Call for Papers [Deadline 07.06.2018]: „Where do we go from here?“ [Brüssel, 13.09.2018]

Am 13. September 2018 findet am Campus Brussel der KU Leuven das eintägige Symposium „Where do we go from here?” statt. Inhaltlich beschäftigt es sich mit den belgischen Flüchtlingen während des Ersten Weltkriegs.

Aus dem CfP:

„The aim of this one-day symposium is […] to position the displacement and temporary settlement of Belgian refugees during the First World War within a double framework. Firstly, within the context of the Centenary period and its local projects or academic output papers are invited that expand existing knowledge and/or that provide context and analysis to ongoing research. Secondly, the symposium aims to open up new pathways into the histories of the respective Belgian refugee communities, more in particular within a comparative context or with a focus on legacy.

Papers are welcomed that provide a perspective on existing research, elaborate on ongoing projects or uncover further primary sources on Belgian refugees. Papers can be holistic as well as interdisciplinary, taking from research such as memory studies, reception studies, trauma studies and linguistic research, but not exclusively. Although the conference aims to reflect on past (hi)stories, contributions that relate historical research Belgian refugees to current-day refugee situations are equally encouraged to submit. The event will very likely focus mainly on Belgian refugees in exile in the UK and on those in the Netherlands.“

Beitragsvorschläge können noch bis zum 7. Juni 2018 eingereicht werden.

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Leo Gestel: Vluchtende Belgen, 1914

Bildnachweis: Leo Gestel [Public domain], via Wikimedia Commons

Call for Papers [Deadline 31.05.2018]: Belgisch-deutscher Historikerdialog

In Kooperation zwischen der Université catholique de Louvain (UCL, Louvain-la-Neuve) und der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland beim Königreich Belgien (Brüssel) findet vom 12. bis 15. September 2018 in der Nähe der westflämischen Stadt Ypern ein belgisch-deutscher Historikerdialog statt unter dem Titel Erinnerung an den Ersten Weltkrieg nach vier Jahren Gedenken ein wiederkehrendes Ritual oder mehr?

Belgische und deutsche Doktorandinnen und Doktoranden mit Forschungsarbeiten über den Ersten Weltkrieg sind angesprochen, sich bis zum 31.05.2018 für eine aktive Teilnahme unter der Mailadresse ku-1-di@brue.diplo.de zu bewerben.

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Der deutsche Soldatenfriedhof Vladslo mit der Figurengruppe „Trauerndes Elternpaar“ von Käthe Kollwitz

Bildnachweis: By Davidh820 [CC BY-SA 3.0], from Wikimedia Commons

Neuerscheinungen Reihe „Historische Belgienforschung“

Gerne machen wir Sie auf folgende drei Neuerscheinungen aufmerksam, die in diesem Jahr in der vom „Arbeitskreis Historische Belgienforschung“ herausgegebenen Reihe „Historische Belgienforschung“ erschienen sind:

Zitat aus dem Klappentext: „Pursuing Whiteness in the Colonies offers a new comprehension of colonial history from below by taking remnants of individual agencies from a whiteness studies perspective. It highlights the experiences and perceptions of colonisers and how they portrayed and re-interpreted their identities in Africa. The transcolonial approach is based on egodocuments from Belgian, German and Swedish men and women who migrated to Central Africa for reasons like a love for adventure, social betterment, new gender roles, or the conviction that colonising was their patriotic duty.“

Zitat aus dem Klappentext: „Am 4. August 1914 marschierten deutsche Truppen in das neutrale Belgien ein und wähnten sich einer vermeintlich bestialisch kämpfenden belgischen Zivilbevölkerung gegenüber. Es entstanden, heute nahezu vergessen, antibelgische Feindbilder, die in der Anfangszeit des Ersten Weltkriegs in der deutschen Medienöffentlichkeit weithin Verbreitung fanden. „Belgische Grausamkeit“ entwickelte sich zum geflügelten Wort, und Belgien wurde – laut dem Herausgeber der liberalen Vossischen Zeitung – zur „größten Gefahr, die es für Deutschland geben kann“. Die Forderungen überschlugen sich: Das Land müsse unter deutsche Kontrolle gestellt, wenn nicht gar annektiert werden, und eine breite Öffentlichkeit diskutierte die Vertreibung der örtlichen Bevölkerung, ihre „Ausräumung“, um Vergeltung zu üben oder um Siedlungsland bereitzustellen.“

Zitat aus dem Klappentext: „Mit seiner Äußerung über Belgien als „beautiful city“ konnte der spätere US-Präsident Donald Trump 2016 einen ungewollten Satireerfolg feiern. Trumps Bemerkung fiel in einer Zeit, als Belgien auf Grund islamistischer Terroranschläge in die internationalen Schlagzeilen geraten war. Spuren dieser Ereignisse verwiesen auch auf die jüngste Vergangenheit des Landes. Kenntnisse über belgische Geschichte sind im deutschsprachigen Raum jedoch noch immer verhältnismäßig gering. In diesem Sammelband vereinigt der 2012 gegründete Arbeitskreis Historische Belgienforschung erneut die auf zwei seiner Workshops vorgestellten Forschungsergebnisse von Historikerinnen und Historikern, aber auch von Vertreterinnen und Vertretern aus anderen kultur- und geisteswissenschaftlichen Disziplinen. Der zeitliche Rahmen der Beiträge erstreckt sich vom Ende des 17. Jahrhunderts bis in die unmittelbare Gegenwart. Einen besonderen Schwerpunkt bildet der Erste Weltkrieg, in dem Belgien eine besondere Rolle spielte.“

Bildnachweis: Coverabbildung mit freundlicher Genehmigung des Waxmann Verlags

Konferenz [Zürich, 31.01.-02.02.2018]: Global War, Global Connections, Global Moments

Vom 31.01. bis 02.02.2018 findet unter dem Titel Global War, Global Connections, Global Moments an der Universität Zürich eine internationale Konferenz zum Ersten Weltkrieg statt.

Im Programm finden sich zahlreiche Beiträge mit dezidiertem Benelux-Bezug:

  • Georgi Verbeeck (Maastrich University and University of Leuven): Remembering the First World War in Belgium. From National to Global Perspectives.
  • Maartje Abbenhuis (University of Auckland): Global war, global Switzerland. Neutrals at the heart of the First World War.
  • Michael Auwers (University of Antwerp): Away with Neutrality. The ‚Colonial‘ Coup of Belgian Diplomacy during the First World War.
  • Elisabeth Marie Piller (Norwegian University of Science and Technology): The Great War and the Power of Neutrality. The Commission for Relief in Belgium and the Global Public ‘Conscience’.

Anmeldungen werden noch bis zum 30.01.2018 unter der Mailadresse global.war.conference@gmail.com entgegen genommen.

Hier finden Sie mehr Informationen zur Konferenz.

Belgien 1914: Debatte in der Weltkriegsforschung

Nachdem die Neuerscheinung von Ulrich Keller Schuldfragen. Belgischer Untergrundkrieg und deutsche Vergeltung im August 1914 (Paderborn, 2017) auf einer Tagung der Universität Potsdam am 27.10.2017 kritisch diskutiert worden ist (siehe hierzu den Tagungsbericht von Bastian Matteo Scianna auf H-Soz-Kult), liefert Markus Pöhlmann im Portal Militärgeschichte einen Debattenbeitrag mit dem Titel Habent sua fata libelli. Zur Auseinandersetzung um das Buch „German Atrocities 1914“.

Hier finden Sie den Beitrag im Portal Militärgeschichte.

Außerdem hat Jakob Müller unter dem Titel Aus dem Hinterhalt in Der Freitag vom 16.11.2017 eine Besprechung von Kellers Schuldfragen veröffentlicht. Hier finden Sie die Rezension in Der Freitag.

Nachtrag 31.01.2018:

Lothar Wieland hat unter dem Titel Nötige Bemerkungen zu einer überflüssigen Debatte einen Beitrag in The European Magazine vom 22.12.2017 veröffentlicht. Hier finden Sie den Beitrag von Lothar Wieland.

Hier finden Sie einen Beitrag von Sven Felix Kellerhoff in der „Welt“ vom 16.01.2018, flankiert von einem Interview mit dem Militärhistoriker Sönke Neitzel.

Tagung [Potsdam, 27.10.2017]: German Atrocities 1914 – Revisited

Am 27.10.2017 findet an der Universität Potsdam die Tagung „German Atrocities 1914 – Revisited“ statt. Es handelt sich um eine Kooperationsveranstaltung der Universität Potsdam, der Universität Würzburg und der Freien Universität Berlin.

Unmittelbarer Anlass ist eine Publikation des Kunsthistorikers Ulrich Keller (University of California, Santa Barbara), die jüngst unter dem Titel „Schuldfragen. Belgischer Untergrundkrieg und deutsche Vergeltung im August 1914“ erschienen ist. Nach der Präsentation des Autors folgen Kommentare von John Horne, Alan Kramer, Peter Lieb, Axel Tixhon, Oswald Überegger, Larissa Wegner und Alexander Watson.

Detaillierte Informationen zum Programm finden Sie im Flyer (PDF).

Nähere Informationen und Anmeldung unter sekretariat-militaergeschichte@uni-potsdam.de.

Löwen, September 1914

Bildnachweis: © IWM (Q 53271)

Tagungsbericht : Occupations in the Age of Total War. [22.-23.06.2017, Canterbury]

Auf H-Soz-u-Kult ist ein Tagungsbericht von Oli Parken über die Konferenz „Occupations in the Age of Total War. Micro Perspectives and Transnational Research“ erschienen, die am 22. und 23. Juni 2017 in Canterbury stattgefunden hat.

Veranstalter waren das Centre for the Study of War, Propaganda and Society (University of Kent) und die Vakgroep Geschiedenis (Universiteit Gent) in Kooperation mit dem CegeSoma (Brüssel) und dem NIOD (Amsterdam). Thematisch beschäftigten sich zahlreiche Vorträge mit den Besatzungen der Beneluxländer im Ersten und Zweiten Weltkrieg.

Hier geht es zum Tagungsbericht auf H-Soz-u-Kult.