Tagung [06.-08.10.2017, Vogelsang/Schleiden]: NS-Großanlagen und Naturschutz. Beispiele Westwall und ehemalige „NS-Ordensburg“ Vogelsang in der Eifel


Vom 6. bis zum 8. Oktober 2017 findet im Forum Vogelsang IP die Tagung „NS-Großanlagen und Naturschutz – Beispiele Westwall und ehemalige ‚NS-Ordensburg‘ Vogelsang in der Eifel“ statt. Folgende Beiträge dürften vor allem für Benelux-Historiker/innen von besonderem Interesse sein:

  • Karola Fings (Köln): Der „Westwall“. Strategische und ideologische Bedeutung in der NS-Zeit und Nachwirkungen heute
  • Stefan Wunsch (Vogelsang): Vogelsang als internationaler Platz im Nationalpark Eifel. Informationsort über die NS-Zeit
  • Christoph A. Rass (Osnabrück): Das „Schlachtfeld Hürtgenwald“ als Schauplatz und Erinnerungsort
  • Carlo Lejeune (Büllingen): Umgang mit Spuren der NS-Zeit in Ostbelgien

Anmeldeschluss ist der 22. September 2017. Die Teilnahmegebühr beträgt 80 Euro. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl empfiehlt sich eine frühzeitige Anmeldung per E-Mail an poststelle@nua.nrw.de oder per Fax an 02361/ 305-3340.

Alternativ finden Sie hier ein Anmeldeformular online.

Dieser Link führt Sie zum vollständigen Programm.

Ehemalige „NS-Ordensburg“ Vogelsang in der Eifel

Bildnachweis: Hans Weingartz, building by Clemens Klotz [CC BY-SA 2.0 DE], via Wikimedia Commons

Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens lanciert Standortmarke „Ostbelgien“


Aktuell berichtet Tagesschau.de über die Umbenennung der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens in „Ostbelgien“. Hier können Sie den Artikel lesen bzw. den zugrunde liegenden Radiobeitrag des WDR hören.

Seit dem Frühjahr 2017 werben die Regierung und das Ministerium bereits mit der Standortmarke Ostbelgien, wie der öffentlich-rechtliche Belgische Rundfunk (BRF) am 16. März 2017 berichtet:

Der Begriff ist nicht neu, nun soll „Ostbelgien“ aber gezielt als Marke eingesetzt werden, um den Wirtschafts- und Lebensstandort bekannt zu machen. Unternehmer, Kulturschaffende, Vereinigungen und andere Interessenten können sich dieser Marke anschließen. In erster Linie soll die Vermarktungsstrategie Ostbelgien als Wirtschafts- und Lebensstandort bekannt machen. Das geschieht ausdrücklich mit der deutschen Bezeichnung „Ostbelgien“. Sie tritt in der Außendarstellung an die Stelle des Kürzels DG für Deutschsprachige Gemeinschaft.“

Es überrascht nicht, dass diese Entscheidung im komplexen föderativen Gefüge des Königreichs Belgien für Konfliktstoff sorgt. So bezweifelt der wallonische Essayist und Rattachist Jules Gheude in seinem Kommentar Vous avez dit Ostbelgien?“ (La Libre, 6. April 2017), ob diese Umbenennung in Einklang mit der belgischen Verfassung steht.

Genau diese Zweifel scheint Ministerpräsident Oliver Paasch von der Regionalpartei ProDG bereits im Grenzecho vom 14. März 2017 ausräumen zu wollen, indem er betont: „Wir bleiben natürlich die Deutschsprachige Gemeinschaft. Das steht ja auch so in der Verfassung. Aber in der Außendarstellung stellen wir uns komplett unter das Dach Ostbelgien.

Das Nachrichtenportal Ostbelgiendirekt merkt hierzu an: „Was auf den ersten Blick nach Haarspalterei ausschaut, ist durchaus von Brisanz, denn rein formal könnte zum Beispiel ein Beschluss der Regierung oder des Parlaments, in dem von „Ostbelgien“ statt von der „Deutschsprachigen Gemeinschaft“ die Rede ist, angefochten werden.“ (Ostbelgiendirekt.be, 6. April 2017)

Die beiden flämischen Tageszeitungen De Standaard und De Morgen drucken zum Thema lediglich eine BELGA-Agenturmeldung ab.

Wer noch mehr über die „Standortmarke Ostbelgien“ wissen möchte, findet hier zwei Beiträge vom BRF vom 20. September 2016: „Ostbelgien“ anstelle von „DG“ und Hat „DG“ ausgedient?

Die Markenarchitektur für Ostbelgien finden Sie hier.

In diesem Kontext ebenfalls interessant ist ein Beitrag in Ostbelgiendirekt vom 29. November 2013: DG, Ostbelgien, Vennland: Wie sollen wir unser Gebiet eigentlich nennen?

Haus Grand Ry in Eupen, seit 1984 Regierungssitz der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien

Bildnachweis: By Eupen011.jpg: Frinck51, Private collection derivative work: Alupus (Eupen011.jpg) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

Premiere: Treffen der deutschsprachigen Staatsoberhäupter erstmals in Belgien [07.-08.09.2016]


Am 7. und 8. September 2016 hat in Belgien erstmals das Treffen der deutschsprachigen Staatsoberhäupter stattgefunden. Zwar werden diese informellen Arbeitstreffen bereits seit 2004 im turnusmäßigen Wechsel von der Schweiz, Österreich, dem Fürstentum Liechtenstein und der Bundesrepublik Deutschland organisiert, doch Belgien – wie Luxemburg seit 2014 zum Teilnehmerkreis gehörig – schlüpfte in diesem Jahr zum ersten Mal in die Gastgeberrolle.

Zum Auftakt traf man sich zum Abendessen auf Schloss Laeken in Brüssel. Für die Arbeitssitzungen reiste man in die Hauptstadt der Deutschsprachigen Gemeinschaft (DG) nach Eupen. Hier wird der hohe Besuch als Zeichen der Anerkennung König Philippes für die Dreisprachigkeit Belgiens und die Stellung der DG im belgischen Föderalstaat verstanden.

Hier finden Sie den Termin auf der Website des deutschen Bundespräsidialamtes.

Hier finden Sie den Termin auf der Website des belgischen Königshauses.

Hier finden Sie den Termin auf der Website der großherzoglichen Familie von Luxemburg.

Der Belgische Rundfunk hat das Treffen der deutschsprachigen Staatsoberhäupter zum Anlass genommen, sich im Staatsarchiv Eupen auf Spurensuche nach historischen Besuchen gekrönter Häupter in der Region zu machen. Das Ergebnis können Sie in diesem Artikel lesen.

"Belgien Belgique" Schild an der Grenze bei Küchelscheid (Gemeinde Bütgenbach) in der Deutschsprachigen Gemeinschaft

„Belgien Belgique“ Schild an der Grenze bei Küchelscheid (Gemeinde Bütgenbach) in der Deutschsprachigen Gemeinschaft

Bildnachweis: von G. Friedrich (Eigenes Werk) [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons

„Wissenschaftliches Institut Ostbelgien“ gegründet


Die Universitäten Leuven und Köln haben gemeinsam mit der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens am 23.5.2016 das Wissenschaftliche Institut Ostbelgien (WIO) in Eupen gegründet. Es soll zukünftig Anlaufstelle für Anfragen von Seiten der Wissenschaft und der Wirtschaft sein.

Lesen Sie mehr in der Pressemitteilung der Universität zu Köln und auf DGLive.

Neue Webseite des Belgischen Germanisten- und Deutschlehrerverbands


Der Belgische Germanisten- und Deutschlehrerverband hat eine neue Website und weist dort auch gleich auf die nächste Veranstaltung hin:

Die 43. Jahrestagung des BGDV findet am Samstag, dem 16. April 2016 im Europasaal des Ministeriums der DG in Eupen in statt. Sprecher sind Claus Altmayer (Herder-Institut Leipzig), Peter Quadflieg (Hessiches Landesarchiv Marburg), Christine Becker (Universität Stockholm) und Lesley Penné (Vrije Universiteit Brussel). Zum Abschluss des Tages liest der Schauspieler Martin Heckmann aus dem gerade neu aufgelegten Kriegsroman Golgatha des Eupener Schriftstellers Peter Schmitz (1887-1938).

Belgien ist kein gescheiterter Staat, könnte aber effizienter sein …


… sagt Oliver Paasch, Ministerpräsident der deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien, im Interview mit dem Deutschlandfunk.

Hier zum Nachlesen ….

Buchvorstellung [Eupen, 11.12.2015]: Grenzerfahrungen (Bd.2)


Der zweite Band der von Carlo Lejeune und David Engels herausgegebenen sechsteiligen Reihe „Grenzerfahrungen – Eine Geschichte der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgien“ wird am 11.12.2015 im Amtssitz des Ministerpräsidenten der DG in Eupen vorgestellt. Er trägt den Titel „Tuche, Töpfe, Theresianischer Kataster“ und beschäftigt sich mit der Zeit zwischen 1500 und 1794. Der Eintritt ist frei, es wird aber um Anmeldung telefonisch oder per Mail gebeten.

Details zur Veranstaltung finden Sie auf den Seiten von DGLive.

 

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