Bücher aus dem Besitz des Hauses Oranien in der Staatsbibliothek zu Berlin


In der aktuellen Ausgabe von Bibliotheksmagazin. Mitteilungen aus den Staatsbibliotheken in Berlin und München stellt Dr. Kathrin Böhme 14 kostbare Ganzlederbände aus dem Privatbesitz von Wilhelm I. von Oranien (15331584) vor, die offenbar über seine Enkelin Luise Henriette den Weg nach Berlin fanden. Luise Henriette war die Gattin des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg, besser bekannt unter seinem Beinamen „der Große Kurfürst“.

Hier geht es zu dem Artikel „Familienbande und Familienbände“ (PDF-Datei).

 

Wilhelm I von Oranien (1533–1584)

Bildnachweis: Adriaen Thomasz Key [Public domain], via Wikimedia Commons

Neu im Web: Lubberiaans Lexicon


Aus Anlass des Todes des ehemaligen niederländischen Regierungschefs Ruud Lubbers hat das Instituut voor de Nederlandse Taal (INL) kürzlich ein neues Wörterbuch zu seinen Gelegenheitswörterbüchern hinzugefügt: das Lubberiaans Lexicon.

Für das Verzeichnis wurden besondere Ausdrücke gesammelt, die Lubbers selbst gebrauchte oder die mit ihm im Zusammenhang stehen.

Hier geht es zum Lubberiaans Lexicon.

Ruud Lubbers 1989

Bildnachweis: Public Domain via Nationaal Archief

Open Access: Eine zersplitterte Landschaft – Een versplinterd landschap, Sammelband zu niederländischen politischen Parteien


Es kommt nicht allzu häufig vor, dass nahezu zeitgleich mit einem wissenschaftlichen Werk auch dessen Übersetzung erscheint. Bei der von Friso Wielenga, Carla van Baalen und Markus Wilp herausgegebenen Aufsatzsammlung Een versplinterd landschap. Bijdragen over geschiedenis en actualiteit van Nederlandse politieke partijen (Amsterdam: AUP. 2018. ISBN: 9789462988484) bzw. Eine zersplitterte Landschaft. Beiträge zur Geschichte und Gegenwart niederländischer politischer Parteien (Amsterdam: AUP. 2018. ISBN: 9789462988491) ist dies jedoch der Fall.

Doch damit nicht genug: Beide Ausgaben wurden mit einer CC-BY-NC-ND-Lizenz versehen und sind inzwischen, nur kurze Zeit nach ihrem Erscheinen im Druck, auch Open Access verfügbar.

Zitat aus dem Klappentext:

„Die politische Landschaft der Niederlande wurde viele Jahre lang von drei Strömungen — den Christdemokraten, den Sozialdemokraten und den Liberalen — dominiert. Die Lage veränderte sich ab Mitte der 1960er Jahre: An die Stelle der vorherigen Stabilität trat eine immer größere Unberechenbarkeit. Auch nahm die politische Zersplitterung zu und seit 2002 verzeichneten populistische Gruppierungen wiederholt Erfolge.

Die raschen Veränderungen im Parteienspektrum sorgen bei oberflächlicher Betrachtung für eine Überbewertung der Unterschiede zwischen ‚damals‘ und ‚heute‘: Der aktuellen Instabilität steht die erstarrte Unbeweglichkeit der Vergangenheit gegenüber. Ein solches Bild ist jedoch eine Vereinfachung, denn auch in früheren Jahren konnten die politischen Spannungen eskalieren, und immer wieder scheiterten Kabinette vorzeitig. Neben allen Veränderungen sind somit auch Kontinuitäten und langfristig wirksame Traditionslinien in der niederländischen Politik zu beobachten.

Der Sammelband Eine zersplitterte Landschaft geht auf diese Kontinuitäten und Veränderungen ein, indem er all jene Parteien betrachtet, die im Jahr 2017 in die Zweite Kammer des niederländischen Parlaments gewählt worden sind. Die älteste von ihnen existiert bereits seit beinahe 100 Jahren (SGP), die jüngsten Parteien (DENK und FvD) sind erst kurz vor der Wahl gegründet worden. Fast alle Beiträge sind von Vertretern der wissenschaftlichen Büros der Parteien verfasst worden, wodurch ein einzigartiger Blickwinkel entstanden ist: wissenschaftliche Distanz kombiniert mit einer Betrachtung von ‚innen heraus‘.“

Hier geht es zu Eine zersplitterte Landschaft und zu Een versplinterd landschap.

 

 

Bildnachweis: Ilona Riek/FID Benelux

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Neu im Web: Database Geschiedenis Nederlandse Taalkunde (DAGENTA)


Vor wenigen Tagen wurde die Database Geschiedenis Nederlandse Taalkunde (DAGENTA)  freigeschaltet.

Die Datenbank verfolgt das Ziel, historische Publikationen zur niederländischen Sprache zu erschließen. Soweit möglich, werden die bibliografischen Angaben mit bereits digitalisierten Ausgaben der betreffenden Werke verlinkt. Die Datenbank ist noch im Aufbau begriffen und wird weiter ausgebaut.

Lesen Sie in diesem Zusammenhang auch den Artikel Database Geschiedenis Nederlandse Taalkunde (DAGENTA) gelanceerd von Nicoline van der Sijs auf Neerlandistiek.nl (04.02.2018).

 

Historisches Werk aus dem Bestand der ULB Münster.
Vielleicht auch etwas für DAGENTA?

 

 

Bildnachweis: Digitalisat der ULB Münster, erstellt im Rahmen des Projektes FID Benelux / Low Countries Studies. Der nachfolgende Link führt zum Digitalisat von „Vlugtige woorden over Nederlandsche taalzuivering en taalverrijking“ (Groningen, 1826) und zu vielen weiteren Benelux-Digitalisaten.

KNAW-Bericht: Talen voor Nederland


Die Koninklijke Nederlandse Akademie van Wetenschappen (KNAW) hat im letzten Monat den Bericht Talen voor Nederland (PDF-Datei, 88 Seiten, ISBN 978-90-6984-722-1) herausgegeben, von dem auch die englische Zusammenfassung, Languages for the Netherlands, verfügbar ist.

Die Studie beschäftigt sich mit der sprachlichen Situation in den Niederlanden vor dem Hintergrund der multikulturellen Gesellschaft. Thematisiert werden Aspekte wie Mehrsprachigkeit, Sprache und Kommunikation in der niederländischen Gesellschaft, Sprache und internationale Beziehungen sowie Sprachunterricht.

Der Bericht ist Open Access unter einer CC-BY-Lizenz erschienen.

Informationen zum Thema Mehrsprachigkeit im niederländischsprachigen Raum bietet darüber hinaus z.B. auch ein umfangreiches Dossier der Nederlandse Taalunie auf taaluniversum.org.

Talen voor Nederland

Coverabbildung: KNAW, CC BY

Dissertation Laura Kopp: Das Urteil des Paris. Eine ikonologische Untersuchung des Paris-Mythos in den Niederlanden des 17. Jahrhunderts


„Das Urteil des Paris. Eine ikonologische Untersuchung des Paris-Mythos in den Niederlanden des 17. Jahrhunderts“ lautet der Titel der Dissertation, mit der Laura Kopp 2015 an der Fakultät für Architektur des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) promoviert wurde.

Zitat aus der Einführung (Seite 1): „Dass das Parisurteil zu den beliebtesten Themen in der Kunst des niederländischen gouden eeuw zählt, gehört zum gängigen Tenor und ist seit Sluijter zu einem Allgemeingut der Autoren avanciert. Die Auseinandersetzung mit der Sage fällt in einen Zeitraum, in welchem Wirtschaft und Künste blühen, und dessen Ende sich zu Beginn der 1670er Jahre anbahnt. Vor dem Hintergrund der über Jahrzehnte schwellenden Unruhen, die im Achtzigjährigen Krieg kumulieren, durchlebt das Bildsujet seine markantesten Phasen in der Rezeption. Kaum hat sich das Parisurteil als Bestandteil der Gattung Mythologie etabliert, kommt ihm ein bisher nie dagewesenes Interesse entgegen, bis es schließlich im letzten Drittel des Jahrhunderts stagniert und nur noch selten Bilder zu diesem Thema entstehen. Was ist in der Zwischenzeit passiert?“

Seit Kurzem steht die Dissertation Open Access auf dem Repositorium des KIT zur Verfügung.

Hier finden Sie den Link zum Volltext der Dissertation.

Peter Paul Rubens: „Das Urteil des Paris“, ca. 1632-1635, Ölmalerei auf Eichenholz, National Gallery (London)

Bildnachweis: Peter Paul Rubens [Public domain], via Wikimedia Commons

FID Benelux: Bericht aus der Digitalisierungswerkstatt


Die Universitäts- und Landesbibliothek (ULB) Münster verfügt über einen umfangreichen historisch gewachsenen Bestand an Publikationen mit Niederlande-, Belgien- und Luxemburg-Bezug aus der Zeit vom 14. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Diese Werke digitalisieren wir sukzessive im Rahmen unseres Projektes Fachinformationsdienst Benelux / Low Countries Studies (FID Benelux), um sie der Allgemeinheit online zur Verfügung zu stellen.

Die Retrodigitalisate der ULB Münster sind im Portal Kulturgut Digital verzeichnet und dort nach verschiedenen Kriterien durchsuchbar. Ein spezieller Benelux-Einstieg ermöglicht den direkten Zugriff auf die Spezialsammlung. Mittlerweile haben weit über tausend Benelux-Titel Eingang gefunden in das oben beschriebene Webangebot sowie in übergreifende Nachweisinstrumente wie etwa das zvdd-Portal (Zentrales Verzeichnis Digitaler Drucke) und ihre Zahl wächst stetig weiter.

Ein guter Zeitpunkt also, um Sie an dieser Stelle erneut auf unseren speziellen Digitalisierungsservice hinzuweisen. Neben der systematischen Digitalisierung des beneluxbezogenen Altbestandes der ULB gehören auch Auftragsdigitalisate sowie Beratung und Unterstützung beim Auffinden digitalisierter Materialien mit Benelux-Bezug zum Servicespektrum.

Mehr Informationen zum Digitalisierungsservice des FID Benelux erhalten Sie hier:
FID Benelux>Digitization

 

Historische Zeitschriftenbände warten auf die Digitalisierung …

… in der Digitalisierungswerkstatt der ULB Münster.

 

Bildnachweis: Ilona Riek/FID Benelux

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