Neu im Web: Surinamische Sklavenregister

Der 1. Juli ist in Surinam und in den Niederlanden alljährlich der Gedenktag für die Abschaffung der Sklaverei in Surinam im Jahr 1863. Die Surinamer feiern an diesem Tag „Ketikoti“, was auf Sranantongo soviel bedeutet wie „das Fest der gebrochenen Ketten“. Pünktlich zu diesem Termin wurde jetzt mit der Datenbank Suriname: Slavenregisters eine wichtige Online-Quelle zur Geschichte der Sklaverei freigeschaltet.

In den surinamischen Sklavenregistern sind die Daten von schätzungsweise achtzigtausend Personen nachgewiesen, die dort zwischen 1830 und 1863 als Sklaven lebten. Die bislang nur sehr eingeschränkt zugänglichen Verzeichnisse gehören zum Bestand des Surinamischen Nationalarchivs und wurden nun im Rahmen des Crowdfunding-Projektes „Maak de Surinaamse slavenregisters openbaar“ digitalisiert und erschlossen. Für die Digitalisierung der Register sorgte das Niederländische Nationalarchiv.

Mehr Informationen …

Direkt zur Datenbank Suriname: Slavenregisters auf den Seiten des Niederländischen Nationalarchivs und auf den Seiten des Surinamischen Nationalarchivs.

 

Detail aus dem Sklavenregister

Bildnachweis: Der Index „Suriname: Slavenregisters“ wird von der Stichting Historische Database Suriname unter der Lizenz CC-BY-SA 3.0 NL licentie bereitgestellt.

Neu im Web: Clio-Guide Belgien-Niederlande-Luxemburg

Wir freuen uns, Ihnen den Clio-Guide Belgien-Niederlande-Luxemburg präsentieren zu können. Diese Gemeinschaftsarbeit von Ilona Riek (FID Benelux, Münster), Markus Wegewitz (Friedrich-Schiller-Universität Jena), Christine Gundermann (Universität zu Köln), Bernhard Liemann (FID Benelux, Münster) und Esther Helena Arens (Universität zu Köln) bietet Ihnen eine aktuelle Kartierung des Feldes digitaler geschichtswissenschaftlicher Fachinformation über die Beneluxländer.

Die erste Auflage des Clio-Guides wurde intensiv genutzt, hatte jedoch noch Lücken, unter anderem im Bereich der Länder Westeuropas. Der neue Beitrag zu Belgien-Niederlande-Luxemburg in der zweiten erweiterten Auflage füllt eine dieser Lücken und ergänzt die bereits vorliegenden Guides.

Der FID Benelux bedankt sich bei allen Co-Autor*innen sowie dem Herausgebergremium für die hervorragende und inspirierende Zusammenarbeit und wünscht allen Nutzenden des Clio-Guides Belgien-Niederlande-Luxemburg ertragreiche Forschungen.

Hier finden Sie den Clio-Guide Belgien-Niederlande-Luxemburg (HTML-Version).

Hier finden Sie den Clio-Guide Belgien-Niederlande-Luxemburg (PDF-Version).

Zitation: Ilona Riek, Markus Wegewitz, Christine Gundermann, Bernhard Liemann, Esther Helena Arens, Belgien-Niederlande-Luxemburg, in: Clio Guide – Ein Handbuch zu digitalen Ressourcen für die Geschichtswissenschaften, Hrsg. von Laura Busse, Wilfried Enderle, Rüdiger Hohls, Thomas Meyer, Jens Prellwitz, Annette Schuhmann, 2. erw. und aktualisierte Aufl., Berlin 2018 (=Historisches Forum, Bd. 23), S. D11-1 – D.11-47.

 

Bildnachweis: Coverabbildung © Clio-online

Nederlandse letterkunde in der DBNL und als FID-Lizenz

Die Jahrgänge 1 (1996) bis 20 (2015) von Nederlandse Letterkunde, der Peer-Review-Zeitschrift für niederländische Literaturwissenschaft, sind seit diesem Monat kostenfrei über die Digitale Bibliotheek voor de Nederlandse Letteren (DBNL) zugänglich. Hier geht es zur digitalisierten Ausgabe der Zeitschrift in der DBNL.

Gemeinsam mit zurzeit 67 weiteren elektronischen Zeitschriften der Disziplinen Niederlandistik, Afrikaans und Friesisch ist Nederlandse Letterkunde selbstverständlich auch im Verzeichnis elektronischer Zeitschriften zu finden, das wir in der ViFa Benelux anbieten.

Im Rahmen der Lizenzangebote des FID Benelux (FID-Lizenzen) stellen wir Forscher*innen in Deutschland darüber hinaus gerne auch die kostenpflichtige Verlagsausgabe von Nederlandse Letterkunde einschließlich der aktuellen Jahrgänge zur Verfügung. Für die Nutzung der Angebote ist eine persönliche Registrierung als Einzelnutzer*in erforderlich. Das Angebot ist für Endnutzer*innen kostenfrei. Nach der erfolgreichen Registrierung können Sie im Menüpunkt „Produkte“ momentan auf insgesamt sechs E-Zeitschriften zugreifen.

Weitere Details zu den lizenzierten Produkten des FID Benelux sind unserem Blogpost „FID-Lizenzen freigeschaltet“ vom 16.01.2017 zu entnehmen.

Bildnachweis: FID Benelux

Neu im Web: Vortrag Joep Leerssen – De Nederlandse canon langs de digitale meetlat

Der niederländische Literaturwissenschaftler und Historiker Joep Leerssen hat während seines Fellowships an der Koninklijke Bibliotheek (KB) in Den Haag am 16. Januar 2018 einen Vortrag zur nationalen Kanonbildung gehalten.

Seit wenigen Tagen ist der Vortrag mit dem Titel De Nederlandse canon langs de digitale meetlat online auf den Seiten der KB verfügbar. Sie können sich sowohl den 53-minütigen Vortrag in voller Länge als auch eine Zusammenfassung in zweieinhalb Minuten anschauen.

Joep Leerssen (2007)

Bildnachweis: By Friend of Joep Leerssen [Public domain], via Wikimedia Commons

Onlinequellen zum offiziellen Besuch von Bundespräsident Steinmeier in den Niederlanden

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hielt sich am 15. und 16. Mai 2018 zu einem offiziellen Besuch im Königreich der Niederlande auf. Wir haben für Sie eine Auswahl an Onlinequellen vorbereitet:

Das Catshuis, seit 1963 Dienstwohnung des niederländischen Ministerpräsidenten und Empfangszentrum der Regierung in Den Haag

Bildnachweis: Public domain via Wikimedia Commons

Bücher aus dem Besitz des Hauses Oranien in der Staatsbibliothek zu Berlin

In der aktuellen Ausgabe von Bibliotheksmagazin. Mitteilungen aus den Staatsbibliotheken in Berlin und München stellt Dr. Kathrin Böhme 14 kostbare Ganzlederbände aus dem Privatbesitz von Wilhelm I. von Oranien (15331584) vor, die offenbar über seine Enkelin Luise Henriette den Weg nach Berlin fanden. Luise Henriette war die Gattin des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg, besser bekannt unter seinem Beinamen „der Große Kurfürst“.

Hier geht es zu dem Artikel „Familienbande und Familienbände“ (PDF-Datei).

 

Wilhelm I von Oranien (1533–1584)

Bildnachweis: Adriaen Thomasz Key [Public domain], via Wikimedia Commons

Neu im Web: Lubberiaans Lexicon

Aus Anlass des Todes des ehemaligen niederländischen Regierungschefs Ruud Lubbers hat das Instituut voor de Nederlandse Taal (INL) kürzlich ein neues Wörterbuch zu seinen Gelegenheitswörterbüchern hinzugefügt: das Lubberiaans Lexicon.

Für das Verzeichnis wurden besondere Ausdrücke gesammelt, die Lubbers selbst gebrauchte oder die mit ihm im Zusammenhang stehen.

Hier geht es zum Lubberiaans Lexicon.

Ruud Lubbers 1989

Bildnachweis: Public Domain via Nationaal Archief