Autorengespräch [Berlin, 17.9.2015]: David van Reybrouck – Kongo: Vom Wirken zerstörerischer Macht und einer jungen Demokratie


Am Donnerstag, den 17.9.2015, spricht der belgische Autor David van Reybrouck (“Kongo : eine Geschichte”, erschienen 2012 bei Suhrkamp) in der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin über seine Sicht auf die Geschichte des Kongos.

Aus der Ankündigung:

“Von der kolonialen Gewaltherrschaft, über die 32jährige Diktatur bis hinein in die Gegenwart berichtet der Autor vielfach aus der Perspektive derjenigen, die in ihrem Land leiden, kämpfen und leben. Ein Gespräch über Menschen in der Geschichte, den schwierigen Weg seit der Unabhängigkeit, die Brutalität fortdauernder Konflikte und Verknüpfungen in der Welt.”

Mehr zur Veranstaltung finden Sie auf den Seiten der Heinrich-Böll-Stiftung.

Stellenangebot [Amsterdam, Deadline 13.09.2015]: Post-Doc-Stelle im Forschungsprojekt “Colonial Enlightenment and Punishment in the Netherlands Indies: From chain gang to Upper Digul 1750-1942”


Am Internationaal Instituut voor Sociale Geschiedenis (IISG-KNAW) in Amsterdam ist ab dem 1. Dezember 2015 im Rahmen des Projekts “Colonial Enlightenment and Punishment in the Netherlands Indies: From chain gang to Upper Digul 1750-1942” eine Post-Doc-Stelle zu vergeben.

Das Projekt ist Teil des Forschungsprogramms “Four Centuries of Labor Camps: War, Rehabilitation, Ethnicity”, welches gemeinschaftlich vom Internationaal Instituut voor Sociale Geschiedenis (IISG-KNAW) und dem NIOD Instituut voor Oorlogs-, Holocaust- en Genocidestudies durchgeführt wird.

Bewerbungen können noch bis zum 13.09.2015 eingereicht werden.

Zur Stellenausschreibung …

 

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Early Modern Pamphlets Online (TEMPO) & Knuttel


Unsere Umfrage Fachinformationsdienst Benelux / Low Countries Studies (siehe dazu den ViFa Benelux-Blog-Bericht vom 12.08.2015) förderte einige interessante Details zum Literatur- und Informationsbedarf der von uns angesprochenen Zielgruppe zutage. Auf einen Aspekt davon würden wir heute gerne etwas näher eingehen:

Sowohl bei der Frage nach Produkten, für die zukünftig eine überregionale FID-Lizenz als sinnvoll erachtet wurde als auch bei der Frage nach Werken, die zur Digitalisierung vorgeschlagen werden konnten, wurden TEMPO: Early Modern Pamphlets Online bzw. die darin enthaltene Knuttel-Flugschriftensammlung genannt.

Uns haben diese Antworten insofern überrascht, als dass Early Modern Pamphlets Online (TEMPO) – Dutch Pamphlets bereits seit 2009 als Nationallizenz verfügbar ist und damit problemlos in den meisten wissenschaftlichen Bibliotheken genutzt werden kann. Einzelpersonen mit ständigem Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland können sich darüber hinaus persönlich für einen kostenlosen Zugriff registrieren lassen, falls ihnen der Zugang über ein Universitätsnetz bzw. über ihre wissenschaftliche Bibliothek nicht zur Verfügung steht. Zu den in TEMPO enthaltenen Flugschriften gehört übrigens neben der Knuttel-Sammlung der Königlichen Bibliothek in Den Haag auch die Van Alphen-Sammlung der Universitätsbibliothek Groningen.

Wie sind die in der Umfrage geäußerten Wünsche nun zu interpretieren? Wir können uns im wesentlichen zwei Gründe hierfür vorstellen:

  1. Die jeweiligen Umfrageteilnehmer/innen waren nicht über die Existenz der Nationallizenz informiert. Wenn dem so sein sollte, fühlen wir uns bestärkt in unserer Strategie, bestimmte Aspekte der Informationsversorgung in gewissen Abständen immer einmal wieder aufzugreifen. In diesem Sinne verlinken wir hier auf eine Liste sämtlicher Nationallizenz-Angebote. Vielleicht ist ja noch etwas Neues und/oder Interessantes für Sie dabei!
  2. Die Umfrageteilnehmer/innen befürchteten, dass das Angebot der Nationallizenzen zurückgezogen werden könnte. In dieser Hinsicht können wir Sie beruhigen: Die Lizenzen wurden für eine zeitlich unbegrenzte Nutzung abgeschlossen.

Lesen Sie zum Thema Nationallizenzen auch unsere Blognachrichten:

Im Datenbank-Infosystem der ViFa Benelux sind alle Nationallizenzen durch ein blaues Icon mit der Aufschrift “DFG” gekennzeichnet.

 

Nationallizenzen

 

Tagungsbericht: Things that Matter – Johan Huizinga. Cultural History and Material Culture


Im Weblog Haute Histoire ist ein Bericht über die Sommerakademie Things that Matter II: Johan Huizinga: Cultural History and Material Culture, die vom 21.-26.06.2015 an der Universität Groningen stattfand, zu lesen.

Hier der Bericht.

File:JohanHuizinga.jpg

Johan Huizinga, 1872-1945

 

Arbeitskreis deutsch-niederländische Geschichte: Programm zum 7. Workshop in Nimwegen online


“Bilateral, Regional oder Europäisch? / Bilateraal, regionaal of Europees?”, so lautet das Thema des diesjährigen Workshops des Arbeitskreises Deutsch-Niederländische Geschichte / Werkgroep Duits-Nederlandsegeschiedenis (ADNG/WDNG), der am 15. und 16. Oktober 2015 in Nimwegen stattfinden wird.

Das Programm zum nunmehr 7. ADNG/WDNG-Workshop kann hier als PDF-Datei eingesehen werden.

Neu im Web: Farbfilme über Niederländisch-Indien


In unserer Vorstellung ist die Kolonialgeschichte Niederländisch-Indiens vor allem schwarz-weiß, denn der Farbfilm setzte sich erst ab den vierziger Jahren des letzten Jahrhunderts allmählich durch.

NPO Geschiedenis hat nun jedoch in verschiedenen Archiven Farbfilme ausgegraben, die ein im wahrsten Sinne des Wortes “buntes” Bild vom Alltagsleben in der ehemaligen niederländischen Kolonie bis zur japanischen Besetzung 1941 vermitteln.

Mehr dazu auf der NPO Geschiedenis-Seite Nederlands-Indië in kleur. Geschiedenis vastgelegd in unieke kleurenbeelden.

Dokumentation der “Umfrage Fachinformationsdienst Benelux / Low Countries Studies” online


Ab November 2014 führte die Universitäts- und Landesbibliothek Münster im Kontext der Antragstellung für den geplanten Fachinformationsdienst (FID) Benelux / Low Countries Studies eine Umfrage unter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Disziplinen Niederlande-, Belgien- und Luxemburgforschung sowie Niederländische, Friesische und Afrikaanse Philologie durch. Die Befragung gliederte sich in eine Online-Umfrage sowie anschließende Einzelgespräche mit Angehörigen der Zielgruppe.

Hintergrund der Datenerhebung ist die Ablösung der DFG-geförderten Sondersammelgebiete durch das neue Förderprogramm Fachinformationsdienste für die Wissenschaft. Bei der Ausgestaltung der Fachinformationsdienste rücken die Interessen und der Bedarf der Forschung stärker in den Fokus der Förderpolitik als dies bislang der Fall war. Zudem geht es künftig vor allem um den schnellen und direkten Zugriff auf Spezialliteratur und forschungsrelevante Informationen, wobei die betreffenden Publikationen vorzugsweise in elektronischer Form angeboten werden sollen. Auch gilt es, das Spektrum an digitalen und forschungsunterstützenden Dienstleistungen auszubauen.

Im Rahmen der Umfrage wurden die Forscher/innen zu verschiedenen Themenbereichen befragt, so etwa geographische Forschungsschwerpunkte, die Bedeutung einzelner Fach- und Themengebiete, verwendete Sprachen, Aspekte der Vollständigkeit der Literatursammlung, der individuelle Umgang mit gedruckten und elektronischen Publikationen, Vorschläge für die überregionale Lizenzierung elektronischer Medien (FID-Lizenzen), Fragen des Open-Access-Publizierens, Wünsche in Bezug auf die Retrodigitalisierung und der Bedarf an einer besonderen IT-Infrastruktur.

Hier ein kursorischer Überblick über die Ergebnisse:

Die Niederlande (einschließlich der ehemaligen Kolonien), Belgien als Gesamtstaat sowie Flandern kristallisierten sich als regionale Schwerpunkte heraus. Als Kernfächer traten vor allem die Disziplinen Geschichte, Politik, Niederländische Sprach- und Literaturwissenschaft sowie Landeskunde hervor. An den Fächern Soziologie, Volkskunde und Geographie bestand ebenfalls größeres Interesse, allerdings in der Hauptsache bezogen auf die Niederlande. Die Umfrageteilnehmer/innen rezipierten vorrangig Publikationen in deutscher, niederländischer und englischer, in den Disziplinen Geschichte und Politik auch in französischer Sprache. Hinsichtlich der überregionalen Lizenzierung elektronischer Medien zeichnete sich vor allem ein Bedarf auf dem Gebiet elektronischer Zeitschriften und Zeitungen (E-Papers) ab. Auch gab es eine relativ hohe Nachfrage nach Retrodigitalisaten und Instrumenten des Open-Access- und des hybriden Publizierens. Darüber hinaus war ein Bedarf an Beratungs- und Vermittlungstätigkeiten bei Fragen der Literatur- und Informationsbeschaffung, der Digitalisierung, des Open-Access-Publizierens sowie des Einsatzes von Informationstechnologien in Forschungszusammenhängen festzustellen.

Die vollständige Dokumentation der Umfrage Fachinformationsdienst Benelux / Low Countries Studies einschließlich der Empfehlungen für das Profil und das Dienstleistungsportfolio des geplanten FID kann hier als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Die im Zuge der Befragung eingegangenen Rückmeldungen aus der Fachgemeinschaft bilden das Herzstück des im Mai 2015 bei der DFG eingereichten Projektantrags Fachinformationsdienst Benelux / Low Countries Studies, über den voraussichtlich im Herbst dieses Jahres entschieden werden wird. Über die weiteren Entwicklungen halten wir Sie auf dem Laufenden.

Startseite der Umfrage FID Benelux

Startseite der Umfrage FID Benelux

Bildnachweis: ULB Münster

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