Lexicon van literaire werken in der DBNL

Seit diesem Monat ist das Lexicon van literaire werken frei online zugänglich über die Digitale Bibliotheek voor de Nederlandse Letteren (DBNL).

Das Lexikon ist ein umfangreiches Nachschlagewerk, in dem die wichtigsten Werke der Literatur des niederländischen Sprachraums ab 1900 besprochen werden. Es erschien erstmals 1989 und wurde zunächst als Loseblattsammlung herausgegeben. Mittlerweile wird es als Quartalschrift publiziert. Das aktuelle Redaktionsteam besteht aus Ton Anbeek, Jaap Goedegebuure und Bart Vervaeck.

Die DBNL-Ausgabe umfasst alle Aktualisierungs- bzw. Ergänzungslieferungen des Lexikons, die zwischen 1989 und 2014 erschienen sind.

Hier geht es zur DBNL-Ausgabe des Lexicon van literaire werken

 

Bildnachweis: FID Benelux

Open Access: Jahrbuch des Zentrums für Niederlande-Studien

Zurzeit findet die alljährlich ausgerichtete Internationale Open-Access-Woche statt. Ziel der weltweiten Aktion ist es, das Thema Open Access lokal aufzugreifen, um für den freien Zugang zu wissenschaflicher Information zu werben und vor Ort über entsprechende Aktivitäten zu informieren. Daher freut es uns besonders, dass wir nun wieder gemeinsam mit dem Zentrum für Niederlande-Studien (ZNS) der WWU Münster eine Neuerscheinung im Rahmen unseres Angebots FID Benelux – Open Access Publications ankündigen können.

Es handelt sich dabei um das neu konzipierte Jahrbuch des ZNS, dessen Band 2016/17 erstmals in Zusammenarbeit mit  FID Benelux – Open Access Publications erscheint. Im Fokus der Ausgabe mit dem Titel Unruhige Zeiten stehen unter anderem die niederländische Parlamentswahl vom 15. März 2017, der komplexe Prozess der Regierungsbildung sowie die Debatten zum Thema Referenden. In weiteren Aufsätzen werden die Folgen des Brexits für Deutschland und die Niederlande beleuchtet, Erfahrungen aus den Niederlanden bei den Versuchen zur Belebung der Innenstädte analysiert sowie der Gastlandauftritt der Niederlande und Flanderns auf der Frankfurter Buchmesse im Jahr 2016 betrachtet. Ebenfalls enthalten ist eine aktualisierte Fassung der Antrittsvorlesung des neuen ZNS-Gastprofessors, Prof. Dr. Kees van Paridon.

Hier geht es zur Open-Access-Ausgabe des aktuellen Jahrbuchs des ZNS. Die Druckausgabe kann über den Onlineshop des Verlags, per E-Mail oder über den Buchhandel bestellt werden.

 

Cover Jahrbuch ZNS

 

Retrospektive Digitalisierung des Jahrbuchs

Alle Folgebände des Jahrbuchs des Zentrums für Niederlande-Studien werden zukünftig ebenfalls Open Access erscheinen. Doch damit ist das Open-Access-Angebot noch nicht erschöpft, denn sämtliche älteren Ausgaben des Jahrbuchs, von Band 1 (1990) bis Band 25/26 (2014/2015), konnten dank der freundlichen Genehmigung des Aschendorff-Verlages Münster retrospektiv digitalisiert werden, sodass auch sie nun allen Interessierten weltweit online zur Verfügung stehen.

Zu den Digitalisaten der Bände 1 bis 25/25 …

Warum Open Access publizieren?

Es gibt viele gute Gründe dafür, Open Access zu publizieren. Dr. Markus Wilp, Geschäftsführer des ZNS und Mitherausgeber des Jahrbuchs, erläutert die Motivation des ZNS folgendermaßen:

„Der in der Wissenschaft zu beobachtende Trend hin zu Open-Access-Publikationen ermöglicht es, dass man leichter, schneller und kostengünstiger Einblicke in die Forschungsresultate anderer Autorinnen und Autoren erhält. Diese Entwicklung ist zweifelsohne überaus positiv zu bewerten, daher haben auch wir am Zentrum für Niederlande-Studien uns dafür entschieden, unsere Veröffentlichungen fortan direkt online zugänglich zu machen. Die ersten Erfahrungen sind sehr positiv, auch durch die Unterstützung der ULB Münster.“

Weitere Statements von Wissenschaftler*innen der WWU Münster zum Thema Open-Access-Publizieren lesen Sie hier.

FID Benelux – Open Access Publications

Der Fachinformationsdienst Benelux / Low Countries Studies (FID Benelux) der Universitäts- und Landesbibliothek Münster ist bestrebt, einen möglichst hohen Anteil an fachlich relevanter wissenschaftlicher Literatur über die Beneluxländer uneingeschränkt online zugänglich zu machen. Zu diesem Zweck stellt der FID der Fachwissenschaft Open-Access-Publikationsdienste für E-Journals und E-Books sowie für die Erst- oder Zweitveröffentlichung einzelner Artikel und Dokumente zur Verfügung. Mehr Informationen zu unserem Angebot …

Melden Sie sich jederzeit gerne bei uns für ein unverbindliches informatives Gespräch, wenn auch Sie Ihre beneluxbezogene Forschungsarbeit sichtbarer machen und mehr Leser*innen erreichen möchten! Eine reine Open-Access-Ausgabe in elektronischer Form ist vollständig kostenfrei für Sie. Falls gewünscht, ist gegen einen moderaten Aufpreis zudem eine parallele Printveröffentlichung möglich.

Kontakt: fid.benelux@uni-muenster.de

 

Graphik Open-Access-Woche 2018

© ULB Münster

Online-Ausstellung des C²DH „Éischte Weltkrich: Erinnerungen an den Ersten Weltkrieg in Luxemburg“

Auf der Webseite „Éischte Weltkrich“ präsentiert das Luxembourg Centre for Contemporary and Digital History an der Universität Luxemburg (C²DH) eine Online-Ausstellung zum Thema „Erinnerungen an den Ersten Weltkrieg in Luxemburg“.

Zitat aus der Einleitung: „Die Website ist dabei so gestaltet, dass ein breites Nutzerspektrum mit verschiedenen Interessen und unterschiedlicher Expertise angesprochen wird. Es werden vier verschiedene Navigationsmodi angeboten: Ein thematischer, erzählungsorientierter Modus; ein digitales Archiv; eine interaktive, georeferenzierte Karte; und eine Zeitleiste. Weitere Bereiche der Website umfassen pädagogische Inhalte für Schulen sowie herunterladbare akademische Beiträge und Artikel. Die Gesamtstruktur der Ausstellung ist offen und flexibel gestaltet, so dass sie permanent um neues, sowohl über institutionelle Wege als auch durch Crowdsourcing zur Verfügung gestelltes, Material erweitert werden kann.“

Die Website wird dreisprachig angeboten (FR – DE – EN).

Hier geht es zur Online-Ausstellung „Éischte Weltkrich: Erinnerungen an den Ersten Weltkrieg in Luxemburg.

Großherzogin Maria-Adelheid von Luxemburg (1894-1924)

Bildnachweis: By Bain News Service, publisher [Public domain], via Wikimedia Commons 

ORF-Podcast: Kleiner Staat mit großer Geschichte

Johannes Koll, Senior Scientist am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Wirtschaftsuniversität Wien sowie Leiter des dortigen Universitätsarchivs, präsentiert in einer Sendereihe des Österreichischen Rundfunks die Geschichte der Niederlande.

Die Reihe hat es sich zum Ziel gesetzt, große Universalgeschichte auf erzählerische Weise wiederzugeben und dabei historische Hintergründe und Zusammenhänge sowohl spannend als auch leicht verständlich zu vermitteln.

Hier geht es zum einleitenden Beitrag. Die einzelnen Podcasts sind hier zu finden.

 

Bildnachweis: FID Benelux / CCO

Open Access: Democratie en gezag. Extremismebestrijding in Nederland, 1917-1940

Unter dem Titel Democratie en gezag. Extremismebestrijding in Nederland, 1917-1940 hat Joris Gijsenbergh seine Dissertation an der Radboud Universiteit in Nimwegen aus dem Jahr 2017 als Open-Access-Ausgabe veröffentlicht. Hierin fragt er nach dem sich wandelnden Demokratieverständnis und dem Kampf gegen politischen Extremismus in den Niederlanden während des Interbellums.

Hier geht es zur Open-Access-Ausgabe Democratie en gezag. Extremismebestrijding in Nederland, 1917-1940.

Hier geht’s zur Rezension des Titels für BMGN – Low Countries Historical Review von Constant Hijzen.

Das Kabinett Colijn II (1933-1935) führte 1933 das sogenannte „Ambtenarenverbod“ ein. Hierdurch war es niederländischen Staatsbeamten untersagt, Mitglied einer links- oder rechtsextremen Organisation zu sein.

Bildnachweis: Collectie SPAARNESTAD PHOTO/Fotograaf onbekend [CC BY-SA 3.0 nl], via Wikimedia Commons

Niederländische Wissenschaftsblogs

Im ViFa Benelux-Blog bloggen wir in der Regel mehrmals pro Woche zu fachwissenschaftlichen Themen, die die Niederlandistik, Niederlande-, Belgien- und Luxemburgforschung betreffen. Auch in vielen anderen Bereichen erfolgt die Wissenschaftskommunikation heutzutage zum Teil über Weblogs.

In seinem Blog Mainzer Beobachter hat Jona Lendering damit begonnen, niederländische Wissenschaftsblogs zu inventarisieren. Der Autor ruft seine Leser*innen ausdrücklich dazu auf, die dort angebotene Liste durch ihre Kommentare zu ergänzen. Auf diese Weise ist bereits eine schöne Anzahl wissenschaftlicher Blogs zusammengekommen.

Hier geht es zum Blogpost Wetenschapsblogs.

Wer wissen möchte, warum Lenderings Blog den Titel „Mainzer Beobachter“ trägt, findet dazu hier eine nähere Erläuterung.

 

Bildnachweis: Public Domain, CC0, via PIXNIO

Open Access: Plotlines of Victimhood. The Holocaust in German and Dutch history textbooks, 1960-2010

Unter dem Titel Plotlines of Victimhood. The Holocaust in German and Dutch history textbooks, 1960-2010 hat Marc van Berkel seine Dissertation an der Erasmus Universiteit Rotterdam aus dem Jahr 2017 als Open-Access-Ausgabe veröffentlicht. Hierin fragt er, inwiefern sich die narrativen Darstellungen in den Erzählsträngen über Opfer des Holocaust in deutschen und niederländischen Schulbüchern zwischen 1960 und 2010 verändert haben.

Zitat aus dem Klappentext:

„Before the 1960s, most history textbooks in Western Europe hardly contained any information about the ‘Holocaust’. This was partly because contemporary history still was a rudimentary part of the history curriculum. In addition, many teachers and textbook authors did not seem to be willing to discuss the persecutions of the Jews in class. Other (military) aspects of the Second World War gained more attention. Anno 2017, the situation has changed completely: the Holocaust has become one of the most important historical themes in the national curricula of many (western) countries. In 2010 (the last year of my research period), National Socialism and the Holocaust have become mandatory parts of the secondary education curricula in Germany and the Netherlands. In this dissertation I have studied fifty years of narrating the Holocaust in history textbooks for upper secondary education, published between 1960 and 2010, in North Rhine-Westphalia (one of the federal states of Germany) and the Netherlands. Although the number of Holocaust studies has increased sharply since the 1990s, comparative research into the Holocaust in education and textbooks is scarce.“

Hier geht es zur Open-Access-Ausgabe Plotlines of Victimhood. The Holocaust in German and Dutch history textbooks, 1960-2010.

Hier geht’s zur Rezension des Titels für H-Soz-Kult von Christina Isabel Brüning.

Hier können Sie den Radiobeitrag Is het holocaustonderwijs nog van het juiste niveau? mit Marc van Berkel, Karen Polak (Anne Frank Stichting) und Dennis Koolmoes (Geschichtslehrer) aus der Sendereihe „Dit is de Dag“ auf NPO Radio 1 anhören.