgienforschung“ erschienen sind:

Zitat aus dem Klappentext: „Pursuing Whiteness in the Colonies offers a new comprehension of colonial history from below by taking remnants of individual agencies from a whiteness studies perspective. It highlights the experiences and perceptions of colonisers and how they portrayed and re-interpreted their identities in Africa. The transcolonial approach is based on egodocuments from Belgian, German and Swedish men and women who migrated to Central Africa for reasons like a love for adventure, social betterment, new gender roles, or the conviction that colonising was their patriotic duty.“

Zitat aus dem Klappentext: „Am 4. August 1914 marschierten deutsche Truppen in das neutrale Belgien ein und wähnten sich einer vermeintlich bestialisch kämpfenden belgischen Zivilbevölkerung gegenüber. Es entstanden, heute nahezu vergessen, antibelgische Feindbilder, die in der Anfangszeit des Ersten Weltkriegs in der deutschen Medienöffentlichkeit weithin Verbreitung fanden. „Belgische Grausamkeit“ entwickelte sich zum geflügelten Wort, und Belgien wurde – laut dem Herausgeber der liberalen Vossischen Zeitung – zur „größten Gefahr, die es für Deutschland geben kann“. Die Forderungen überschlugen sich: Das Land müsse unter deutsche Kontrolle gestellt, wenn nicht gar annektiert werden, und eine breite Öffentlichkeit diskutierte die Vertreibung der örtlichen Bevölkerung, ihre „Ausräumung“, um Vergeltung zu üben oder um Siedlungsland bereitzustellen.“

Zitat aus dem Klappentext: „Mit seiner Äußerung über Belgien als „beautiful city“ konnte der spätere US-Präsident Donald Trump 2016 einen ungewollten Satireerfolg feiern. Trumps Bemerkung fiel in einer Zeit, als Belgien auf Grund islamistischer Terroranschläge in die internationalen Schlagzeilen geraten war. Spuren dieser Ereignisse verwiesen auch auf die jüngste Vergangenheit des Landes. Kenntnisse über belgische Geschichte sind im deutschsprachigen Raum jedoch noch immer verhältnismäßig gering. In diesem Sammelband vereinigt der 2012 gegründete Arbeitskreis Historische Belgienforschung erneut die auf zwei seiner Workshops vorgestellten Forschungsergebnisse von Historikerinnen und Historikern, aber auch von Vertreterinnen und Vertretern aus anderen kultur- und geisteswissenschaftlichen Disziplinen. Der zeitliche Rahmen der Beiträge erstreckt sich vom Ende des 17. Jahrhunderts bis in die unmittelbare Gegenwart. Einen besonderen Schwerpunkt bildet der Erste Weltkrieg, in dem Belgien eine besondere Rolle spielte.“

Bildnachweis: Coverabbildung mit freundlicher Genehmigung des Waxmann Verlags

Konferenz [Zürich, 31.01.-02.02.2018]: Global War, Global Connections, Global Moments

Vom 31.01. bis 02.02.2018 findet unter dem Titel Global War, Global Connections, Global Moments an der Universität Zürich eine internationale Konferenz zum Ersten Weltkrieg statt.

Im Programm finden sich zahlreiche Beiträge mit dezidiertem Benelux-Bezug:

  • Karla Vanraepenbusch (CegeSoma, Brüssel): Le Mémorial interallié, un ‘mémorial de la paix’ qui exprime cependant un refus de démobiliser les esprits
  • Georgi Verbeeck (Maastrich University and University of Leuven): Remembering the First World War in Belgium. From National to Global Perspectives.
  • Maartje Abbenhuis (University of Auckland): Global war, global Switzerland. Neutrals at the heart of the First World War.
  • Michael Auwers (University of Antwerp): Away with Neutrality. The ‚Colonial‘ Coup of Belgian Diplomacy during the First World War.
  • Elisabeth Marie Piller (Norwegian University of Science and Technology): The Great War and the Power of Neutrality. The Commission for Relief in Belgium and the Global Public ‘Conscience’.

Anmeldungen werden noch bis zum 30.01.2018 unter der Mailadresse global.war.conference@gmail.com entgegen genommen.

Hier finden Sie mehr Informationen zur Konferenz.