Early Modern Pamphlets Online (TEMPO) & Knuttel


Unsere Umfrage Fachinformationsdienst Benelux / Low Countries Studies (siehe dazu den ViFa Benelux-Blog-Bericht vom 12.08.2015) förderte einige interessante Details zum Literatur- und Informationsbedarf der von uns angesprochenen Zielgruppe zutage. Auf einen Aspekt davon würden wir heute gerne etwas näher eingehen:

Sowohl bei der Frage nach Produkten, für die zukünftig eine überregionale FID-Lizenz als sinnvoll erachtet wurde als auch bei der Frage nach Werken, die zur Digitalisierung vorgeschlagen werden konnten, wurden TEMPO: Early Modern Pamphlets Online bzw. die darin enthaltene Knuttel-Flugschriftensammlung genannt.

Uns haben diese Antworten insofern überrascht, als dass Early Modern Pamphlets Online (TEMPO) – Dutch Pamphlets bereits seit 2009 als Nationallizenz verfügbar ist und damit problemlos in den meisten wissenschaftlichen Bibliotheken genutzt werden kann. Einzelpersonen mit ständigem Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland können sich darüber hinaus persönlich für einen kostenlosen Zugriff registrieren lassen, falls ihnen der Zugang über ein Universitätsnetz bzw. über ihre wissenschaftliche Bibliothek nicht zur Verfügung steht. Zu den in TEMPO enthaltenen Flugschriften gehört übrigens neben der Knuttel-Sammlung der Königlichen Bibliothek in Den Haag auch die Van Alphen-Sammlung der Universitätsbibliothek Groningen.

Wie sind die in der Umfrage geäußerten Wünsche nun zu interpretieren? Wir können uns im wesentlichen zwei Gründe hierfür vorstellen:

  1. Die jeweiligen Umfrageteilnehmer/innen waren nicht über die Existenz der Nationallizenz informiert. Wenn dem so sein sollte, fühlen wir uns bestärkt in unserer Strategie, bestimmte Aspekte der Informationsversorgung in gewissen Abständen immer einmal wieder aufzugreifen. In diesem Sinne verlinken wir hier auf eine Liste sämtlicher Nationallizenz-Angebote. Vielleicht ist ja noch etwas Neues und/oder Interessantes für Sie dabei!
  2. Die Umfrageteilnehmer/innen befürchteten, dass das Angebot der Nationallizenzen zurückgezogen werden könnte. In dieser Hinsicht können wir Sie beruhigen: Die Lizenzen wurden für eine zeitlich unbegrenzte Nutzung abgeschlossen.

Lesen Sie zum Thema Nationallizenzen auch unsere Blognachrichten:

Im Datenbank-Infosystem der ViFa Benelux sind alle Nationallizenzen durch ein blaues Icon mit der Aufschrift “DFG” gekennzeichnet.

 

Nationallizenzen

 

Open-Access-Artikel werden häufiger in Wikipedia zitiert


Die meisten von uns benutzen Wikipedia fast täglich und das – Hand auf’s Herz – durchaus auch für die schnelle Faktenrecherche im wissenschaftlichen Kontext. Wie schön, wenn einem dort dann nur einen Klick entfernt der schnelle Zugriff auf zitierfähige Quellen geboten wird, z.B. in Form von Artikeln aus Open-Access-Zeitschriften.

Doch nicht nur das: Wie jetzt im Rahmen einer Studie nachgewiesen wurde, werden Open-Access-Journale mit einer 47% höheren Wahrscheinlichkeit in Wikipedia zitiert als Closed-Access-Zeitschriften.  Ein Grund mehr, als wissenschaftliche/r Autor/in oder Herausgeber/in von Zeitschriften über Möglichkeiten der Open-Access-Publikation nachzudenken, um die eigenen Forschungsergebnisse bzw. die betreffende Zeitschrift sichtbarer zu machen und besser zu verbreiten.

Lesen Sie zu diesem Thema:

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Neu im Web: Farbfilme über Niederländisch-Indien


In unserer Vorstellung ist die Kolonialgeschichte Niederländisch-Indiens vor allem schwarz-weiß, denn der Farbfilm setzte sich erst ab den vierziger Jahren des letzten Jahrhunderts allmählich durch.

NPO Geschiedenis hat nun jedoch in verschiedenen Archiven Farbfilme ausgegraben, die ein im wahrsten Sinne des Wortes “buntes” Bild vom Alltagsleben in der ehemaligen niederländischen Kolonie bis zur japanischen Besetzung 1941 vermitteln.

Mehr dazu auf der NPO Geschiedenis-Seite Nederlands-Indië in kleur. Geschiedenis vastgelegd in unieke kleurenbeelden.

Film über die Edition der Gruuthusehandschrift


Anlässlich der kürzlich erfolgten Veröffentlichung der kritischen Ausgabe der Gruuthusehandschrift hat das Huygens Instituut ein 15-minütiges Video über die Problematik der wissenschaftlichen Edition veröffentlicht:

 

Delpher: Suchtipps für Fortgeschrittene


Es ist wieder einmal an der Zeit, ein paar Worte über Delpher, das hervorragende Suchportal für digitalisierte Texte zu verlieren, das insbesondere für historisch orientierte Recherchen zu empfehlen ist. Mit aktuell gut einer Million niederländischen Büchern, Zeitungen und Zeitschriften ist Delpher ist ein wahres Füllhorn an historischen Quellen – ein Füllhorn zudem, dessen Inhalt von Jahr zu Jahr stets umfangreicher wird.

Vieles findet man in Delpher direkt über eine Eingabe von Suchwörtern auf der Startseite. Wer jedoch etwas präziser suchen oder große Treffermengen gezielt eingrenzen möchte, tut gut daran, sich etwas näher mit den unterschiedlichen Suchmöglichkeiten auseinanderzusetzen.

Heute möchten wir Sie daher auf ein Video aufmerksam machen, in dem die erweiterte Suche in Delpher sehr anschaulich erläutert wird. Hierbei geht es um das Suchen mit Platzhaltern (Wildcards), Booleschen Operatoren wie AND, OR und NOT sowie einiges andere mehr. Die hier vorgestellten Suchtipps können in ähnlicher Form in vielen anderen Datenbanken angewandt werden. Daher hat der kurze Film (2:33 Minuten) einen ganz besonderen Mehrwert für alle, die daran interessiert sind, ihre allgemeine Recherchekompetenz zu erweitern und gezielter zu guten Ergebnissen zu kommen.

Hier der Film “Zoeken met operatoren in Delpher”:

Noch mehr Informationen zur Suche in Delpher finden Sie in der Delpher-Zoekhulp.

Wer erst einmal mit den Basics zur Literaturrecherche beginnen möchte, ist übrigens gut bedient mit dem allgemein gehaltenen Video Recherchefahrplan für wissenschaftliches Arbeiten.

Linktipp: Histomaps von NPO Geschiedenis


NPO Geschiedenis, das Geschichtsportal des niederländischen öffentlichen Rundfunks, bietet verschiedene interaktive historische Karten an. Die auf der Grundlage von Google Maps erstellten Histomaps gibt es momentan zu folgenden Themen:

  

Hier z.B. eine filmische Dokumentation über Walcheren aus dem Jahr 1921 aus der touristischen Zeitmaschine:

“Derby Holland-België”: neues Sommerprogramm von Radio 1 Belgien


Radio 1 überträgt jeden Samstag im Juli und August zwischen 11 und 13 Uhr eine neue Sendung “Holland-België, een verbale en vriendschappelijke derby der lage landen”.

Den Anfang machte am 4. Juli – natürlich – das Thema Sprache. Die Sendung, in der der niederländische Dialektforscher Jan Stroop und der flämische Linguist Koen Jaspert die Frage “Sprechen wir eigentlich noch die selbe Sprache?” diskutieren, kann man noch nachträglich anhören in der Mediathek von Radio 1.

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