Gouden Griffel 2018 für Annet Schaap

Der Gouden Griffel, der Preis für das beste ursprünglich niederländischsprachige Kinderbuch, geht in diesem Jahr an Annet Schaap für das Werk Lampje (Querido). Sie erhielt den Preis im Rahmen der Eröffnung der 64. Kinderboekenweek.

Mehr Informationen hierzu lesen Sie hier auf der Website der Stichting Collectieve Propaganda van het Nederlandse Boek (CPNB).

Annet Schaap (2018)

Bildnachweis: By Vysotsky (Wikimedia) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

FID Benelux auf dem Historikertag

Das Team des Fachinformationsdienstes Benelux / Low Countries Studies (FID Benelux) freut sich auf den heute beginnenden 52. Deutschen Historikertag in Münster. Erstmals wurden die Niederlande als Partnerland des Historikertages ausgewählt.

Wir haben gerne an der Organisation des Partnerland-Programms mitgewirkt und werden auch selber einige Programmpunkte bestreiten. Hier ein Überblick der Veranstaltungen, an denen der FID Benelux direkt beteiligt ist:

Mittwoch, 26. September 2018, 15:00-17:00 Uhr, HS201, Domplatz 23: FID Benelux (Sektionsleitung), Deutsch-niederländische Geschichtsnetzwerke. Erfahrungen – Beobachtungen – Perspektiven (Podium)

Aus dem Veranstaltungstext:

„Wo manifestieren sich die Kontakte mit Historikern aus dem Partnerland der Niederlande besser als in den bestehenden deutsch-niederländischen Geschichtsnetzwerken? Wir bringen einige von ihnen an einen Tisch: den „Arbeitskreis Deutsch-Niederländische Geschichte“ (ADNG), den „Deutsch-Niederländischen Arbeitskreis für Adelsgeschichte“ und das „Geschichtsnetzwerk für den Norden der Niederlande und Nordwestdeutschland“ sowie das Zentrum für Niederlande-Studien als Repräsentant binationaler Forschung und Lehre. Worin liegt der wissenschaftliche Mehrwert dieser grenzüberschreitenden Geschichtsnetzwerke? Wo kann man voneinander lernen? Was sind typische Fallstricke? Wozu braucht man in Zukunft noch deutsch-niederländische Geschichtsnetzwerke?
Nach einer Kurzpräsentation der vertretenen Netzwerke sollen diese Fragen den Kern einer Podiumsdiskussion bilden.“

Mittwoch, 26. September 2018, 19:30 Uhr, Haus der Niederlande, Alter Steinweg 6/7: Brücken bauen. Ein Diskussionsabend mit Geert Mak (Sonderveranstaltung),

Aus dem Veranstaltungstext:

„Der niederländische Autor Geert Mak ist kein Fachhistoriker, aber ohne Zweifel seit vielen Jahren der erfolgreichste Verfasser historischer Darstellungen zur niederländischen Geschichte, die auch in Deutschland hohe Auflagen erreichen (z.B. „Das Jahrhundert meines Vaters“, „Die vielen Leben des Jan Six“ und die von der Bundeszentrale für politische Bildung vertriebene „Geschichte der Niederlande“). Über seinen Weg zur Geschichte, seine Arbeitsweise, seine Themenwahl und sein Erfolgsrezept (und was Fachhistoriker davon lernen können) diskutiert Geert Mak, der 2014 die Ehrendoktorwürde der Philosophischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität erhielt, in der Bibliothek des Hauses der Niederlande mit dem Publikum.

Der Diskussion mit Geert Mak geht eine Kurzpräsentation des Zentrums für Niederlande-Studien an der WWU durch den Direktor Prof. Dr. Friso Wielenga sowie des Fachinformationsdienstes Benelux / Low Countries Studies durch seine Leiterin Ilona Riek voraus.“

Mittwoch bis Freitag, 26.-28. September 2018, 9-18 Uhr, „Marktplatz“ im LWL-Museum für Kunst und Kultur, Domplatz 10

Auf dem „Marktplatz“ präsentieren wir uns gemeinsam mit Forschungsinstituten aus den Niederlanden und Deutschland, die einen Schwerpunkt im Bereich niederländische Geschichte haben.

Das Team des FID Benelux erreichen Sie hier zu folgenden Zeiten:

Mittwoch: 11:00-13:00 Uhr
Donnerstag: 9:00-15:00 Uhr
Freitag: 9:00-18:00 Uhr

Wir freuen uns auf Ihren Besuch an unserem Stand!

 

Probesitzen am FID-Stand auf dem Markplatz im LWL-Museum

Bildnachweis: FID Benelux

Historikertag [25.-28.09.2018, Münster]: Wissenschaftliches Begleitprogramm zum Partnerland Niederlande

Nachdem wir uns im Blogbeitrag vom 4. Mai 2018 zunächst auf die Veranstaltungen zum Partnerland Niederlande
in den Fachsektionen konzentriert hatten, bieten wir Ihnen heute einen Überblick über die verschiedenen Sonderveranstaltungen mit Niederlande-Bezug im wissenschaftlichen Begleitprogramm.

Die verschiedenen Aktivitäten des FID Benelux auf dem Historikertag werden wir Ihnen in Kürze in einem gesonderten Blogbeitrag präsentieren.

  • Dienstag, 25. September 2018, 18:30-20:30 Uhr im H1: Eröffnungsfeier
    • Eröffnung: Eva Schlotheuber (Vorsitzende des VHD e.V.)
    • Grußwort: Armin Laschet (Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen)
    • Festrede: Khadija Arib (Voorzitter van de Tweede Kamer der Staten-Generaal)
    • Festrede: Wolfgang Schäuble (Präsident des Deutschen Bundestages)
    • Grußwort: Johannes Wessels (Rektor der WWU Münster)
    • Grußwort: Ulrich Bongertmann (Vorsitzender der VGD e.V.)

Aus dem Veranstaltungstext:

„Der niederländische Autor Geert Mak ist kein Fachhistoriker, aber ohne Zweifel seit vielen Jahren der erfolgreichste Verfasser historischer Darstellungen zur niederländischen Geschichte, die auch in Deutschland hohe Auflagen erreichen (z.B. „Das Jahrhundert meines Vaters“, „Die vielen Leben des Jan Six“ und die von der Bundeszentrale für politische Bildung vertriebene „Geschichte der Niederlande“). Über seinen Weg zur Geschichte, seine Arbeitsweise, seine Themenwahl und sein Erfolgsrezept (und was Fachhistoriker davon lernen können) diskutiert Geert Mak, der 2014 die Ehrendoktorwürde der Philosophischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität erhielt, in der Bibliothek des Hauses der Niederlande mit dem Publikum.

Der Diskussion mit Geert Mak geht eine Kurzpräsentation des Zentrums für Niederlande-Studien an der WWU durch den Direktor Prof. Dr. Friso Wielenga sowie des Fachinformationsdienstes Benelux / Low Countries Studies durch seine Leiterin Ilona Riek voraus.“

Aus dem Veranstaltungstext:

„Der Startpunkt der Führung ist das Haus der Niederlande. Diese akademische Einrichtung befindet sich im alten Krameramtshaus, das im Gegensatz zum größten Teil der Innenstadt die Bombenangriffe während des Zweiten Weltkriegs unversehrt überstanden hat. Im Haus der Niederlande besuchen wir die Bibliothek und das Kaminzimmer, wo 1648 niederländische und spanische Diplomaten ein Friedensabkommen erreichten. Anschließend gehen wir zum Lambertikirche. Am Turm befinden sich die Käfige aus der Zeit der Täufer. Hierin wurden die Leichname der Anführer der Täufer nach der Hinrichtung zur Schau gestellt. Das nächste Ziel ist der Dom; der Besuch ist mit einer Führung durch das Gotteshaus verbunden. Vom Dom gehen wir zum Rathaus und besuchen den Friedenssaal. In diesem Saal fand 1648 die Unterzeichnung des Westfälischen Friedens statt. Letzte Station der Stadtführung ist das Stadtmuseum; von dort kehren wir zum Haus der Niederlande zurück.“

Prinzipalmarkt in Münster

Bildnachweis: Bernhard Liemann/FID Benelux

Nelleke Noordervliet erhält Constantijn Huygens-prijs 2018

Der von der Jan Campert-stichting verliehene Constantijn Huygens-prijs geht in diesem Jahr an Nelleke Noordervliet. Sie erhält den mit 10.000 € dotierten Literaturpreis für ihr literarisches Gesamtwerk.

Mehr Informationen …

Nelleke Noordervliet (2009)

Bildnachweis: By nelleke noordervliet [CC BY-SA 3.0 ], via Wikimedia Commons

Vortrag [Münster, 27.09.2018]: Britta Bendieck – Armando, ein Künstler auf der Grenze

Britta Bendieck (Universiteit van Amsterdam) hält am 27. September 2018 um 17 Uhr einen Vortrag mit dem Titel Armando – ein Künstler auf der Grenze.

Der Vortrag findet in der Bibliothek im Haus der Niederlande statt (Alter Steinweg 6/7, 48143 Münster).

Aus dem Ankündigungstext:

„Hätte man dem niederländischen Maler, Schriftsteller und Journalisten Armando (1929 – 2018) in den 1970er-Jahren das Angebot gemacht, als Botschafter zwischen den Kulturen den deutsch-niederländischen Versöhnungsprozess zu unterstützen, hätte er dies sicherlich zurückgewiesen. Anhand ausgewählter Beispiele aus seinem Oeuvre wird im Vortrag gezeigt, wie seine Erfahrungen und Beobachtungen, die er als Kind während der nationalsozialistischen Besatzungszeit sowie als Kunstschaffender im geteilten Berlin der 1980er-Jahre machte, zum Auslöser und zugleich Motor seines künstlerischen Schaffens wurden. Armando avancierte unbeabsichtigt zu einer wichtigen Figur im deutsch-niederländischen Kulturtransfer der Nachkriegsjahrzehnte. Durch Konfrontation, ein fortlaufendes Abstecken und Überschreiten von Grenzen, gelang es dem Künstler bis heute, immer wieder beim Rezipienten eine Auseinandersetzung mit den eigenen Wahrnehmungs- und Erinnerungsmustern zu provozieren.

Der Vortrag bietet zugleich eine Einführung in die Ausstellung „Armando – Grenzgänger“, die eine Auswahl aus Armandos Bild- und Wortkunst vor dem Hintergrund des aktuellen Themas ‚Grenze‘ mit Blick auf das zerrissene und gespaltene Europa zeigt.“

Die Ausstellung „Armando – Grenzgänger“ können Sie bereits ab Mittwoch, den 26. September bis Sonntag, den 28. Oktober 2018 besuchen. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 12 bis 18 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 10 bis 16 Uhr.

Hier finden Sie mehr Informationen zur Ausstellung „Armando – Grenzgänger“.

Hier finden Sie mehr Informationen zum Vortrag „Armando – ein Künstler auf der Grenze“.

Bitte beachten Sie bei Ihren Planungen, dass zeitgleich zum Vortrag der diesjährige Historikertag mit dem Partnerland Niederlande in Münster stattfindet. Der Besuch von Ausstellung und Vortrag ist auch ohne Anmeldung beim Historikertag möglich.

Bildnachweis: © Armando/Zentrum für Niederlande-Studien

Workshop [Dresden, 15.-16.11.2018]: BodenKulturen. Interdisziplinäre Perspektiven

Am 15. und 16. November 2018 findet im Europäischen Zentrum der Künste in Dresden-Hellerau (Festspielhaus) der Workshop „BodenKulturen. Interdisziplinäre Perspektiven“ statt. Veranstalter sind das Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde in Kooperation mit angelas e.V. (Arbeitsgemeinschaft für Nachhaltigkeit, Geschlechterforschung, Entwicklungs-, Land- und Agrarsoziologie).

Im Programm findet sich ein Beitrag mit Niederlande-Bezug:

  • Margreet van der Burg (Wageningen University & Research): Netherlands feeds itself! Gender and the Campaign “Productieslag” through Land Use Intensification for Food Security under Nazi Occupation, 1941

Hier finden Sie mehr Informationen zum Workshop.

Sie können sich bis zum 8. November 2018 über diesen Link online anmelden.

Festspielhaus Hellerau

Bildnachweis: By Stephan Floß (Authorized by the author.) [CC BY 4.0 ], via Wikimedia Commons

Rezensionen mit Benelux-Bezug: sehepunkte Nr. 18 (2018), 9

Richard Broome rezensiert in den aktuellen sehepunkten John Hines / Nelleke IJssennager (Hgg.): Frisians and their North Sea Neighbours. From the Fifth Century to the Viking Age, Woodbridge: Boydell Press 2017.

Constance Hoffman Berman bespricht Kathryn E. Salzer: Vaucelles Abbey. Social, Political, and Ecclesiastical Relationships in the Borderland Region of the Cambrésis, 1131-1300 (= Medieval Monastic Studies; Vol. 2), Turnhout: Brepols Publishers NV 2017.

Andreas Hilger rezensiert Helmut Müller-Enbergs / Thomas Wegener Friis (Hgg.): DDR-Spionage. Von Albanien bis Großbritannien (= Analysen zu Sicherheitsfragen; Bd. 6), Frankfurt: Verlag für Polizeiwissenschaft 2018. Hierin sind zwei belgienbezogene Beiträge enthalten mit den Titeln „DDR-Spionage in Belgien“ (Kristof Clerix) und „Quellen der DDR-Spionage in Belgien“ (Helmut Müller-Enbergs).

Christian Drobe bespricht Philipp Heßeler: Grundlose Gestaltung: Kunstphilosophische Überlegungen zu Schelling und Mondrian (= Konstellationen – die Philosophie und die Künste), München: Wilhelm Fink 2017.