Blogbeitrag: Politik und Individualismus. Ein Rückblick auf die Parlamentswahlen in den Niederlanden


Im schweizerischen Blog „Geschichte und Gegenwart“ blickt Moritz Föllmer, Professor für Neueste Geschichte an der Universiteit van Amsterdam, auf die letzten Parlamentswahlen in den Niederlanden zurück.

Aus dem Vorspann des Artikels:

Der politische Schwerpunkt der Niederlande hat sich nach rechts verschoben. Das hängt mit dem verbreiteten Glauben an die eigene Individualität zusammen, der mit der Abwertung anderer Vorstellungen von Individualität einhergeht. Anspruchsindividualismus und Individualismuskritik prägen die politische Kultur der Niederlande.“

Hier finden Sie den Blogbeitrag „Politik und Individualismus. Ein Rückblick auf die Parlamentswahlen in den Niederlanden“.

Parlamentswahl am 15. März 2017 in den Niederlanden, hier ein Wahllokal im Bahnhof „Den Haag Centraal“

Bildnachweis: von Smiley.toerist (Eigenes Werk) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

Tagungsbericht: Belgien und Europa. 1. Belgientag am BELZ [Paderborn, 09.05.2017]


Fast ein Jahr ist es her, dass an der Universität Paderborn das Belgienzentrum (BELZ) offiziell eröffnet worden ist. Am 9. Mai diesen Jahres, dem Europatag der Europäischen Union, hat hier unter dem Thema „Belgien und Europa“ erstmalig ein Belgientag stattgefunden.

Zunächst referierte mit Ghislain D’hoop der belgische Botschafter in Deutschland zum Tagungsthema, indem er den gegenwärtigen Zustand der Europäischen Union als das Resultat einer Integrationsdynamik zwischen Fortschritt und Enttäuschung beschrieb. Immer wieder hätte es Momente gegeben, in denen sich die europäische Zusammenarbeit scheinbar in einer Sackgasse befunden habe, weil einzelne Mitgliedsstaaten tiefer gehende Integrationsschritte nicht hätten mittragen können oder wollen. Immer wieder seien aber auch Auswege aus diesen Situationen gefunden worden. So müsse man auch gegenwärtig Wege finden, um den aktuellen Herausforderungen zu begegnen. Das derzeit viel diskutierte Modell eines Europas der verschiedenen Geschwindigkeiten sei übrigens u.a. durch die Eurozone und den Schengen-Raum de facto längst Realität.

Es folgten zwei Kurzvorträge von Paderborner Promovenden. Marie Weyrich sprach zu „Blau ist eine warme Farbe. Die besondere Verwendung einer Farbe durch Julie Maroh“. Sebastian Bischoff referierte zu „Kriegsziel Belgien. Annexionsdebatten und nationale Feindbilder in der deutschen Öffentlichkeit (1914-1918)“.

Nach der Mittagspause, in der verschiedene Anbieter belgischer Spezialitäten sich im Zentrum der Campusuniversität präsentieren durften, war es dann an den offiziellen Vertretern der gliedstaatlichen Ebenen Belgiens, ihre Sicht auf das Tagungsthema vorzutragen. Es sprachen Julie Bynens (Generaldelegierte der Regierung Flanderns bei der EU), Anna Quadflieg (Vertreterin Ostbelgiens, der Französischen Gemeinschaft und der Wallonischen Region in Berlin) sowie Luc Paque (Vertreter der Föderation Wallonie-Brüssel bei der EU). Hierbei wurden die feinen Unterschiede in ihren innerbelgischen und europapolitischen Auffassungen deutlich. Gleichzeitig wurde auf diesem Weg so manchem deutschen Zuhörer die Komplexität des politischen Systems Belgiens einmal mehr vor Augen geführt. Insgesamt, so Volker Peckhaus als Dekan der Fakultät für Kulturwissenschaften, sei Belgien eben nicht nur als Beispiel für den berühmten belgischen Konsens so spannend, sondern auch für den Umgang mit Einheit in Vielfalt.

Abgerundet wurde der Tag durch ein Konzert des belgischen Jazz-Duos SCHNTZL, ausgerichtet von der belgischen Botschaft.

Schließlich weisen wir gerne darauf hin, dass es ab dem Wintersemester 2017/18 allen Studierenden der Universität Paderborn möglich sein wird, ein Belgienzertifikat zu erwerben. Hier finden Sie mehr Informationen (PDF-Datei).

 

„Belgien und Europa“ war das Thema des ersten Belgientags am BELZ in Paderborn

Bildnachweis: FID Benelux

Hörtipp: „Wilhelms-Lied wird NL-Nationalhymne“ im WDR Stichtag


Für die Sendereihe Stichtag sprach der Westdeutsche Rundfunk mit Christoph Driessen über das Lied „Het Wilhelmus“, das heute vor 85 Jahren zur Nationalhymne der Niederlande erklärt wurde.

Hier können Sie den Radiobeitrag anhören oder herunterladen.

Älteste Veröffentlichung der Melodie des „Wilhelmus“ bei Adrianus Valerius in „Nederlandtsche Gedenck-Clanck“, 1626

Bildnachweis: By Adrianus Valerius (1575-1625) [Public domain], via Wikimedia Commons

Europatag: Bürgertreffen in Kerkrade/Herzogenrath am 09.05.2017


Die Deutsch-Niederländische Gesellschaft zu Aachen und die Stiftung Eurode 2000+ feiern am 09. Mai 2017 in Kerkrade/Herzogenrath den Europatag. Aus diesem Anlass laden sie zu einem Bürgertreffen am 9. Mai 2017 ins Eurode Business Center, Eurode-Park 1, in Herzogenrath/Kerkrade ein.

Hier finden Sie das Einladungsschreiben inkl. Programm in deutscher und in niederländischer Sprache als PDF. Eine kurzfristige Anmeldung ist noch möglich.

Das Eurode Business Center – die dt.-nl. Staatsgrenze läuft hier übrigens quer durch das Gebäude.

Bildnachweis: By Kero de (Own work) [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons

Veranstaltung [Paderborn, 09.05.2017]: Erster Belgientag am BELZ


Unter dem Thema „Belgien und Europa“ findet am 9. Mai 2017 der erste Belgientag am Belgienzentrum (BELZ) an der Universität Paderborn statt.

Hier finden Sie das Programm als PDF-Datei.

Anmeldungen nimmt Frau Martina Welling entgegen.

Logo Belgienzentrum (BELZ)

Bildnachweis: © Belgienzentrum (BELZ)

Call for Papers: From Colonial War to the War on Terror?


Gerne machen wir Sie auf den Call for Papers für die Tagung From Colonial War to the War on Terror? Perspectives on Government Struggles against Distant „Monsters“ in the 20th Century, die vom 07.12. bis 08.12.2017 im Centre Marc Bloch in Berlin stattfindet, aufmerksam.

Die Veranstalter freuen sich ausdrücklich über Beiträge aus Belgien und den Niederlanden sowie über Beiträge, die belgische bzw. niederländische Perspektiven berücksichtigen.

Abstracts in deutscher, englischer oder französischer Sprache können bis zum 31.05.2017 eingereicht werden.

Mehr Informationen bei H-Soz-Kult, 30.03.2017 und auf der entsprechenden CfP-Seite des deutsch-französischen Netzwerks Europa als Herausforderung / Saisir l’Europe.

 

Beitrag im Deutschlandfunk: Lernen von den Hochschulen in den Niederlanden


Anlässlich einer Reise deutscher Hochschulrektoren in die Niederlande hat Ulrich Grothus, Stellvertretender Generalsekretär des DAAD, dem Deutschlandfunk für die Sendung „Campus & Karriere“ ein Interview zum Thema „Lernen von den Hochschulen in den Niederlanden“ gegeben.

Hier können Sie den Radiobeitrag hören.

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