Tagung [10.-11.07.2017, Regensburg]: Supreme courts under Nazi occupation


Am 10. und 11. Juli 2017 veranstalten Derk Venema (Radbout Universiteit Nijmegen) und Martin Löhnig (Universität Regensburg) die DFG-geförderte Tagung „Supreme courts under Nazi occupation.

Aus dem Ankündigungstext:

Wie kann die Justiz den Primat des Rechts gegen politische Einflussnahme verteidigen? Diese Frage ist so alt wie Rechtsstaatlichkeit und unabhängige Justiz selbst. Einen wichtigen Beitrag zur Beantwortung dieser Frage kann der vergleichende Blick auf nationale Höchstgerichte in Europa in einer Zeit höchster Bedrohung der Rechtsstaatlichkeit leisten, nämlich zur Zeit der Besetzung Frankreichs, Belgiens, Hollands, Luxemburgs, Dänemarks und Norwegens im Zweiten Weltkrieg.“

Folgende Beiträge haben einen Benelux-Bezug:

  • Hof van Cassatie/Cour de cassation (Belgium)
    Françoise Muller (Université catholique de Louvain)
  • Hoge Raad der Nederlanden (Netherlands)
    Derk Venema (Radbout Universiteit Nijmegen)
  • Cour supérieure de justice (Luxembourg)
    Vincent Artuso (Universität Luxemburg)
  • Judges and Occupation
    Mélanie Bost (CegeSoma/Royal Military Academy, Brüssel)

Tagungsort ist die Künstlergarderobe beim Audimax der Universität Regensburg.

Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen werden erbeten an rechtskultur@ur.de.

Nähere Informationen finden Sie hier.

Rezension: Frits Boterman – Duitse daders. De jodenvervolging en de nazificatie van Nederland (1940–1945)


Johannes Koll hat bei H-Soz-Kult folgenden Titel rezensiert:

Boterman, Frits: Duitse daders. De jodenvervolging en de nazificatie van Nederland (1940–1945). Amsterdam: Uitgeverij De Arbeiderspers, 2015. ISBN 978-9-02950-486-7

Hier geht’s zur Rezension …

Gegenseitige Arbeitsbesuche vom deutschen Bundespräsidenten und niederländischen Königspaar im Nachbarland


An diesem Freitag endet eine intensive Besuchswoche der deutschen und niederländischen Staatsoberhäupter im jeweiligen Nachbarland.

Auf einer seiner letzten Auslandsreisen als Bundespräsident besuchte Joachim Gauck zum Auftakt der Woche das Königreich der Niederlande. Bereits kurz nach seinem Amtsantritt 2012 hatte er das westliche Nachbarland besucht und in Breda als erstes ausländisches Staatsoberhaupt am 5. Mai die zentrale Rede zum Befreiungstag mit dem Titel „Befreiung feiern – Verantwortung leben“ gehalten, die Sie hier nachlesen können.

Das Besuchsprogramm vom 6. und 7. Februar 2017 begann mit einem Abendessen im Paleis Noordeinde in Den Haag. Die Tischrede des Bundespräsidenten können Sie hier nachlesen. Nachdem am zweiten Tag zunächst ein Besuch im Museum Mauritshuis auf dem Programm stand, ging es weiter in die limburgische Provinzhauptstadt Maastricht. Anlässlich des 25jährigen Jubiläums des Vertrags von Maastricht hielt Joachim Gauck eine europapolitische Rede, die Sie hier nachlesen können. Gleichzeitig wurde ihm die Ehrendoktorwürde der Universität Maastricht verliehen. Im Vorfeld hatte der Bundespräsident mehreren europäischen Tageszeitungen – darunter auch NRC Handelsblad – ein Interview gegeben, welches Sie hier in deutscher und niederländischer Sprache finden.

Der deutsche Bundespräsident war noch nicht zurück in Berlin, da waren König Willem-Alexander und Königin Máxima der Niederlande bereits auf dem Weg nach Eisenach. Der jährlich absolvierte Besuch verschiedener deutscher Bundesländer führte das niederländische Königspaar diesmal nach Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Hier finden Sie die Reden des Königs in Weimar, Leipzig und Wittenberg. Da diese drei Reden auf Deutsch gehalten wurden, können Sie diese auf den jeweiligen Seiten auch in der deutschsprachigen Version nachlesen. Die königliche Visite endet heute mit einem Besuch von Schloss Oranienbaum.

Feierlichkeiten zum Befreiungstag am 5. Mai 2012 in Breda. V.l.n.r.: Ministerpräsident Mark Rutte, König Willem-Alexander (damals noch "Prins van Oranje"), Bundespräsident Joachim Gauck und die damalige Vorsitzende des Nationaal Comité 4 en 5 mei, Joan Leemhuis-Stout

Feierlichkeiten zum Befreiungstag am 5. Mai 2012 in Breda. V.l.n.r.: Ministerpräsident Mark Rutte, König Willem-Alexander (damals noch „Prins van Oranje“), Bundespräsident Joachim Gauck und die damalige Vorsitzende des Nationaal Comité 4 en 5 mei, Joan Leemhuis-Stout

Bildnachweis: von Minister-president Rutte from Nederland (Bevrijdingsdag) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

Rezension: Mark Spoerer – C&A. Ein Familienunternehmen in Deutschland, den Niederlanden und Großbritannien 1911–1961

9. ADNG/WDNG Workshop [Hamburg, 24.-25.03.2017]: Hafen, Metropole, Hinterland: Hamburg und Rotterdam im 20. Jahrhundert


Der Arbeitskreis Deutsch-Niederländische Geschichte /de Werkgroep Duits-Nederlandse geschiedenis (ADNG-WDNG) organisiert seit 2010 jährliche Workshops, um laufende Forschungsprojekte vorzustellen und kritisch zu diskutieren. Zeitlich liegt der Schwerpunkt des Arbeitskreises auf dem 20. Jahrhundert. Die Arbeitssprachen sind Deutsch, Niederländisch und Englisch.

Der diesjährige Workshop findet am 24./25. März 2017 in Kooperation mit der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH) statt und konzentriert sich auf stadtgeschichtliche Entwicklungen in Deutschland und den Niederlanden. Dabei werden speziell wirtschaftliche und soziale Entwicklungen in den beiden größten Seehafenstädten Rotterdam und Hamburg in den Blick genommen.

Die Tagung wird gefördert vom Duitsland Instituut Amsterdam (DIA).

Das Programm zum nunmehr 9. ADNG/WDNG-Workshop finden Sie hier.

Anmeldungen werden bis zum 12. März 2017 per E-Mail erbeten an Esther Helena Arens (Universität zu Köln) und Christoph Strupp (Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg).

 

Rotterdam, Oudehaven mit Witte Huis (1898) und Kubuswoningen (1984)

Rotterdam, Oudehaven mit Witte Huis (1898) und Kubuswoningen (1984)

Bildnachweis: Creative Commons CC0, Public Domain via pixabay

Nationaal Archief in Den Haag: Aufhebung der Sperrfrist für Archivgut 2017


Am heutigen 3. Januar 2017 begeht das Nationaal Archief in Den Haag seinen diesjährigen Openbaarheidsdag. An diesem Tag kann erstmalig ohne Einschränkung das Archivgut eingesehen werden, dessen Sperrfrist nach 25, 40 oder 75 Jahren nunmehr abgelaufen ist.

Wie das Nationaal Archief mitteilt, betreffen die neu geöffneten Archivbestände unter anderem die Verhandlungen zum Vertrag von Maastricht, die Hochzeit von Prinzessin Beatrix sowie die Teilnahme von niederländischen Kämpfern am Spanischen Bürgerkrieg.

Speziell für Forschende zu den deutsch-niederländischen Beziehungen scheinen unter anderem die folgenden Bestände interessant zu sein:

  • Wirtschaftsministerium: die Folgen der Deutschen Einheit für bilaterale Verträge zwischen dem Königreich der Niederlande und der BRD sowie der ehemaligen DDR, die Stationierung von niederländischen Truppen in der Bundesrepublik Deutschland sowie das endgültiges Aus für das deutsche Atomkraftwerk Kalkar am Niederrhein (alle 1991)
  • Außenministerium: internierte Deutsche auf Bonaire und Curaçao sowie in Niederländisch-Indien (1941), private Schadenersatzforderungen im Kontext von Kriegsschäden (2665 Umschläge, bis 1965)
  • Finanzministerium: Steuerfragen im Zusammenhang mit deutschen Truppen während der Besatzungszeit (1941/1942)

Hier finden Sie die vollständige Liste (PDF-Datei, 711 Seiten) mit allen Archivbeständen des Nationaal Archief, die seit Anfang 2017 neu einsehbar sind.

Vor einem Besuch können Sie über die Seite www.gahetna.nl bequem von zu Hause aus in den gesamten Beständen recherchieren und Archivgut zur Einsicht anfragen.

Das Archivgut kann ausschließlich im Lesesaal des Nationaal Archief in Den Haag eingesehen werden.

Tagungsbericht: 8. ADNG-Workshop – Occupied Societies in Western Europe: Conflict and Encounter in the 20th Century [Essen, 07.-08.07.2016]


Bei H-Soz-u-Kult ist ein Tagungsbericht von Ann-Kristin Glöckner und Bernhard Liemann über den 8. Workshop des Arbeitskreises Deutsch-Niederländische Geschichte (ADNG/WDNG) erschienen, der am 7. und 8. Juli 2016 in Kooperation mit dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen, dem Duitsland Instituut Amsterdam, dem Deutschen Historischen Institut Paris und der Bergischen Universität Wuppertal in Essen stattgefunden hat.

Der Titel des Workshops lautete: Occupied Societies in Western Europe: Conflict and Encounter in the 20th Century.

Hier geht es zum Tagungsbericht bei H-Soz-u-Kult.

Zum selben Workshop hat Markus Wegewitz einen Tagungsbericht geschrieben, der im eigenen Wissenschaftsblog des ADNG auf der Plattform Hypotheses.org erschienen ist.

Tagungsort des Workshops "Occupied Societies in Western Europe": das KWI in Essen

Tagungsort des Workshops „Occupied Societies in Western Europe“: das KWI in Essen

Bildnachweis: von KWI [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

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