Vortrag [Frankfurt/Main, 14.11.2017]: Sebastian Felten – Wechselkurse aus dem Ofen. Münzprobieren in Holland, ca. 1700


Sebastian Felten (Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin) hält am 14. November 2017 um 18 Uhr im Rahmen des Kolloquiums der Wirtschafts- und Sozialgeschichte (Goethe-Universität Frankfurt) einen Vortrag mit dem Titel „Wechselkurse aus dem Ofen: Münzprobieren in Holland, ca. 1700“.

Der Vortrag findet im Raum IG 454 statt (Theodor-W.-Adorno-Platz 1, ehemals Grüneburgplatz 1).

Download: Plakat der Veranstaltung (als PDF-Datei)

Tagungsbericht: Streektaalconferentie ‘De wondere wereld van de streektaalgrenzen’.


Am 13. Oktober 2017 hat in Amsterdam die zwölfte Streektaalconferentie stattgefunden. Es handelt sich um eine Kooperationsveranstaltung der Stichting Nederlandse Dialecten (SND) mit Variaties vzw und dem Meertens Instituut. Das Tagungsthema lautete ‘De wondere wereld van de streektaalgrenzen’.

Hier geht es zum Tagungsbericht auf nederlandsedialecten.org.

Hier geht es zum Bericht eines Tagungsbesuchers.

Niederländische Dialekte in den Niederlanden, Flandern und Französisch-Flandern. Eine ausführliche Legende finden Sie, wenn Sie dem Link zur Ursprungsdatei folgen.

Bildnachweis: By Jeroen [GFDL or CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Call for Papers: Belgier in Deutschland (1945-2004)


Am 12. und 13. April 2018 findet in der Akademie Vogelsang IP | NS-Dokumentation Vogelsang (Schleiden) der Workshop Belgier in Deutschland (1945-2004)“ statt. Organisatoren sind Stefan Wunsch (Akademie Vogelsang IP), Claudia Hiepel (Universität Duisburg-Essen), Christian Henrich-Franke (Universität Siegen), Guido Thiemeyer (Universität Düsseldorf) und Christoph Brüll (Université du Luxembourg).

Mit der Kapitulation des Deutschen Reichs am 8. Mai 1945 ging die administrative und politische Gewalt in Deutschland in alliierte Hände über. Das Deutsche Reich hörte als souveräner Staat auf zu existieren und wurde zunächst in vier Besatzungszonen unterteilt, in denen die vier Siegermächte Frankreich, Großbritannien, UdSSR und USA die Verwaltung übernahmen und Besatzungstruppen stationierten. Sie wurden unterstützt durch Besatzungstruppen weiterer Staaten, die nicht zum engeren Kreis der Siegermächte zählten, aber im Rahmen des Besatzungsstatuts Garnisonen auf deutschem Territorium stationierten. Unter ihnen waren auch belgische Truppen, die unter britischer Oberverwaltung nach Kriegsende allmählich in Standorte in der südlichen britischen Besatzungszone einrückten. Erst nach der deutschen Wiedervereinigung setzte der schrittweise Rückzug ein, der im Jahr 2005 abgeschlossen war, als die letzten belgischen Truppen nach fast 60 Jahren das Territorium der Bundesrepublik verließen.

Die Bedingungen und Grundlagen der belgischen Militärpräsenz wandelten sich in diesen 60 Jahren enorm. Rückten die Truppen zunächst als Besatzer ein, so wandelte sich ihr Auftrag schnell in den eines Beschützers vor den Truppen des Warschauer Pakts im Rahmen eines umfassenden NATO-Verteidigungskonzepts. Aus Besatzern wurden aber nicht nur Beschützer, sondern im Rahmen des europäischen Einigungsprozesses allmählich auch Freunde und Partner. Die Bedingungen der Anwesenheit belgischer Truppen auf deutschem Territorium spiegelten damit die politische Großwetterlage in Europa und der Welt über die gesamten 60 Jahre wieder, so dass sich die Politik-, Gesellschafts- und Kulturgeschichte Europas in ihnen wie in einem Brennglas bündelt.

‚Vor Ort’ in den Garnisonsstädten auf deutschem Boden stellten sich den belgischen Truppen derweil ganz praktische Probleme bei der Organisation des Neben- und Miteinanders. Die belgischen Soldaten und ihre anwesenden Familienangehörigen fanden sich in neuen gesellschaftlichen Zusammenhängen wieder, die in den Kontaktzonen jenseits der deutsch-belgischen Grenze jeweils neu ausgelotet werden mussten. Gemeinsame (Kultur-)Feste, bi-nationale Hochzeiten, gemeinsame Sportveranstaltungen oder Sportstättennutzungen sind nur wenige Aspekte, die in jeder Garnisonsstadt den Alltag prägten, wenngleich vor unterschiedlichen lokalen Hintergründen, was die Größe der Städte, die Lage belgischer Kasernen, die wirtschaftliche Bedeutung der Belgier oder auch nur ihre Sprache (flämisch oder wallonisch) betraf. Als besonders bedeutsam erwies sich die Übernahme der frei gewordenen repräsentativen Gebäude des Nationalsozialismus durch die belgischen Soldaten, die eine recht pragmatische Umgangsweise mit politischer und architektonischer Symbolik entwickelten.

Der explorative Workshop ‚Belgier in Deutschland’ möchte sich genau diesen Kontakten und Kontaktzonen widmen. Er soll die Möglichkeit eines ersten Erfahrungsaustauschs bieten, um so langfristig ein Forschungsnetz zum Thema zu etablieren. Fragen, die in den erbetenen Vorträgen adressiert werden sollen, sehen in etwa wie folgt aus: Wie sah das Neben- und Miteinander in den Garnisonsstädten aus? Wie wurde es vor Ort organisiert? Welche Konflikte tauchten im Alltag auf? Wie veränderte sich das Verhältnis im Laufe der Zeit? Wie nachhaltig waren Kontakte über die eigentliche Besatzungszeit hinaus? Gab es Unterschiede zwischen den Standorten? Ebenso gilt es zu fragen, wie sich die Präsenz belgischer Truppen in Deutschland auf Belgien selber auswirkte? Ganz allgemein geht es also auch um die Frage, welche Rolle die belgischen Soldaten auf deutschem Territorium für die Prozesse der Europäischen Integration und der Europäisierung spielten?

Referats- und Themenvorschläge sind herzlich willkommen. Die Abstracts sollten auf Deutsch, Englisch oder Französisch verfasst sein, maximal 300 Wörter umfassen und zusammen mit einem kurzen CV und Literaturverzeichnis bis spätestens zum 31.12.2017 an folgende Adresse gesandt werden: christoph.brull@uni.lu.

Die Benachrichtigung der Referenten erfolgt spätestens zum 31.1.2018. Die Vorträge selbst sollen nicht länger als 15 bis 20 Minuten dauern, damit ausreichend Zeit für die anschließende Diskussion bleibt.

Die Übernahme der Kosten für die Anreise, Übernachtung und Verpflegung wird von den Veranstaltern angestrebt.

Ehemalige Belgische Kaserne Colonel BEM Adam in Soest (2011)

Bildnachweis: von Stephan Hense [CC0], via Wikimedia Commons

Motto der Open-Access-Woche 2017: „Open in order to…“


„Open in order to…“ lautet das Motto der diesjährigen Open-Access-Woche.  Das Motto will als Einladung zur Auseinandersetzung mit der Frage verstanden werden, welche Vorteile es bietet, Forschungsergebnisse frei zugänglich zu machen.

Konkrete Vorteile von Open-Access-Publikationen sind zweifelsohne deren bessere Sichtbarkeit, das schnelle Auffinden über Suchmaschinen und damit verbunden nicht zuletzt auch eine höhere Zitationsrate.

 

 

Möchten auch Sie Ihre beneluxbezogene Forschungsarbeit sichtbarer machen und mehr Leser/innen erreichen?

Dann sollten wir ins Gespräch kommen! Der FID Benelux / Low Countries Studies stellt der Fachwissenschaft im Bundesgebiet kostenfreie Open-Access-Publikationsdienste für E-Journals und E-Books zur Verfügung. Gegen einen moderaten Aufpreis ist zudem eine parallele Printveröffentlichung möglich. Für die Erst- oder Zweitveröffentlichung einzelner Artikel und Dokumente kann das Repository Benelux-Doc genutzt werden.

Kontakt: fid.benelux@uni-muenster.de

Bildnachweis: by Nick Shockey via openaccessweek.org , CC BY 4.0

Veröffentlicht in FID/SSG/ViFa Benelux, Forschung. Schlagwörter: . Leave a Comment »

Open Access: Grenzüberschreitend forschen | Grensoverschrijdend onderzoeken


Pünktlich zur Open-Access-Woche 2017 ist der zweite Band der FID Benelux – Open Access Publications erschienen:

Grenzüberschreitend forschen.  Zusammenfassungen ausgewählter Abschlussarbeiten des Masterstudiengangs Niederlande-Deutschland-Studien | Grensoverschrijdend onderzoeken. Samenvattingen van geselecteerde eindscripties van de masterstudie Nederland-Duitsland-Studies

Niederlande-Deutschland-Studien ist ein binationaler, multidisziplinärer Joint-Degree-Masterstudiengang der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und der Radboud Universiteit in Nimwegen. Herausgeber/innen des Sammelbandes, der in der Reihe Schriften aus dem Haus der Niederlande veröffentlicht wird, sind Sabine Jentges, Paul Sars, Friso Wielenga und Markus Wilp.

Die Publikation wurde unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY-NC-ND 4.0 International lizenziert. Der dauerhafte Zugriff auf das Werk und damit auch dessen Referenzierbarkeit und Zitierbarkeit wird über eine eigene URN (Uniform Resource Name) gewährleistet.

Folgen Sie diesem Link zur Open-Access-Ausgabe des Titels. Die Druckausgabe kann über den Onlineshop des Verlags, per E-Mail oder über den Buchhandel bestellt werden.

 

 

Lesen Sie hier unseren Bericht zu Band 1 der FID Benelux – Open Access Publications.

Tagung [Potsdam, 27.10.2017]: German Atrocities 1914 – Revisited


Am 27.10.2017 findet an der Universität Potsdam die Tagung „German Atrocities 1914 – Revisited“ statt. Es handelt sich um eine Kooperationsveranstaltung der Universität Potsdam, der Universität Würzburg und der Freien Universität Berlin.

Unmittelbarer Anlass ist eine Publikation des Kunsthistorikers Ulrich Keller (University of California, Santa Barbara), die jüngst unter dem Titel „Schuldfragen. Belgischer Untergrundkrieg und deutsche Vergeltung im August 1914“ erschienen ist. Nach der Präsentation des Autors folgen Kommentare von John Horne, Alan Kramer, Peter Lieb, Axel Tixhon, Oswald Überegger, Larissa Wegner und Alexander Watson.

Detaillierte Informationen zum Programm finden Sie im Flyer (PDF).

Nähere Informationen und Anmeldung unter sekretariat-militaergeschichte@uni-potsdam.de.

Löwen, September 1914

Bildnachweis: © IWM (Q 53271)

Nachlass Jan Wolkers nach Leiden?


Heute vor zehn Jahren verstarb der niederländische Schriftsteller und Künstler Jan Wolkers (1925-2007) in seinem Haus auf Texel. Wie die Universitaire Bibliotheken Leiden und das Museum De Lakenhal bekannt geben, haben sie großes Interesse daran, seinen literarischen und künstlerischen Nachlass zu erwerben. Innerhalb eines Jahres soll nun die Finanzierung sichergestellt werden, damit der Nachlass des Schöpfers von Terug naar Oegstgeest (1965) und Turks fruit (1969) in Zukunft der Forschung zur Verfügung steht.

Hier finden Sie den Bericht.

Jan Wolkers (1982)

Bildnachweis: By Bogaerts, Rob / Anefo [CC BY-SA 3.0 nl], via Wikimedia Commons

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