Open Access: Jahrbuch des Zentrums für Niederlande-Studien

Zurzeit findet die alljährlich ausgerichtete Internationale Open-Access-Woche statt. Ziel der weltweiten Aktion ist es, das Thema Open Access lokal aufzugreifen, um für den freien Zugang zu wissenschaflicher Information zu werben und vor Ort über entsprechende Aktivitäten zu informieren. Daher freut es uns besonders, dass wir nun wieder gemeinsam mit dem Zentrum für Niederlande-Studien (ZNS) der WWU Münster eine Neuerscheinung im Rahmen unseres Angebots FID Benelux – Open Access Publications ankündigen können.

Es handelt sich dabei um das neu konzipierte Jahrbuch des ZNS, dessen Band 2016/17 erstmals in Zusammenarbeit mit  FID Benelux – Open Access Publications erscheint. Im Fokus der Ausgabe mit dem Titel Unruhige Zeiten stehen unter anderem die niederländische Parlamentswahl vom 15. März 2017, der komplexe Prozess der Regierungsbildung sowie die Debatten zum Thema Referenden. In weiteren Aufsätzen werden die Folgen des Brexits für Deutschland und die Niederlande beleuchtet, Erfahrungen aus den Niederlanden bei den Versuchen zur Belebung der Innenstädte analysiert sowie der Gastlandauftritt der Niederlande und Flanderns auf der Frankfurter Buchmesse im Jahr 2016 betrachtet. Ebenfalls enthalten ist eine aktualisierte Fassung der Antrittsvorlesung des neuen ZNS-Gastprofessors, Prof. Dr. Kees van Paridon.

Hier geht es zur Open-Access-Ausgabe des aktuellen Jahrbuchs des ZNS. Die Druckausgabe kann über den Onlineshop des Verlags, per E-Mail oder über den Buchhandel bestellt werden.

 

Cover Jahrbuch ZNS

 

Retrospektive Digitalisierung des Jahrbuchs

Alle Folgebände des Jahrbuchs des Zentrums für Niederlande-Studien werden zukünftig ebenfalls Open Access erscheinen. Doch damit ist das Open-Access-Angebot noch nicht erschöpft, denn sämtliche älteren Ausgaben des Jahrbuchs, von Band 1 (1990) bis Band 25/26 (2014/2015), konnten dank der freundlichen Genehmigung des Aschendorff-Verlages Münster retrospektiv digitalisiert werden, sodass auch sie nun allen Interessierten weltweit online zur Verfügung stehen.

Zu den Digitalisaten der Bände 1 bis 25/25 …

Warum Open Access publizieren?

Es gibt viele gute Gründe dafür, Open Access zu publizieren. Dr. Markus Wilp, Geschäftsführer des ZNS und Mitherausgeber des Jahrbuchs, erläutert die Motivation des ZNS folgendermaßen:

„Der in der Wissenschaft zu beobachtende Trend hin zu Open-Access-Publikationen ermöglicht es, dass man leichter, schneller und kostengünstiger Einblicke in die Forschungsresultate anderer Autorinnen und Autoren erhält. Diese Entwicklung ist zweifelsohne überaus positiv zu bewerten, daher haben auch wir am Zentrum für Niederlande-Studien uns dafür entschieden, unsere Veröffentlichungen fortan direkt online zugänglich zu machen. Die ersten Erfahrungen sind sehr positiv, auch durch die Unterstützung der ULB Münster.“

Weitere Statements von Wissenschaftler*innen der WWU Münster zum Thema Open-Access-Publizieren lesen Sie hier.

FID Benelux – Open Access Publications

Der Fachinformationsdienst Benelux / Low Countries Studies (FID Benelux) der Universitäts- und Landesbibliothek Münster ist bestrebt, einen möglichst hohen Anteil an fachlich relevanter wissenschaftlicher Literatur über die Beneluxländer uneingeschränkt online zugänglich zu machen. Zu diesem Zweck stellt der FID der Fachwissenschaft Open-Access-Publikationsdienste für E-Journals und E-Books sowie für die Erst- oder Zweitveröffentlichung einzelner Artikel und Dokumente zur Verfügung. Mehr Informationen zu unserem Angebot …

Melden Sie sich jederzeit gerne bei uns für ein unverbindliches informatives Gespräch, wenn auch Sie Ihre beneluxbezogene Forschungsarbeit sichtbarer machen und mehr Leser*innen erreichen möchten! Eine reine Open-Access-Ausgabe in elektronischer Form ist vollständig kostenfrei für Sie. Falls gewünscht, ist gegen einen moderaten Aufpreis zudem eine parallele Printveröffentlichung möglich.

Kontakt: fid.benelux@uni-muenster.de

 

Graphik Open-Access-Woche 2018

© ULB Münster

Vortrag [Münster, 11.10.2018]: Peter Hyballa – Gegenpressing oder Totaal Voetbal

Peter Hyballa hält am 11. Oktober 2018 um 19 Uhr einen Vortrag mit dem Titel Gegenpressing oder Totaal Voetbal.

Aus dem Ankündigungstext:

„Peter Hyballa kennt als Sohn eines Deutschen und einer Niederländerin sowohl die deutsche als auch die niederländische Kultur sowie die Unterschiede. In seinem Vortrag berichtet er über sein Leben als deutsch-niederländischer Profi-Fußballtrainer, über den Nachwuchs- und Profifußball sowie die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der deutschen und niederländischen Fußballkultur und der Pädagogik im Umgang mit jungen Profisportlern.“

Der Vortrag findet in der Bibliothek im Haus der Niederlande statt (Alter Steinweg 6/7, 48143 Münster).

Hier finden Sie mehr Informationen zum Vortrag Gegenpressing oder Totaal Voetbal.

Peter Hyballa (2013)

Bildnachweis: By Steindy (talk) [GFDL or CC BY-SA 3.0 ], from Wikimedia Commons 

Aktuelle Neuerscheinungen zur Beneluxforschung

Gerne machen wir Sie auf folgende drei Neuerscheinungen zur Beneluxforschung aufmerksam:

Zitat aus dem Klappentext: „Smash the Pillars builds on the efforts by scholars and activists to decolonize Dutch history and memory, as they resist the epistemological violence imposed by the state, its institutions, and dominant narratives. Contributions offer an unparalleled glimpse into decolonial activism in the Dutch kingdom and provide us with a new lens to view contemporary decolonial efforts. The book argues that to fully decolonize Dutch society, the current social organization in the Kingdom of the Netherlands relying on separate pillars for each religious and/or racial group, must be dismantled.“

Zitat aus dem Klappentext: „Across the world, and due to ongoing globalisation, migration is increasingly becoming a part of daily life. But more than ever, migration can no longer be viewed as a simple linear trajectory from A to B. The emergence of transnational communities and intense interactions between regions of origin and of destination have led to new forms of social–cultural praxis and (sub)cultures which exert an important influence on the integration of immigrants. The case of Flanders, the northern part of Belgium and a reference point for the impact of these processes across Europe, is presented as a case study in this book.“

Zitat aus dem Klappentext: „Im Fokus dieser Studie stehen der Alltag und die Sexualität während der deutschen Besatzung der Niederlande 1940–1945. Für die spätere Tradierung des Krieges spielte Sexualität keine Rolle. Mit ihren sexuellen Praktiken bestimmten Soldaten aber die ›Ordnung der Straße‹ ebenso mit, wie sie Besatzungspolitik gestalteten. Nicht gegen einen niederländischen Gegner kämpften sie, sondern für eine rassistische Weltordnung und die Verheißung des privaten Glücks. Am Beispiel Holland bietet die Autorin einen Einblick in die Politiken und Praktiken der Inklusion in die nationalsozialistische ›Volksgemeinschaft‹ und zeigt, welche Rolle Sexualität dabei spielte. Sie arbeitet heraus, wie ›normale‹ (Hetero-)Sexualität und sexuelle ›Normalität‹ hergestellt wurden und wie Heteronormativität durch Krieg, Militär und Soldaten gestaltet und tradiert wurde.“

Alle Titel sind im Bestand des FID Benelux und können direkt vor Ort oder per Fernleihe entliehen werden.

Bildnachweis: Coverabbildung mit freundlicher Genehmigung des Vandenhoeck & Ruprecht Verlags

Präsentation [Kleve, 22.06.2018]: Die deutsch-niederländische Grenze gestern und heute

Am 22. Juni 2018 findet von 13:30 Uhr bis 18:00 Uhr auf dem Campus Kleve der Hochschule Rhein-Waal die Präsentation der Projektwoche Die deutsch-niederländische Grenze gestern und heute statt.

In Kooperation der Hochschule Rhein-Waal, der Universität Duisburg-Essen, der Radboud Universiteit Nijmegen und der Hogeschool van Arnhem en Nijmegen (HAN), forschen 30 Studierende dieser Hochschulen eine Woche lang gemeinsam zur deutsch-niederländischen Grenze und ihrer historisch-politischen Bedeutung.

Veranstaltungsort ist die Hochschule Rhein-Waal, Campus Kleve, Marie-Curie-Straße 1, Gebäude 5A, Erdgeschoss, Raum 001. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Hier finden Sie die Facebook-Seite der Projektwoche Die deutsch-niederländische Grenze gestern und heute.

Hier finden Sie mehr Informationen zur Veranstaltung.

Pfahl an der ehemaligen deutsch-niederländischen Grenze in Beek-Ubbergen (Gemeinde Berg en Dal)

Bildnachweis:  By MiraculixHB [Public domain], from Wikimedia Commons 

Veranstaltung [Paderborn, 15.05.2018]: Zweiter Belgientag am BELZ

Unter dem Thema „Belgien und seine Nachbarn“ findet am 15. Mai 2018 der zweite Belgientag am Belgienzentrum (BELZ) der Universität Paderborn statt.

Hier finden Sie das Programm als PDF-Datei.

Anmeldungen nimmt Frau Martina Welling entgegen.

Bildnachweis: © Belgienzentrum (BELZ)

Margot Vanderstraeten erhält E. du Perronprijs 2017

Die flämische Autorin Margot Vanderstraeten erhält in diesem Jahr den E. du Perronprijs für ihr Werk Mazzel tov (Amsterdam/Antwerpen: Atlas Contact, 2017). Hierin erzählt die Nichtjüdin Vanderstraeten von ihren Erfahrungen als Kindermädchen in einer chassidischen Familie im jüdischen Viertel Antwerpens.

Der von der Gemeinde Tilburg verliehene Preis wird am 18. April 2018 im Brabants Kenniscentrum Kunst en Cultuur in Tilburg überreicht. Vor der Preisverleihung hält die niederländische Autorin Marja Pruis die E. du Perronlezing mit dem Titel Arrogantie.

Vom Titel Mazzel Tov wurden innerhalb von acht Monaten 35.000 Exemplare verkauft. Verlage aus Deutschland, Polen und Großbritannien haben sich bereits die Rechte an den Übersetzungen gesichert.

Mehr Informationen …

Der ausgezeichnete Titel ist im Bestand des FID Benelux und kann direkt vor Ort oder per Fernleihe entliehen werden.

Direkt zum Thema ist noch bis zum 31. August 2018 die Sonderausstellung Buren 2018 in der Kazerne Dossin zu sehen. Passagen aus Vanderstraetens Mazzel Tov treten hier in Dialog mit Fotografien des im Diamantendistrikt Antwerpens aufgewachsenen Dan Zollmann. Der Titel Buren 2018 soll nicht nur auf die Gegenwart jüdischer Kultur in der Nachbarschaft hinweisen. Vielmehr ist 2018 gleichzeitig auch der Postleitzahlbezirk, in dem das jüdische Viertel Antwerpens liegt.

Margot Vanderstraeten (2012)

Bildnachweis: By Tom Van Nuffel (wikiportret.nl) [CC BY 3.0 or GFDL], via Wikimedia Commons 

KNAW-Bericht: Talen voor Nederland

Die Koninklijke Nederlandse Akademie van Wetenschappen (KNAW) hat im letzten Monat den Bericht Talen voor Nederland (PDF-Datei, 88 Seiten, ISBN 978-90-6984-722-1) herausgegeben, von dem auch die englische Zusammenfassung, Languages for the Netherlands, verfügbar ist.

Die Studie beschäftigt sich mit der sprachlichen Situation in den Niederlanden vor dem Hintergrund der multikulturellen Gesellschaft. Thematisiert werden Aspekte wie Mehrsprachigkeit, Sprache und Kommunikation in der niederländischen Gesellschaft, Sprache und internationale Beziehungen sowie Sprachunterricht.

Der Bericht ist Open Access unter einer CC-BY-Lizenz erschienen.

Informationen zum Thema Mehrsprachigkeit im niederländischsprachigen Raum bietet darüber hinaus z.B. auch ein umfangreiches Dossier der Nederlandse Taalunie auf taaluniversum.org.

Talen voor Nederland

Coverabbildung: KNAW, CC BY