Historikertag [25.-28.09.2018, Münster]: Wissenschaftliches Begleitprogramm zum Partnerland Niederlande

Nachdem wir uns im Blogbeitrag vom 4. Mai 2018 zunächst auf die Veranstaltungen zum Partnerland Niederlande
in den Fachsektionen konzentriert hatten, bieten wir Ihnen heute einen Überblick über die verschiedenen Sonderveranstaltungen mit Niederlande-Bezug im wissenschaftlichen Begleitprogramm.

Die verschiedenen Aktivitäten des FID Benelux auf dem Historikertag werden wir Ihnen in Kürze in einem gesonderten Blogbeitrag präsentieren.

  • Dienstag, 25. September 2018, 18:30-20:30 Uhr im H1: Eröffnungsfeier
    • Eröffnung: Eva Schlotheuber (Vorsitzende des VHD e.V.)
    • Grußwort: Armin Laschet (Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen)
    • Festrede: Khadija Arib (Voorzitter van de Tweede Kamer der Staten-Generaal)
    • Festrede: Wolfgang Schäuble (Präsident des Deutschen Bundestages)
    • Grußwort: Johannes Wessels (Rektor der WWU Münster)
    • Grußwort: Ulrich Bongertmann (Vorsitzender der VGD e.V.)

Aus dem Veranstaltungstext:

„Der niederländische Autor Geert Mak ist kein Fachhistoriker, aber ohne Zweifel seit vielen Jahren der erfolgreichste Verfasser historischer Darstellungen zur niederländischen Geschichte, die auch in Deutschland hohe Auflagen erreichen (z.B. „Das Jahrhundert meines Vaters“, „Die vielen Leben des Jan Six“ und die von der Bundeszentrale für politische Bildung vertriebene „Geschichte der Niederlande“). Über seinen Weg zur Geschichte, seine Arbeitsweise, seine Themenwahl und sein Erfolgsrezept (und was Fachhistoriker davon lernen können) diskutiert Geert Mak, der 2014 die Ehrendoktorwürde der Philosophischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität erhielt, in der Bibliothek des Hauses der Niederlande mit dem Publikum.

Der Diskussion mit Geert Mak geht eine Kurzpräsentation des Zentrums für Niederlande-Studien an der WWU durch den Direktor Prof. Dr. Friso Wielenga sowie des Fachinformationsdienstes Benelux / Low Countries Studies durch seine Leiterin Ilona Riek voraus.“

Aus dem Veranstaltungstext:

„Der Startpunkt der Führung ist das Haus der Niederlande. Diese akademische Einrichtung befindet sich im alten Krameramtshaus, das im Gegensatz zum größten Teil der Innenstadt die Bombenangriffe während des Zweiten Weltkriegs unversehrt überstanden hat. Im Haus der Niederlande besuchen wir die Bibliothek und das Kaminzimmer, wo 1648 niederländische und spanische Diplomaten ein Friedensabkommen erreichten. Anschließend gehen wir zum Lambertikirche. Am Turm befinden sich die Käfige aus der Zeit der Täufer. Hierin wurden die Leichname der Anführer der Täufer nach der Hinrichtung zur Schau gestellt. Das nächste Ziel ist der Dom; der Besuch ist mit einer Führung durch das Gotteshaus verbunden. Vom Dom gehen wir zum Rathaus und besuchen den Friedenssaal. In diesem Saal fand 1648 die Unterzeichnung des Westfälischen Friedens statt. Letzte Station der Stadtführung ist das Stadtmuseum; von dort kehren wir zum Haus der Niederlande zurück.“

Prinzipalmarkt in Münster

Bildnachweis: Bernhard Liemann/FID Benelux

Konferenz [Frankfurt an der Oder, 5.-7.10.2018]: Managing manorial heritage

Vom 5. bis zum 7. Oktober 2018 findet die 4. ENCOUNTER-Conference am Lehrstuhl für Denkmalkunde an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder statt. Das diesjährige Thema lautet: „Managing manorial heritage. Scaling and balancing of public and private issues“.

Im Programm finden sich drei Beiträge mit dezidiertem Benelux-Bezug:

  • Vernissage of the German-Dutch exhibition about the 33 residences along the Oranje-Route (Orange Route), in the presence of Ms Willemijn van Haaften, Deputy Head of Mission, Embassy of the Kingdom of the Netherlands in Berlin
  • Fred Vogelzang & Janneke van Dijk (Utrecht): Hosting Cultural Events at Castles and Country Houses
  • Yme Kuiper (Groningen): Small manors speak to large heritage issues. Stories of the transformation of a city-near, Frisian country house in the late twentieth century

Hier finden Sie mehr Informationen zur Tagung.

Das Schloss Oranienbaum in Sachsen-Anhalt ist eine der Sehenswürdigkeiten auf der Oranier-Route.

Bildnachweis: By M_H.DE [GFDL or CC BY-SA 3.0 ], from Wikimedia Commons

Präsentation [Kleve, 22.06.2018]: Die deutsch-niederländische Grenze gestern und heute

Am 22. Juni 2018 findet von 13:30 Uhr bis 18:00 Uhr auf dem Campus Kleve der Hochschule Rhein-Waal die Präsentation der Projektwoche Die deutsch-niederländische Grenze gestern und heute statt.

In Kooperation der Hochschule Rhein-Waal, der Universität Duisburg-Essen, der Radboud Universiteit Nijmegen und der Hogeschool van Arnhem en Nijmegen (HAN), forschen 30 Studierende dieser Hochschulen eine Woche lang gemeinsam zur deutsch-niederländischen Grenze und ihrer historisch-politischen Bedeutung.

Veranstaltungsort ist die Hochschule Rhein-Waal, Campus Kleve, Marie-Curie-Straße 1, Gebäude 5A, Erdgeschoss, Raum 001. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Hier finden Sie die Facebook-Seite der Projektwoche Die deutsch-niederländische Grenze gestern und heute.

Hier finden Sie mehr Informationen zur Veranstaltung.

Pfahl an der ehemaligen deutsch-niederländischen Grenze in Beek-Ubbergen (Gemeinde Berg en Dal)

Bildnachweis:  By MiraculixHB [Public domain], from Wikimedia Commons 

Veranstaltung [Paderborn, 15.05.2018]: Zweiter Belgientag am BELZ

Unter dem Thema „Belgien und seine Nachbarn“ findet am 15. Mai 2018 der zweite Belgientag am Belgienzentrum (BELZ) der Universität Paderborn statt.

Hier finden Sie das Programm als PDF-Datei.

Anmeldungen nimmt Frau Martina Welling entgegen.

Bildnachweis: © Belgienzentrum (BELZ)

Neu im Web: Artikel „Das Haus der europäischen Geschichte in Brüssel“ (Andreas Fickers)

Andreas Fickers (Luxemburg) hat unter dem Titel „Kompromissgeschichte, serviert auf dem »Tablet«. Das Haus der europäischen Geschichte in Brüssel“ eine kritische Ausstellungsrezension für „Zeithistorische Forschungen“ verfasst.

Zitation: Andreas Fickers, Kompromissgeschichte, serviert auf dem »Tablet«. Das Haus der europäischen Geschichte in Brüssel, in: Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History, Online-Ausgabe, 15 (2018), H. 1, URL: http://www.zeithistorische-forschungen.de/1-2018/id=5574, Druckausgabe: S. 173-183.

Hier gelangen Sie zum Artikel.

Haus der europäischen Geschichte, Brüssel

Bildnachweis: By Eddie Young, Paris (JSWD Architekten, Köln und Chaix & More, Paris) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons 

Margot Vanderstraeten erhält E. du Perronprijs 2017

Die flämische Autorin Margot Vanderstraeten erhält in diesem Jahr den E. du Perronprijs für ihr Werk Mazzel tov (Amsterdam/Antwerpen: Atlas Contact, 2017). Hierin erzählt die Nichtjüdin Vanderstraeten von ihren Erfahrungen als Kindermädchen in einer chassidischen Familie im jüdischen Viertel Antwerpens.

Der von der Gemeinde Tilburg verliehene Preis wird am 18. April 2018 im Brabants Kenniscentrum Kunst en Cultuur in Tilburg überreicht. Vor der Preisverleihung hält die niederländische Autorin Marja Pruis die E. du Perronlezing mit dem Titel Arrogantie.

Vom Titel Mazzel Tov wurden innerhalb von acht Monaten 35.000 Exemplare verkauft. Verlage aus Deutschland, Polen und Großbritannien haben sich bereits die Rechte an den Übersetzungen gesichert.

Mehr Informationen …

Der ausgezeichnete Titel ist im Bestand des FID Benelux und kann direkt vor Ort oder per Fernleihe entliehen werden.

Direkt zum Thema ist noch bis zum 31. August 2018 die Sonderausstellung Buren 2018 in der Kazerne Dossin zu sehen. Passagen aus Vanderstraetens Mazzel Tov treten hier in Dialog mit Fotografien des im Diamantendistrikt Antwerpens aufgewachsenen Dan Zollmann. Der Titel Buren 2018 soll nicht nur auf die Gegenwart jüdischer Kultur in der Nachbarschaft hinweisen. Vielmehr ist 2018 gleichzeitig auch der Postleitzahlbezirk, in dem das jüdische Viertel Antwerpens liegt.

Margot Vanderstraeten (2012)

Bildnachweis: By Tom Van Nuffel (wikiportret.nl) [CC BY 3.0 or GFDL], via Wikimedia Commons 

Neu im Web: Lubberiaans Lexicon

Aus Anlass des Todes des ehemaligen niederländischen Regierungschefs Ruud Lubbers hat das Instituut voor de Nederlandse Taal (INL) kürzlich ein neues Wörterbuch zu seinen Gelegenheitswörterbüchern hinzugefügt: das Lubberiaans Lexicon.

Für das Verzeichnis wurden besondere Ausdrücke gesammelt, die Lubbers selbst gebrauchte oder die mit ihm im Zusammenhang stehen.

Hier geht es zum Lubberiaans Lexicon.

Ruud Lubbers 1989

Bildnachweis: Public Domain via Nationaal Archief