Kennen Sie schon das „Elektronisch Woordenboek van de Limburgse Dialecten (e-WLD)“?


Seit kurzem können Sie den gesamten Inhalt des „Elektronisch Woordenboek van de Limburgse Dialecten“ (e-WLD) (39 Bände, 1983-2008) barrierefrei online zu Rate ziehen. Dabei können Sie Ihre Recherche mit verschiedenen Sucheinstiegen (Begriffe, Orte, Zechen) durchführen.

Zum e-WLD schreibt NRC Handelsblad:

Hoe zeg je ‘slappe koffie’ in het Limburgs? Het lijkt wel alsof ze daar in ieder stadje en ieder dorp een ander woord voor hebben. In het hele Limburgse taalgebied, dat voor de helft in Nederland ligt en voor de helft in België, zijn er meer dan honderd verschillende woorden en combinaties van woorden die slappe koffie betekenen. Aafwaswater, klets, sjuttelewater, meerezeik, sjlappe teut, brozel, kalleverdrank, sjlappe kakkedoeles, lüëter, dunne pis, mugge-pis, slappe thei, sjpeulwater, zawel, zeik, zwadder, sjöddeköl, mókkefók, slappe tinus, slèdderèt, foezel, kloare, ketjeswater, botrammekoffie, kieleflits, …

Finanziert von CLARIN-NL, der niederländischen digitalen Forschungsinfrastruktur für Sprachressourcen in den Geistes- und Sozialwissenschaften, ist das e-WLD das Resultat einer Kooperation vom Meertens Instituut mit der Nijmeegse Centrale voor Dialect- en Naamkunde (NCDN). Noch für 2017 ist die Freischaltung des „Elektronisch Woordenboek van de Brabantse Dialecten“ (e-WBD) geplant, zu einem späteren Zeitpunkt schließlich das „Elektronisch Woordenboek van de Gelderse Dialecten“.

Lesen Sie zum Thema auch den Blogeintrag auf Neerlandistiek.nl.

Bildnachweis: By Rfc1394 (Own work) [LGPL, GFDL or CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Niederländische Datenbanken zur Frauengeschichte


Der heutige Internationale Frauentag hat uns veranlasst, auf zwei einschlägige niederländische Datenbanken zur Frauengeschichte aufmerksam zu machen.

Das Atria, kennisinstituut voor emancipatie en vrouwengeschiedenis, Nachfolgeorganisation von „Aletta, instituut voor vrouwengeschiedenis“ und dem „Internationaal Archief voor de Vrouwenbeweging“ in Amsterdam, stellt Ihnen eine umfangreiche Datenbank zur Frauengeschichte zur Verfügung. Es kann in verschiedenen Angeboten nach einer Vielzahl unterschiedlicher Dokument- und Medientypen recherchiert werden. Hier geht es zur „Atria-Datenbank“.

Ein moderner Klassiker ist das 2003 begonnene Digitaal Vrouwenlexicon van Nederland (DVN). Eine Auswahl an Lemmata dieser Datenbank ist unter dem Titel „1001 vrouwen uit de Nederlandse geschiedenis“ als Buch erschienen. Im Herbst 2016 wurde es vom populärwissenschaftlichen Historisch Nieuwsblad als das „Beste Geschiedenisboek Aller Tijden“ ausgezeichnet.

Beide Datenbanken finden Sie auch im Verzeichnis von Fachdatenbanken der ViFa Benelux.

Kennen Sie schon die belgische Online-Datenbank „Nachrichten vom Großen Krieg“?


Seit Kurzem steht Ihnen mit der belgischen Online-Datenbank „Nachrichten vom Großen Krieg“ ein attraktives Webangebot zur Verfügung.

Zitat aus der Selbstbeschreibung:

„Haben Sie Interesse an authentischem Quellenmaterial aus dem Ersten Weltkrieg? Sind Sie neugierig auf das tägliche Leben unter den deutschen Besatzern? Sind Sie auf der Suche nach den Spuren ihres Großvaters an der Front? Dann sind Sie bei Nachrichten vom Großen Krieg an der richtigen Stelle. Hier finden Sie eine einzigartige digitale Sammlung Zeitungsmaterial, das während der Kriegsjahre in unserer Region erschien. Blättern Sie ruhig wo und wann Sie wollen durch das vielseitige Angebot an Frontzeitungen, Widerstandpresse, Zeitungen, Zeitschriften, Pamphleten und Flugblättern, gut und gerne 360 000 Seiten Geschichte von unschätzbarem Wert.“

Das Vlaamse Instituut voor Archivering (VIAA) bietet Ihnen die Online-Datenbank grundsätzlich viersprachig an (NL – FR – DE – EN).

Hier gelangen zur Online-Datenbank „Nachrichten vom Großen Krieg“.

Parlamentswahl in den Niederlanden: Parteien, Kandidaten, Wahlprogramme, Umfragen


Am 15. März 2017 schauen wir gespannt in die Niederlande, denn dann findet dort die nächste Parlamentswahl statt. Gewählt werden die 150 Mitglieder der Zweiten Kammer (Tweede Kamer der Staten-Generaal). Es treten 28 Parteien an.

Das Infoportal Parlement & Politiek des Parlementair Documentatie Centrums (PDC) der Universität Leiden hat auf der Webseite Tweede Kamerverkiezingen 2017 die wichtigsten Informationen zu Parteien, Kandidaten und Wahlprogrammen zusammengestellt.

Das Documentatiecentrum Nederlandse Politieke Partijen (DNPP) an der Rijksuniversiteit Groningen hält eine Fülle an Onlinequellen zu den politischen Parteien in den Niederlanden aus Geschichte und Gegenwart bereit, so u.a.

 

Regelmäßig aktualisierte Umfrageergebnisse zur politischen Stimmung finden Sie im Peilingwijzer.

Parlement & Politiek bietet auf der Seite Kieshulp zudem eine Übersicht verschiedenener Anwendungen, die der Entscheidungshilfe bei Wahlen dienen. Hier befindet sich u.a. auch der Stemwijzer, auf dem der seit 2002 von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) betriebenene Wahl-O-Mat basiert.

 

wahl-niederlande-2017

Plenarsaal der Zweiten Kammer

Bildnachweis: FID Benelux auf Basis von CC0 Public Domain  

„Cartesius“: Pläne, Karten und Luftbilder von Belgien und Zentralafrika online


Kennen Sie schon die belgische Onlineplattform „Cartesius“?

Zitat aus der Einleitung:

„Die schönsten Pläne, Karten und Luftbilder von Belgien und Zentralafrika online. Eine einzigartige Zusammenarbeit zwischen dem Nationalen Geographischen Institut, der Königlichen Bibliothek, dem Staatsarchiv und dem Königlichen Museum für Zentralafrika.
Unsere Sammlung vergrößert sich ständig, schauen Sie regelmäßig nach!“

Die Angebote auf „Cartesius“ werden grundsätzlich viersprachig angeboten (NL – FR – DE – EN).

Hier geht es zu Cartesius.be.

Wenn Sie wissen möchten, wie Sie „Cartesius“ optimal nutzen können, steht Ihnen eine ausführliche deutschsprachige Anleitung „Cartesius Manual“ als PDF-Datei zur Verfügung. Hierzu klicken Sie oben rechts auf „Hilfe“.

Zur verbesserten Veranschaulichung finden Sie außerdem bei YouTube eine niederländischsprachige Video-Anleitung.

Die französischsprachige Version der Video-Anleitung zu „Cartesius“ finden Sie hier bei YouTube.

Königliche Bibliothek Belgiens übernimmt das Archiv von Toots Thielemans


Wie die Königliche Bibliothek Belgiens (KBR) in Brüssel mitteilt, hat sie im Dezember das Privatarchiv des belgischen Jazzmusikers Toots Thielemans (1922-2016) erworben. In der Musikabteilung der KBR können Interessierte zukünftig nicht nur hunderte Einheiten audiovisuelles Archivgut nutzen, sondern auch tausende Fotos, Presseartikel, Partituren, Konzertprogramme und Briefe.

Mehr dazu lesen Sie z.B. hier:

Jean Baptiste „Toots“ Thielemans (1922-2016)

Jean Baptiste „Toots“ Thielemans (1922-2016)

Bildnachweis: by Ron van der Kolk (Own work) [CC BY 2.5 ], via Wikimedia Commons

Nationaal Archief in Den Haag: Aufhebung der Sperrfrist für Archivgut 2017


Am heutigen 3. Januar 2017 begeht das Nationaal Archief in Den Haag seinen diesjährigen Openbaarheidsdag. An diesem Tag kann erstmalig ohne Einschränkung das Archivgut eingesehen werden, dessen Sperrfrist nach 25, 40 oder 75 Jahren nunmehr abgelaufen ist.

Wie das Nationaal Archief mitteilt, betreffen die neu geöffneten Archivbestände unter anderem die Verhandlungen zum Vertrag von Maastricht, die Hochzeit von Prinzessin Beatrix sowie die Teilnahme von niederländischen Kämpfern am Spanischen Bürgerkrieg.

Speziell für Forschende zu den deutsch-niederländischen Beziehungen scheinen unter anderem die folgenden Bestände interessant zu sein:

  • Wirtschaftsministerium: die Folgen der Deutschen Einheit für bilaterale Verträge zwischen dem Königreich der Niederlande und der BRD sowie der ehemaligen DDR, die Stationierung von niederländischen Truppen in der Bundesrepublik Deutschland sowie das endgültiges Aus für das deutsche Atomkraftwerk Kalkar am Niederrhein (alle 1991)
  • Außenministerium: internierte Deutsche auf Bonaire und Curaçao sowie in Niederländisch-Indien (1941), private Schadenersatzforderungen im Kontext von Kriegsschäden (2665 Umschläge, bis 1965)
  • Finanzministerium: Steuerfragen im Zusammenhang mit deutschen Truppen während der Besatzungszeit (1941/1942)

Hier finden Sie die vollständige Liste (PDF-Datei, 711 Seiten) mit allen Archivbeständen des Nationaal Archief, die seit Anfang 2017 neu einsehbar sind.

Vor einem Besuch können Sie über die Seite www.gahetna.nl bequem von zu Hause aus in den gesamten Beständen recherchieren und Archivgut zur Einsicht anfragen.

Das Archivgut kann ausschließlich im Lesesaal des Nationaal Archief in Den Haag eingesehen werden.

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