Rezensionen mit Benelux-Bezug: sehepunkte Nr. 18 (2018), 10

Joachim Werz rezensiert in den aktuellen sehepunkten Andreas Büttner / Birgit Kynast / Gerald Schwedler u.a. (Hgg.): Nachahmen im Mittelalter. Dimensionen – Mechanismen – Funktionen (= Beihefte zum Archiv für Kulturgeschichte; Heft 82), Köln / Weimar / Wien: Böhlau 2018. Hierin ist der Beitrag „Altera Roma, soror Rome, Roma secunda. Romvergleich und Romimitation nördlich der Alpen während des Mittelalters“ (Lukas Clemens) enthalten, der sich mit der Imitation stadtrömischer Sakraltopographie u.a. in Lüttich beschäftigt.

Peter Dinzelbacher bespricht Albrecht Classen (Hgg.): Magic and Magicians in the Middle Ages and the Early Modern Time. The Occult in Pre-Modern Sciences, Medicine, Literature, Religion, and Astrology (= Fundamentals of Medieval and Early Modern Culture; Vol. 20), Berlin: de Gruyter 2017. Hierin ist ein beneluxbezogener Beitrag enthalten mit dem Titel „Magic in Jacob Cornelisz van Oostsanen’s Saul and the Witch of Endo“ (Martha Moffitt Peacock).

Valentin Portnykh rezensiert Danielle E. A. Park: Papal Protection and the Crusader. Flanders, Champagne, and the Kingdom of France, 1095-1222, Woodbridge / Rochester, NY: Boydell & Brewer 2018.

Ingeborg Wiesflecker-Friedhuber bespricht Gesa Wilangowski: Frieden schreiben im Spätmittelalter. Vertragsdiplomatie zwischen Maximilian I., dem römisch-deutschen Reich und Frankreich (= Ancien Régime. Aufklärung und Revolution; Bd. 44), Berlin / Boston: De Gruyter Oldenbourg 2017. Diese Hochschulschrift enthält Kapitel zur burgundischen Erbschaftsfrage im Rechtsdiskurs nach dem Tod Herzog Karls des Kühnen im Jahr 1477 sowie zu Waffenstillstandsversuchen am Beispiel der Stadt Tournai zwischen 1478 und 1480.

Ulrich Wyrwa rezensiert Ulrich Keller: Schuldfragen. Belgischer Untergrundkrieg und deutsche Vergeltung im August 1914. Mit einem Vorwort von Gerd Krumeich, Paderborn: Ferdinand Schöningh 2017.

Philippe Bordes bespricht Rolf Reichardt (Hg.): Lexikon der Revolutions-Ikonographie in der europäischen Druckgraphik (1789-1889), Münster: Rhema Verlag 2017. Hierin ist ein Beitrag mit dem Titel „Niederlande“ (Frans Grijzenhout) enthalten.

FID Benelux auf dem Historikertag

Das Team des Fachinformationsdienstes Benelux / Low Countries Studies (FID Benelux) freut sich auf den heute beginnenden 52. Deutschen Historikertag in Münster. Erstmals wurden die Niederlande als Partnerland des Historikertages ausgewählt.

Wir haben gerne an der Organisation des Partnerland-Programms mitgewirkt und werden auch selber einige Programmpunkte bestreiten. Hier ein Überblick der Veranstaltungen, an denen der FID Benelux direkt beteiligt ist:

Mittwoch, 26. September 2018, 15:00-17:00 Uhr, HS201, Domplatz 23: FID Benelux (Sektionsleitung), Deutsch-niederländische Geschichtsnetzwerke. Erfahrungen – Beobachtungen – Perspektiven (Podium)

Aus dem Veranstaltungstext:

„Wo manifestieren sich die Kontakte mit Historikern aus dem Partnerland der Niederlande besser als in den bestehenden deutsch-niederländischen Geschichtsnetzwerken? Wir bringen einige von ihnen an einen Tisch: den „Arbeitskreis Deutsch-Niederländische Geschichte“ (ADNG), den „Deutsch-Niederländischen Arbeitskreis für Adelsgeschichte“ und das „Geschichtsnetzwerk für den Norden der Niederlande und Nordwestdeutschland“ sowie das Zentrum für Niederlande-Studien als Repräsentant binationaler Forschung und Lehre. Worin liegt der wissenschaftliche Mehrwert dieser grenzüberschreitenden Geschichtsnetzwerke? Wo kann man voneinander lernen? Was sind typische Fallstricke? Wozu braucht man in Zukunft noch deutsch-niederländische Geschichtsnetzwerke?
Nach einer Kurzpräsentation der vertretenen Netzwerke sollen diese Fragen den Kern einer Podiumsdiskussion bilden.“

Mittwoch, 26. September 2018, 19:30 Uhr, Haus der Niederlande, Alter Steinweg 6/7: Brücken bauen. Ein Diskussionsabend mit Geert Mak (Sonderveranstaltung),

Aus dem Veranstaltungstext:

„Der niederländische Autor Geert Mak ist kein Fachhistoriker, aber ohne Zweifel seit vielen Jahren der erfolgreichste Verfasser historischer Darstellungen zur niederländischen Geschichte, die auch in Deutschland hohe Auflagen erreichen (z.B. „Das Jahrhundert meines Vaters“, „Die vielen Leben des Jan Six“ und die von der Bundeszentrale für politische Bildung vertriebene „Geschichte der Niederlande“). Über seinen Weg zur Geschichte, seine Arbeitsweise, seine Themenwahl und sein Erfolgsrezept (und was Fachhistoriker davon lernen können) diskutiert Geert Mak, der 2014 die Ehrendoktorwürde der Philosophischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität erhielt, in der Bibliothek des Hauses der Niederlande mit dem Publikum.

Der Diskussion mit Geert Mak geht eine Kurzpräsentation des Zentrums für Niederlande-Studien an der WWU durch den Direktor Prof. Dr. Friso Wielenga sowie des Fachinformationsdienstes Benelux / Low Countries Studies durch seine Leiterin Ilona Riek voraus.“

Mittwoch bis Freitag, 26.-28. September 2018, 9-18 Uhr, „Marktplatz“ im LWL-Museum für Kunst und Kultur, Domplatz 10

Auf dem „Marktplatz“ präsentieren wir uns gemeinsam mit Forschungsinstituten aus den Niederlanden und Deutschland, die einen Schwerpunkt im Bereich niederländische Geschichte haben.

Das Team des FID Benelux erreichen Sie hier zu folgenden Zeiten:

Mittwoch: 11:00-13:00 Uhr
Donnerstag: 9:00-15:00 Uhr
Freitag: 9:00-18:00 Uhr

Wir freuen uns auf Ihren Besuch an unserem Stand!

 

Probesitzen am FID-Stand auf dem Markplatz im LWL-Museum

Bildnachweis: FID Benelux

Tagungsbericht: Contested Borders?

Auf H-Soz-Kult ist ein Tagungsbericht von Larissa Kraft und Christina Neuberger über die Konferenz Contested Borders? Practising Empire, Nation and Region in the Nineteenth and Twentieth Centuries erschienen, die vom 26. bis zum 28. April 2018 am Deutschen Historischen Institut London stattgefunden hat.

Hierin wird auch über die folgende Präsentation mit Benelux-Bezug berichtet:

  • Anne Winter (Vrije Universiteit Brussel): Non-nationals between Belonging and Expulsion: Cities and ‘Foreigners’ in the Formative Years of the Belgian Kingdom, 1830-1880s

Hier geht es zum Tagungsbericht auf H-Soz-Kult.

Tagung [Osnabrück, 10.-12.10.2018]: Konfliktlandschaften

Vom 10. bis zum 12. Oktober 2018 findet die Jahrestagung des Arbeitskreises Militärgeschichte in Kooperation mit der Arbeitsgruppe interdisziplinäre Konfliktlandschaftsforschung der Universität Osnabrück sowie dem Museum und Park Kalkriese statt. Das diesjährige Thema lautet: „Konfliktlandschaften. Militärgeschichte im interdisziplinären Dialog“.

Im Programm findet sich ein Beitrag mit dezidiertem Benelux-Bezug:

  • Philipp Teichfischer (Magdeburg): Deutsche Ärzte im niederländischen Militärdienst des 19. und 20. Jahrhunderts – ein Beitrag zum „deutschen Präkolonialismus“

Hier finden Sie mehr Informationen zur Tagung.

Tagungsort: Schloss Osnabrück

Bildnachweis: By Quersus [CC BY-SA 3.0 ], from Wikimedia Commons

Stellenangebot [Leuven, Deadline 21.07.2018]: Post-Doc-Stelle Kulturgeschichte

An der Onderzoeksgroep Cultuurgeschiedenis vanaf 1750 der Katholieke Universiteit Leuven ist eine Postdoktorandenstelle im Projekt B-magic. The Magic Lantern and its Cultural Impact as Visual Mass Medium in Belgium (1830-1940) zu besetzen.

Bewerbungsschluss ist der 21.07.2018.

Zur vollständigen Stellenausschreibung …

Universiteitsbibliotheek der KU Leuven am Mgr. Ladeuzeplein

Bildnachweis: Athenchen [GFDL or CC-BY-SA-3.0], from Wikimedia Commons 

Tagung [Le Mans, 05.-06.06.2018]: Noblesses en exil

Am 5. und 6. Juni 2018 findet an der Le Mans Université eine internationale Tagung unter dem Titel Noblesses en exil. Les migrations nobiliaires entre la France, l’Empire et l’Europe centrale (XVe-XIXe siècle) statt.

Im Programm finden sich zwei Beiträge mit dezidiertem Benelux-Bezug:

  • Luc Duerloo (Universiteit Antwerpen): La Cour de Bruxelles au début du XVIIe siècle. L’auberge de nobles en exil?
  • Bertrand Goujon (Université de Reims Champagne-Ardenne): Émigration ou (ré)implantation? Les princes et ducs d’Arenberg dans les États des Habsbourg à la charnière des XVIIIe et XIXe siècles

Hier finden Sie mehr Informationen zur Tagung.

Historikertag [25.-28.09.2018, Münster]: Fachsektionen zum Partnerland Niederlande

Vom 25. bis 28. September 2018 findet der 52. Deutsche Historikertag an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster unter dem Motto „Gespaltene Gesellschaften“ statt. Das diesjährige Partnerland werden die Niederlande sein.

Heute haben wir Ihnen einen Überblick der Veranstaltungen mit Niederlande-Bezug in den Fachsektionen zusammengestellt. Die zahlreichen Sonderveranstaltungen mit Niederlande-Bezug im wissenschaftlichen Begleitprogramm sowie die verschiedenen Aktivitäten des FID Benelux auf dem Historikertag werden wir Ihnen in Kürze in gesonderten Blogbeiträgen präsentieren.

Mittelalter

Neuere und Neueste Geschichte

Zeitgeschichte

Epochenübergreifend

Doktorandenforum

  • Lisa Korge (Konstanz): Kolonialer Straßenbau in Niederländisch-Indien

 

Der Historikertag 2018 ist mit Social-Media-Auftritten auf Twitter und Facebook vertreten.

Hier finden Sie das vollständige Programm des Historikertages 2018 im Überblick.

Anmeldungen sind ab sofort möglich unter diesem Link (bis zum 14. August ohne Nachmeldegebühr, danach bis zum 23. September 2018 mit 25 € Nachmeldegebühr).

Münster Prinzipalmarkt

Bildnachweis: Bernhard Liemann/FID Benelux