Präsentation [Kleve, 22.06.2018]: Die deutsch-niederländische Grenze gestern und heute

Am 22. Juni 2018 findet von 13:30 Uhr bis 18:00 Uhr auf dem Campus Kleve der Hochschule Rhein-Waal die Präsentation der Projektwoche Die deutsch-niederländische Grenze gestern und heute statt.

In Kooperation der Hochschule Rhein-Waal, der Universität Duisburg-Essen, der Radboud Universiteit Nijmegen und der Hogeschool van Arnhem en Nijmegen (HAN), forschen 30 Studierende dieser Hochschulen eine Woche lang gemeinsam zur deutsch-niederländischen Grenze und ihrer historisch-politischen Bedeutung.

Veranstaltungsort ist die Hochschule Rhein-Waal, Campus Kleve, Marie-Curie-Straße 1, Gebäude 5A, Erdgeschoss, Raum 001. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Hier finden Sie die Facebook-Seite der Projektwoche Die deutsch-niederländische Grenze gestern und heute.

Hier finden Sie mehr Informationen zur Veranstaltung.

Pfahl an der ehemaligen deutsch-niederländischen Grenze in Beek-Ubbergen (Gemeinde Berg en Dal)

Bildnachweis:  By MiraculixHB [Public domain], from Wikimedia Commons 

Veranstaltung [Paderborn, 15.05.2018]: Zweiter Belgientag am BELZ

Unter dem Thema „Belgien und seine Nachbarn“ findet am 15. Mai 2018 der zweite Belgientag am Belgienzentrum (BELZ) der Universität Paderborn statt.

Hier finden Sie das Programm als PDF-Datei.

Anmeldungen nimmt Frau Martina Welling entgegen.

Bildnachweis: © Belgienzentrum (BELZ)

Neu im Web: Artikel „Das Haus der europäischen Geschichte in Brüssel“ (Andreas Fickers)

Andreas Fickers (Luxemburg) hat unter dem Titel „Kompromissgeschichte, serviert auf dem »Tablet«. Das Haus der europäischen Geschichte in Brüssel“ eine kritische Ausstellungsrezension für „Zeithistorische Forschungen“ verfasst.

Zitation: Andreas Fickers, Kompromissgeschichte, serviert auf dem »Tablet«. Das Haus der europäischen Geschichte in Brüssel, in: Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History, Online-Ausgabe, 15 (2018), H. 1, URL: http://www.zeithistorische-forschungen.de/1-2018/id=5574, Druckausgabe: S. 173-183.

Hier gelangen Sie zum Artikel.

Haus der europäischen Geschichte, Brüssel

Bildnachweis: By Eddie Young, Paris (JSWD Architekten, Köln und Chaix & More, Paris) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons 

Margot Vanderstraeten erhält E. du Perronprijs 2017

Die flämische Autorin Margot Vanderstraeten erhält in diesem Jahr den E. du Perronprijs für ihr Werk Mazzel tov (Amsterdam/Antwerpen: Atlas Contact, 2017). Hierin erzählt die Nichtjüdin Vanderstraeten von ihren Erfahrungen als Kindermädchen in einer chassidischen Familie im jüdischen Viertel Antwerpens.

Der von der Gemeinde Tilburg verliehene Preis wird am 18. April 2018 im Brabants Kenniscentrum Kunst en Cultuur in Tilburg überreicht. Vor der Preisverleihung hält die niederländische Autorin Marja Pruis die E. du Perronlezing mit dem Titel Arrogantie.

Vom Titel Mazzel Tov wurden innerhalb von acht Monaten 35.000 Exemplare verkauft. Verlage aus Deutschland, Polen und Großbritannien haben sich bereits die Rechte an den Übersetzungen gesichert.

Mehr Informationen …

Der ausgezeichnete Titel ist im Bestand des FID Benelux und kann direkt vor Ort oder per Fernleihe entliehen werden.

Direkt zum Thema ist noch bis zum 31. August 2018 die Sonderausstellung Buren 2018 in der Kazerne Dossin zu sehen. Passagen aus Vanderstraetens Mazzel Tov treten hier in Dialog mit Fotografien des im Diamantendistrikt Antwerpens aufgewachsenen Dan Zollmann. Der Titel Buren 2018 soll nicht nur auf die Gegenwart jüdischer Kultur in der Nachbarschaft hinweisen. Vielmehr ist 2018 gleichzeitig auch der Postleitzahlbezirk, in dem das jüdische Viertel Antwerpens liegt.

Margot Vanderstraeten (2012)

Bildnachweis: By Tom Van Nuffel (wikiportret.nl) [CC BY 3.0 or GFDL], via Wikimedia Commons 

Neu im Web: Lubberiaans Lexicon

Aus Anlass des Todes des ehemaligen niederländischen Regierungschefs Ruud Lubbers hat das Instituut voor de Nederlandse Taal (INL) kürzlich ein neues Wörterbuch zu seinen Gelegenheitswörterbüchern hinzugefügt: das Lubberiaans Lexicon.

Für das Verzeichnis wurden besondere Ausdrücke gesammelt, die Lubbers selbst gebrauchte oder die mit ihm im Zusammenhang stehen.

Hier geht es zum Lubberiaans Lexicon.

Ruud Lubbers 1989

Bildnachweis: Public Domain via Nationaal Archief

Leeuwarden Kulturhauptstadt 2018

Gemeinsam mit der maltesischen Hauptstadt Valletta ist Leeuwarden, Verwaltungssitz der niederländischen Provinz Friesland, die Europäische Kulturhauptstadt 2018. Höchste Zeit also für einen ersten Blogbeitrag zu diesem Thema!

Die Veranstaltungen rund um die Kulturhauptstadt finden nicht nur in der Stadt selbst, sondern in der gesamten Provinz Friesland sowie im angrenzenden Groningen statt. Das Eröffnungswochenende von „Leeuwarden-Friesland 2018“ ist für den 26. und 27. Januar anberaumt. Alle wichtigen Informationen zum Jahresprogramm und weitere Hintergrundinformationen erhalten Sie hier in deutscher Sprache.

Auch die deutschen Medien haben sich bereits des Themas angenommen. Lesen Sie in diesem Kontext z.B. den im Dezember 2017 publizierten Beitrag „Gut gewappnet ins Kulturhauptstadt-Jahr“ von Cornelia Ganitta auf der Website des Goethe-Instituts Niederlande, „Leeuwarden – Schräge Stadt mit schiefem Turmvon Ludger Kazmierczak, veröffentlicht auf MDR Kultur am 03. Januar 2018  oder „Die Emanzipation der Provinz“ von Fabian Busch, erschienen in der TAZ vom 08.01.2018.

 

Wer sich tiefer einlesen möchte in die Kultur und Geschichte der friesischen Provinzhauptstadt, findet hier eine Auswahl von Titeln zu Leeuwarden.

Der Großteil der Publikationen befindet sich im Bestand des FID Benelux und der ULB Münster. Diese Titel sind vor Ort ausleihbar bzw. per Fernleihe bestellbar. Die Auswahl kann über die Filterfunktionen am linken Bildrand weiter eingeschränkt werden. Die Sortierung kann ebenfall angepasst werden. Standardmäßig ist ein Relevanzranking eingestellt; es ist aber auch eine Sortierung nach Titel, Autor/in oder Erscheinungsjahr möglich.

 

Leeuwarden, Innenstadt

Bildnachweis: © Theo de Witte for Leeuwarden-Friesland European Capital of Culture 2018

Aktuelle Neuerscheinungen zur Beneluxforschung

Gerne machen wir Sie auf folgende drei Neuerscheinungen zur Beneluxforschung aufmerksam:

  • Uffelen, Herbert van; de Geest, Dirk; de Bont, Marlou; Hermann, Christine (Hrsg.): Literatur in Bewegung. Über die Dynamik von Texten in der niederländischen Literatur (Wiener Schriften zur niederländischen Sprache und Kultur; Bd. 7). Wien: Praesens Verlag, 2017. ISBN 978-3-7069-0864-1

Zitat aus dem Klappentext: „Wie verändern sich Texte, wenn sie Grenzen überschreiten? Und wie bestimmt die materielle Erscheinungsform die Bedeutung und das Funktionieren von literarischen Texten? Diese und andere Fragen stehen im Sammelband Literatur in Bewegung: Über die Dynamik von Texten in der niederländischen Literatur im Mittelpunkt. In diesem Band wird die Dynamik von Literatur anhand von konkreten Beispielen aus der modernen niederländischen Literatur analysiert. Dabei stehen Verschiebungen im literarischen Feld, das Verhältnis zwischen dem literarischen Text und seiner paratextuellen Umrahmung, sowie der Einfluss von Zeit und Raum auf die Bedeutung und Funktion von literarischen Texten im Fokus. Es kommen so unterschiedliche Themen zur Sprache wie Kindergedichte von Autoren, die gewöhnlich für Erwachsene schreiben, Comicbearbeitungen von literarischen Klassikern, die Übersetzungsproblematik oder die Erneuerung des Romans in den dreißiger Jahren.“

Zitat aus dem Klappentext: „This book examines the history of Belgium’s annexation of the former German territories of Eupen and Malmedy during the interwar period. Focusing on Herman Baltia’s transitory regime and Belgium’s ambivalence about the fate of its new territories, the book charts the strained relations between Baltia’s regime and Brussels, the regime’s path to dissolution, and the failed retrocession of the territory to Germany. Through close analysis of primary source material, Vincent O’Connell investigates the efforts of Baltia’s provisional government to assimilate the region’s inhabitants into Belgium. The ultimate failure of that assimilation, he argues, may be traced back not only to incessant pro-German agitation, but to flawed Belgian policy from the outset. Framed in the context of a post-Versailles Europe, the book offers an interesting case study not only of the ebbs and flows of international politics across the frontier zones of Europe in the interwar years, but of how populations react to changes in national sovereignty.“

  • Romijn, Peter: Der lange Krieg der Niederlande. Besatzung, Gewalt und Neuorientierung in den vierziger Jahren (Jena Center. Geschichte des 20. Jahrhunderts. Vorträge und Kolloquien; Bd. 19). Göttingen: Wallstein, 2017. ISBN 978-3-8353-1813-7

Zitat aus dem Klappentext: „Der »lange Zweite Weltkrieg« der Niederlande als integrierte Geschichte der Gewalt unter deutscher Besatzung und im indonesischen Unabhängigkeitskrieg. Seit dem Einmarsch deutscher Truppen im Mai 1940 gerieten die neutralen Niederlande in jenen Strudel unbegrenzter Gewalt, den das NS-Regime ausgelöst hatte. Unter dem Einfluss der Besatzer wurde der Zweite Weltkrieg auch für die Niederländer zu einem Weltanschauungskrieg, begleitet von Terror, Indoktrination und Genozid. Eine Nation, die sich bis dahin als friedfertiger Stützpfeiler des Völkerrechts begriff, musste sich nun gegenüber Gewalt und Unrecht positionieren: durch Anpassung, Kollaboration oder Widerstand. Mit dem 8. Mai 1945 war der Krieg für die Niederlande jedoch nicht zu Ende. Denn fortan kämpfte eine ihrer Kolonien, das von Japan besetzte Indonesien, um seine Unabhängigkeit. Peter Romijn analysiert den »langen Zweiten Weltkrieg« der Niederländer, der erst 1949 endete, als eine integrierte Geschichte des Widerstands gegen die Nationalsozialisten, der Beteiligung am Völkermord an den Juden und der Gewaltexzesse in Indonesien.“

Alle Titel sind im Bestand des FID Benelux und können direkt vor Ort oder per Fernleihe entliehen werden.

Bildnachweis: Coverabbildung mit freundlicher Genehmigung des Wallstein Verlags