Beitrag in „ttt – titel, thesen, temperamente“ zur Geschichte von Neutral-Moresnet


Im Kulturmagazin „ttt – titel, thesen, temperamente“ zeigte die ARD gestern den Beitrag „Ein vergessener Staat wird besichtigt – die Geschichte von Neutral-Moresnet. Hierin wurden zwei Bücher vorgestellt, die nun in deutscher Übersetzung vorliegen:

  • Philip Dröge: Niemandsland. Die unglaubliche Gechichte von MORESNET, einem Ort, den es eigentlich gar nicht geben durfte. Aus dem Niederländischen von Christiane Burkhardt. München/Berlin/Zürich, 2017.
  • David Van Reybrouck: Zink. Deutsch von Waltraud Hüsmert. Berlin, 2017.

Noch bis zum 25.06.2018 können Sie den Beitrag hier in der ARD Mediathek ansehen.

Gerne weisen wir Sie darüber hinaus auf zwei Radiobeiträge hin, die sich mit „Philip Dröge: Niemandsland“ (WDR 4) und „David Van Reybrouck: Zink“ (SWR 2) befassen.

Postkarte des Neutralen Gebiets Moresnet, um 1900

Bildnachweis: von Unbekannt [Public domain], via Wikimedia Commons

Stundenbuch der Maria von Geldern online


Seit Montag ist es online: Das Stundenbuch der Maria von Geldern (Maria van Gelre)!

Das Stundenbuch gilt als eines der Hauptwerke der niederländischen Buchmalerei. Dank einer Crowdfunding-Aktion (siehe unser Bericht vom 05.04.2016) konnten die erforderlichen Mittel für die Untersuchung und Restaurierung der Handschrift eingeworben werden. Die digitalisierte Präsentation der Handschrift erfolgte in Zusammenarbeit zwischen der Staatsbibliothek zu Berlin, der Radboud Universiteit und dem Museum het Valkhof in Nimwegen.

Mehr zu diesem Projekt: http://www.ru.nl/mariavangelre | Direktlink zum Digitalisat des Stundenbuchs

 

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Bildnachweis: By Master of Mary of Guelders, working in Nijmegen (Web Gallery of Art: Image Info about artwork) [Public domain], via Wikimedia Commons

Zeitungsartikel über deutsche Deserteure in den Niederlanden, 1914-1917


Die Königliche Bibliothek in Den Haag erzählt die Geschichte deutscher Deserteure, die während des Ersten Weltkriegs in die Niederlande flüchteten, auf der Grundlage historischer Zeitungsartikel. Diese liegen in Delpher in digitalisierter Form vor.

Hier geht es zum Artikel Duitse deserteurs in Nederland, 1914-1917.

 

Delpher nun auch mit regionalen Zeitungsdatenbanken


Delpher bietet seit 2013 einen Zugriff auf mehrere Millionen digitalisierter Texte aus historischen niederländischen Büchern, Zeitungen und Zeitschriften sowie Radiobulletins und ist damit eine wahre Schatzgrube für die Forschung.

Der mittels Delpher durchsuchbare Bestand wächst stetig weiter. So gliedert sich die Delpher-Zeitungssammlung seit kurzem in zwei Teile: die ungefähr elf Millionen Seiten umfassende Basissammlung sowie die neu hinzugekommene Sammlung „Externe Zeitungsdatenbanken“ (nl. „Externe Krantenbanken“). Letztere besteht aus fünf regionenbezogenen Datenbanken, die aus dem Archief Eemland, der Krantenbank Zeeland, dem Noord-Hollands Archief, dem Regionaal Archief Alkmaar und dem Waterlands Archief stammen. Die betreffenden Digitalisate liegen weiterhin auf den Webseiten der jeweiligen Einrichtungen; sie sind jedoch gemeinsam mit allen anderen Datenbeständen in Delpher durchsuchbar.

Der Bestand „Externe Krantenbanken“ kann über die Dropdown-Liste links vom Suchschlitz auf der Delpher-Startseite ausgewählt werden. Wer an dieser Stelle keine Auswahl trifft, sucht im gesamten Delpher-Bestand.

Eine beispielhafte Delpher-Suche in den regionalen Zeitungsdatenbanken mit dem Suchbegriff „Koninginnedag“ veranschaulicht den enormen Zugewinn an Datenmaterial. Sie fördert aktuell nicht weniger als 7.331 Treffer zutage, darunter z.B. :

 

 

BELGIUM WWII – Eine virtuelle Plattform zum Zweiten Weltkrieg


Wie das CegeSoma mitteilte, wird bei ihnen zur Zeit im Bereich Public History auf Hochtouren an einer neuen virtuellen Plattform zum Zweiten Weltkrieg namens „BELGIUM WWII“ gearbeitet, die gegen Ende September 2017 online gehen soll.

Aus dem Ankündigungstext:

At a time when reliable information on sensitive subjects seems more important than ever, CegeSoma is developing a virtual platform on Belgium and its inhabitants during the Second World War. […][…][…]

Today, answers to questions are mostly looked for online. Through digital media, this federal project wants to provide the three language communities with quality information on our wartime history. The website will be online at the end of September 2017 with multilingual content (Dutch, French and partly German) on two main themes:

  • Collaboration and repression. The website wants to shed some light on this delicate subject, while trying to defuse and explain it. The purpose is to dispel the myths that still dominate this issue.
  • Justice. The functioning of the Belgian justice is confronted with the justice of the German occupier. How did the occupier intend to maintain order in the country ? Did he receive help of the Belgian magistrates?

At a later stage, Belgium WWII wants to raise other issues, such as daily life and food supply in time of war, the resistance…“

Hier können Sie mehr über das Projekt „BELGIUM WWII“ erfahren.

Das Gebäude des CEGESOMA am Luchtvaartsquare/Square de l’Aviation in Brüssel

Bildnachweis: von Brigade Piron (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Bibliothek für Zeitgeschichte: Tagebuch von Otto von Emmich digitalisiert


Die zur Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart gehörende Bibliothek für Zeitgeschichte (BfZ) besitzt eine der größten Sammlungen zum Ersten Weltkrieg in Europa. Nun hat die BfZ das Tagebuch von Otto von Emmich digitalisiert, von dem nur noch zwei Abschriften existieren.

In seiner Einleitung zum Tagebuch von Otto von Emmich schreibt Christian Westerhoff:

General der Infanterie Albert Theodor Otto von Emmich (1848-1915) gehört heute zu den umstrittenen deutschen Militärs des Ersten Weltkriegs. Seit 1909 führte er das X. Armeekorps in Hannover. Gleich zu Beginn des Krieges war er maßgeblich an der Einnahme der Stadt Lüttich beteiligt, die für die Einhaltung des Schlieffenplans wichtig war und den Durchmarsch der deutschen Armee nach Nordfrankreich ermöglichte. Für diese militärische Aktion erhielt er als erster deutscher Offizier während des Krieges den höchsten Orden Pour le Mérite. Mehrere Denkmäler erinnern bis heute an ihn. Straßen, Plätze sowie die Schule für Feldjäger und den Stabsdienst der Bundeswehr in Hannover wurden nach ihm benannt. Historiker werfen ihm jedoch vor, beim Überfall deutscher Truppen auf das neutrale Belgien im Jahr 1914 an Kriegsverbrechen beteiligt gewesen zu sein.“

Der Standort der maschinengeschriebenen Tagebuchabschrift lautet: Bibliothek für Zeitgeschichte, Lebensdokumentensammlung, Bestand N60.13.

Hier gelangen Sie zum digitalisierten Tagebuch.

Open-Access-Zeitschriften im Fach Geschichte: TSEG und Studium


Heute möchten wir Sie auf zwei Open-Access-Zeitschriften für das Fach Geschichte aufmerksam machen:

TSEG/ The Low Countries Journal of Social and Economic History (ehemals auch bekannt unter dem niederländischen Titel: Tijdschrift voor Sociale en Economische Geschiedenis) ist die wichtigste niederländisch-flämische Zeitschrift auf dem Gebiet der Sozial-und Wirtschaftsgeschichte. TSEG wird vom Internationaal Instituut voor Sociale Geschiedenis (IISG/IISH) in Amsterdam und dem Nederlands Economisch Historisch Data Archief (NEHA) in Zusammenarbeit mit der Universitätsbibliothek Utrecht herausgegeben. Während bisher schon die älteren Jahrgänge frei im Internet verfügbar waren, erscheint seit diesem Jahr die gesamte Zeitschrift einschließlich des aktuellen Jahrgangs Open Access.

Hier geht es zur Internetpräsenz von TSEG und hier zum Archiv der einzelnen Jahrgänge.

Ebenfalls Open Access  und das bereits seit 2012  ist Studium: Tijdschrift voor Wetenschaps- en Universiteitsgeschiedenis | Revue d’Histoire des Sciences et des Universités, die offizielle Zeitschrift der belgisch-niederländischen Gesellschaft für Wissenschafts- und Universitätsgeschichte Gewina. Sie wird in Zusammenarbeit mit dem Huygens ING herausgegeben.

Hier geht es zur Startseite von Studium, hier zum Archiv der einzelnen Jahrgänge.

Mehr zu Open-Access-Zeitschriften für das Fach Geschichte lesen Sie in unserem Blog-Artikel: Zeitschrift „De Zeventiende Eeuw“ goes Open Access.

In diesem Kontext eine Mitteilung in eigener Sache:

Der Fachinformationsdienst Benelux / Low Countries Studies (FID Benelux) ist bestrebt, einen möglichst hohen Anteil an fachlich relevanter wissenschaftlicher Literatur über die Beneluxländer uneingeschränkt online zugänglich zu machen. Zu diesem Zweck stellt der FID für Sie als Autor/in oder Herausgeber/in kostenfreie Open-Access-Publikationsdienste für E-Journals und E-Books zur Verfügung. Gegen einen relativ geringen Aufpreis ist zudem eine parallele Printveröffentlichung möglich. Für die Erst- oder Zweitveröffentlichung einzelner Artikel und Dokumente kann überdies das Repository Benelux-Doc genutzt werden.

Dieser Service ist zurzeit im Aufbau begriffen. Bitte melden Sie sich jederzeit gerne bei uns, wenn Sie hierzu nähere Informationen wünschen. Kontakt: fid.benelux@uni-muenster.de

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