Leeuwarden Kulturhauptstadt 2018


Gemeinsam mit der maltesischen Hauptstadt Valletta ist Leeuwarden, Verwaltungssitz der niederländischen Provinz Friesland, die Europäische Kulturhauptstadt 2018. Höchste Zeit also für einen ersten Blogbeitrag zu diesem Thema!

Die Veranstaltungen rund um die Kulturhauptstadt finden nicht nur in der Stadt selbst, sondern in der gesamten Provinz Friesland sowie im angrenzenden Groningen statt. Das Eröffnungswochenende von „Leeuwarden-Friesland 2018“ ist für den 26. und 27. Januar anberaumt. Alle wichtigen Informationen zum Jahresprogramm und weitere Hintergrundinformationen erhalten Sie hier in deutscher Sprache.

Auch die deutschen Medien haben sich bereits des Themas angenommen. Lesen Sie in diesem Kontext z.B. den im Dezember 2017 publizierten Beitrag „Gut gewappnet ins Kulturhauptstadt-Jahr“ von Cornelia Ganitta auf der Website des Goethe-Instituts Niederlande, „Leeuwarden – Schräge Stadt mit schiefem Turmvon Ludger Kazmierczak, veröffentlicht auf MDR Kultur am 03. Januar 2018  oder „Die Emanzipation der Provinz“ von Fabian Busch, erschienen in der TAZ vom 08.01.2018.

 

Wer sich tiefer einlesen möchte in die Kultur und Geschichte der friesischen Provinzhauptstadt, findet hier eine Auswahl von Titeln zu Leeuwarden.

Der Großteil der Publikationen befindet sich im Bestand des FID Benelux und der ULB Münster. Diese Titel sind vor Ort ausleihbar bzw. per Fernleihe bestellbar. Die Auswahl kann über die Filterfunktionen am linken Bildrand weiter eingeschränkt werden. Die Sortierung kann ebenfall angepasst werden. Standardmäßig ist ein Relevanzranking eingestellt; es ist aber auch eine Sortierung nach Titel, Autor/in oder Erscheinungsjahr möglich.

 

Leeuwarden, Innenstadt

Bildnachweis: © Theo de Witte for Leeuwarden-Friesland European Capital of Culture 2018

Aktuelle Neuerscheinungen zur Beneluxforschung


Gerne machen wir Sie auf folgende drei Neuerscheinungen zur Beneluxforschung aufmerksam:

  • Uffelen, Herbert van; de Geest, Dirk; de Bont, Marlou; Hermann, Christine (Hrsg.): Literatur in Bewegung. Über die Dynamik von Texten in der niederländischen Literatur (Wiener Schriften zur niederländischen Sprache und Kultur; Bd. 7). Wien: Praesens Verlag, 2017. ISBN 978-3-7069-0864-1

Zitat aus dem Klappentext: „Wie verändern sich Texte, wenn sie Grenzen überschreiten? Und wie bestimmt die materielle Erscheinungsform die Bedeutung und das Funktionieren von literarischen Texten? Diese und andere Fragen stehen im Sammelband Literatur in Bewegung: Über die Dynamik von Texten in der niederländischen Literatur im Mittelpunkt. In diesem Band wird die Dynamik von Literatur anhand von konkreten Beispielen aus der modernen niederländischen Literatur analysiert. Dabei stehen Verschiebungen im literarischen Feld, das Verhältnis zwischen dem literarischen Text und seiner paratextuellen Umrahmung, sowie der Einfluss von Zeit und Raum auf die Bedeutung und Funktion von literarischen Texten im Fokus. Es kommen so unterschiedliche Themen zur Sprache wie Kindergedichte von Autoren, die gewöhnlich für Erwachsene schreiben, Comicbearbeitungen von literarischen Klassikern, die Übersetzungsproblematik oder die Erneuerung des Romans in den dreißiger Jahren.“

Zitat aus dem Klappentext: „This book examines the history of Belgium’s annexation of the former German territories of Eupen and Malmedy during the interwar period. Focusing on Herman Baltia’s transitory regime and Belgium’s ambivalence about the fate of its new territories, the book charts the strained relations between Baltia’s regime and Brussels, the regime’s path to dissolution, and the failed retrocession of the territory to Germany. Through close analysis of primary source material, Vincent O’Connell investigates the efforts of Baltia’s provisional government to assimilate the region’s inhabitants into Belgium. The ultimate failure of that assimilation, he argues, may be traced back not only to incessant pro-German agitation, but to flawed Belgian policy from the outset. Framed in the context of a post-Versailles Europe, the book offers an interesting case study not only of the ebbs and flows of international politics across the frontier zones of Europe in the interwar years, but of how populations react to changes in national sovereignty.“

  • Romijn, Peter: Der lange Krieg der Niederlande. Besatzung, Gewalt und Neuorientierung in den vierziger Jahren (Jena Center. Geschichte des 20. Jahrhunderts. Vorträge und Kolloquien; Bd. 19). Göttingen: Wallstein, 2017. ISBN 978-3-8353-1813-7

Zitat aus dem Klappentext: „Der »lange Zweite Weltkrieg« der Niederlande als integrierte Geschichte der Gewalt unter deutscher Besatzung und im indonesischen Unabhängigkeitskrieg. Seit dem Einmarsch deutscher Truppen im Mai 1940 gerieten die neutralen Niederlande in jenen Strudel unbegrenzter Gewalt, den das NS-Regime ausgelöst hatte. Unter dem Einfluss der Besatzer wurde der Zweite Weltkrieg auch für die Niederländer zu einem Weltanschauungskrieg, begleitet von Terror, Indoktrination und Genozid. Eine Nation, die sich bis dahin als friedfertiger Stützpfeiler des Völkerrechts begriff, musste sich nun gegenüber Gewalt und Unrecht positionieren: durch Anpassung, Kollaboration oder Widerstand. Mit dem 8. Mai 1945 war der Krieg für die Niederlande jedoch nicht zu Ende. Denn fortan kämpfte eine ihrer Kolonien, das von Japan besetzte Indonesien, um seine Unabhängigkeit. Peter Romijn analysiert den »langen Zweiten Weltkrieg« der Niederländer, der erst 1949 endete, als eine integrierte Geschichte des Widerstands gegen die Nationalsozialisten, der Beteiligung am Völkermord an den Juden und der Gewaltexzesse in Indonesien.“

Alle Titel sind im Bestand des FID Benelux und können direkt vor Ort oder per Fernleihe entliehen werden.

Bildnachweis: Coverabbildung mit freundlicher Genehmigung des Wallstein Verlags

 

Volkskrant, Trouw und Het Parool in Delpher


Delpher, die niederländische Website für digitalisierte Bücher, Zeitungen und Zeitschriften meldet den Neuzugang von 940.000 Zeitungsseiten. Dabei handelt es sich um die digitalisierten Jahrgänge 1945 bis 1995 der Zeitungen Volkskrant, Trouw und Het Parool.

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Prix du livre européen 2017 für David Van Reybrouck


Der Prix du livre européen 2017 geht an den belgischen Autoren David Van Reybrouck für Zink. Der Preis wird ihm heute Abend im Europäischen Parlament in Brüssel überreicht. Zu den Preisträgern der letzten Jahre gehören u. a. Tony Judt, Roberto Saviano, Luuk van Middelaar und Robert Menasse.

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Cover der deutschsprachigen Übersetzung von „David Van Reybrouck: Zink“

Bildnachweis: Coverabbildung mit freundlicher Genehmigung des Suhrkamp Verlags

Geert Mak erhält Oeuvreprijs des Prins Bernard Cultuurfonds 2017


Der niederländische Schriftsteller und Journalist Geert Mak hat den Oeuvreprijs des Prins Bernard Cultuurfonds 2017 gewonnen. Im Muziekgebouw aan ’t IJ in Amsterdam erhielt er am 27. November die Auszeichnung aus den Händen von Königin Máxima. Der Oeuvreprijs ist mit 150.000 Euro dotiert, bestehend aus 75.000 Euro für den Gewinner und 75.000 Euro als Startkapital für einen Kulturfonds. Der Geert Mak Fonds möchte Historiker und Autoren von u.a. Biografien bei ihrer Forschungsarbeit unterstützen. Hierzu Geert Mak: „Met een bijdrage uit mijn fonds kunnen auteurs onderzoek doen, de archieven in duiken, om uit te zoeken wat er ooit echt gebeurd is.“

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Geert Mak (2012)

Bildnachweis: Gerard Stolk (CC BY-NC 2.0, via flickr

Buchvorstellung [Aachen, 19.11.2017]: Belgien. Ein Länderporträt


Am 19.11.2017 um 16 Uhr präsentiert der Journalist Bernd Müllender seine neue Publikation Belgien. Ein Länderporträt (Ch. Links Verlag 2017, 232 Seiten, ISBN 978-3-86153-969-8). Die Buchvorstellung findet in den Räumlichkeiten des belgisch-deutschen Vereins KuKuK V.o.G./e.V. im ehemaligen deutschen Zollhaus am Grenzübergang Köpfchen in Aachen, Eupener Straße 420, statt.

Lesen Sie hier auch die Glosse „Großfritannien strahlt!“ von Bernd Müllender vom 16.09.2017 in der taz.

Bildnachweis: Coverabbildung mit freundlicher Genehmigung des Christoph Links Verlags

Radiobeitrag Deutschlandfunk: „Reformation quergedacht – Gennep“


Der Deutschlandfunk widmet sich in seiner Sendereihe Reformation quergedacht der Stadt Gennep, die im Zeitalter der Reformation zum Herzogtum Kleve gehörte. Hier konnten evangelische Glaubensflüchtlinge mit den mehrheitlich katholischen Einwohnern in konfessioneller Toleranz leben.

Mit Franeker, Kampen und Woerden gehört Gennep zu den vier niederländischen Reformationsstädten Europas, einem Partnerschaftsprojekt europäischer Kirchen und Städte anlässlich des 500. Jubiläums der Reformation.

Hier können Sie den Radiobeitrag anhören oder lesen.

Die Nederlands Hervormde kerk in Gennep (1661-1663) gilt als die älteste protestantisch erbaute Kirche der Niederlande.

Bildnachweis: von LooiNL (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

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