Vortrag [Essen, 27.11.2018]: Bas Kromhout – Die Niederlande und die Apartheid

Der niederländische Historiker und Journalist Bas Kromhout (Amsterdam) hält am 27.11.2018 um 18 Uhr im Rahmen des Kolloquiums Forschungsprobleme der außereuropäischen und der frühneuzeitlichen Geschichte (Universität Duisburg-Essen) einen Vortrag mit dem Titel Die Niederlande und die Apartheid: Das komplizierte Verhältnis zu Südafrika.

Dieser Vortrag findet am Campus Essen im Raum R12 V05 D81 statt (Universitätsstraße 12).

Genau zu diesem Thema ist auf H-Soz-Kult ein Tagungsbericht von Christopher Seiberlich über die Konferenz Perceptions of Apartheid in Western Europe 1960–1990 erschienen, die vom 13. bis zum 15. September 2018 an der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg stattgefunden hat. Hierin wird auch über die folgende Präsentation berichtet:

  • Vincent Kuitenbrouwer (Amsterdam): Lingering Feelings of Kinship between Dutch and Afrikaners during the Apartheid Era

Hier geht es zum Tagungsbericht auf H-Soz-Kult.

Protest der niederländischen Anti-Apartheid-Bewegung gegen den Verkauf von Orangen der südafrikanischen Firma Outspan (1973)

Bildnachweis: Punt (ANEFO) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Konferenz [Esch-sur-Alzette, 28.-30.11.2018]: Die Luxemburger. Dynastisches Programm und Herrschaftsbildung

Vom 28. bis 30. November 2018 findet auf dem Campus Belval in Esch-sur-Alzette die Konferenz Die Luxemburger. Dynastisches Programm und Herrschaftsbildung in globaler und lokaler Hinsicht statt.

Hierbei handelt es sich um die Abschlusstagung des Projekts The Europe of the Luxembourg Dynasty. Governance, Delegation and Participation between Region and Empire (1308 – 1437) an der Universität Luxemburg.

Im Programm finden sich zahlreiche Beiträge mit dezidiertem Bezug zur Grafschaft bzw. dem Herzogtum Luxemburg:

  • Gabriele Bonomelli (Bologna): Henry VII and Pastoralis cura. A revised chronology in light of an unedited source, the Epistola Henrici
  • Michel Margue und Solal Abélès (Luxemburg): Introduction d’un pouvoir nouveau. Le Luxembourg face aux communautés locales. Étude comparative
  • Wim Blockmans (Leiden): Stratégies dynastiques de la Maison de Luxembourg et communautés politiques dans les Pays-Bas
  • Christa Birkel (Luxemburg) und Gilles Genot (Luxemburg): Abwesenheit überwinden. Zum Stellenwert von ‚Integration‘ im Herzogtum Luxemburg von der Mitte des 14. bis zur ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts
  • Anne-Katrin Kunde (Luxemburg): Die politische Rolle des unmittelbaren Umfelds König Johanns von Böhmen, Graf von Luxemburg – Kanzlei und Rat

Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenlos. Bitte melden Sie sich bis zum 25. November 2018 per E-Mail (eloise.vomacka@uni.lu) an.

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Johann von Böhmen, Graf von Luxemburg (1296-1346) begegnet 1310 seinem Onkel Balduin von Luxemburg, Erzbischof und Kurfürst von Trier (1285-1354)

Bildnachweis: Codex Balduini Trevirensis [Public domain], via Wikimedia Commons

Kolloquium [Münster, 13.11.2018]: Juden in den Niederlanden

Am 13. November 2018 veranstaltet das Zentrum für Niederlande-Studien in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V. ein Kolloquium mit dem Titel „Juden in den Niederlanden. Verfolgung in der Nazi-Zeit und Umgang mit der Shoah nach 1945“.

Folgende drei Vorträge sind angekündigt:

  • Christine Kausch (Berlin): Neue Heimat oder Durchgangsland? Jüdische Flüchtlinge in den Niederlanden 1933-1940
  • Katja Happe (Freiburg): Viele falsche Hoffnungen – warum kamen 75% der Juden aus den Niederlanden im Holocaust um?
  • Bart Wallet (Amsterdam): Widerstreitende Erinnerungen. Jüdische und nicht-jüdische Erinnerung an die Judenverfolgung in den Niederlanden

Das Kolloquium findet statt im Freiherr-vom-Stein-Saal, Domplatz 36 (Freiherr-von-Vincke-Haus), in 48143 Münster.

Der Eintritt ist frei. Bitte melden Sie sich bis zum 7. November 2018 per E-Mail (zns@uni-muenster.de) an.

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Hollandsche Schouwburg in Amsterdam, 1942-1943 Melde- und Sammelstelle für jüdische Menschen vor ihrer Deportation in die Konzentrations- und Vernichtungslager, heute Gedenkstätte

Bildnachweis: By P.H. Louw [CC BY 2.5 ], from Wikimedia Commons 

Libris Geschiedenis Prijs 2018 für Frits van Oostrom

Der Libris Geschiedenis Prijs für das beste historische Werk des Jahres, welches ein breites Publikum anspricht, geht in diesem Jahr an Frits van Oostrom. Er erhält den mit 20.000 Euro dotierten Preis für sein Buch Nobel streven. Het onwaarschijnlijke maar waargebeurde verhaal van ridder Jan van Brederode (Prometheus, 2017).

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Weitere Details bietet u.a. eine Rezension von Bas Blokker im NRC Handelsblad vom 06.10.2017.

Frits van Oostrom (2009)

Bildnachweis: by Wieke Eefting [CC0], via Wikimedia Commons

Open Access: Jahrbuch des Zentrums für Niederlande-Studien

Zurzeit findet die alljährlich ausgerichtete Internationale Open-Access-Woche statt. Ziel der weltweiten Aktion ist es, das Thema Open Access lokal aufzugreifen, um für den freien Zugang zu wissenschaflicher Information zu werben und vor Ort über entsprechende Aktivitäten zu informieren. Daher freut es uns besonders, dass wir nun wieder gemeinsam mit dem Zentrum für Niederlande-Studien (ZNS) der WWU Münster eine Neuerscheinung im Rahmen unseres Angebots FID Benelux – Open Access Publications ankündigen können.

Es handelt sich dabei um das neu konzipierte Jahrbuch des ZNS, dessen Band 2016/17 erstmals in Zusammenarbeit mit  FID Benelux – Open Access Publications erscheint. Im Fokus der Ausgabe mit dem Titel Unruhige Zeiten stehen unter anderem die niederländische Parlamentswahl vom 15. März 2017, der komplexe Prozess der Regierungsbildung sowie die Debatten zum Thema Referenden. In weiteren Aufsätzen werden die Folgen des Brexits für Deutschland und die Niederlande beleuchtet, Erfahrungen aus den Niederlanden bei den Versuchen zur Belebung der Innenstädte analysiert sowie der Gastlandauftritt der Niederlande und Flanderns auf der Frankfurter Buchmesse im Jahr 2016 betrachtet. Ebenfalls enthalten ist eine aktualisierte Fassung der Antrittsvorlesung des neuen ZNS-Gastprofessors, Prof. Dr. Kees van Paridon.

Hier geht es zur Open-Access-Ausgabe des aktuellen Jahrbuchs des ZNS. Die Druckausgabe kann über den Onlineshop des Verlags, per E-Mail oder über den Buchhandel bestellt werden.

 

Cover Jahrbuch ZNS

 

Retrospektive Digitalisierung des Jahrbuchs

Alle Folgebände des Jahrbuchs des Zentrums für Niederlande-Studien werden zukünftig ebenfalls Open Access erscheinen. Doch damit ist das Open-Access-Angebot noch nicht erschöpft, denn sämtliche älteren Ausgaben des Jahrbuchs, von Band 1 (1990) bis Band 25/26 (2014/2015), konnten dank der freundlichen Genehmigung des Aschendorff-Verlages Münster retrospektiv digitalisiert werden, sodass auch sie nun allen Interessierten weltweit online zur Verfügung stehen.

Zu den Digitalisaten der Bände 1 bis 25/25 …

Warum Open Access publizieren?

Es gibt viele gute Gründe dafür, Open Access zu publizieren. Dr. Markus Wilp, Geschäftsführer des ZNS und Mitherausgeber des Jahrbuchs, erläutert die Motivation des ZNS folgendermaßen:

„Der in der Wissenschaft zu beobachtende Trend hin zu Open-Access-Publikationen ermöglicht es, dass man leichter, schneller und kostengünstiger Einblicke in die Forschungsresultate anderer Autorinnen und Autoren erhält. Diese Entwicklung ist zweifelsohne überaus positiv zu bewerten, daher haben auch wir am Zentrum für Niederlande-Studien uns dafür entschieden, unsere Veröffentlichungen fortan direkt online zugänglich zu machen. Die ersten Erfahrungen sind sehr positiv, auch durch die Unterstützung der ULB Münster.“

Weitere Statements von Wissenschaftler*innen der WWU Münster zum Thema Open-Access-Publizieren lesen Sie hier.

FID Benelux – Open Access Publications

Der Fachinformationsdienst Benelux / Low Countries Studies (FID Benelux) der Universitäts- und Landesbibliothek Münster ist bestrebt, einen möglichst hohen Anteil an fachlich relevanter wissenschaftlicher Literatur über die Beneluxländer uneingeschränkt online zugänglich zu machen. Zu diesem Zweck stellt der FID der Fachwissenschaft Open-Access-Publikationsdienste für E-Journals und E-Books sowie für die Erst- oder Zweitveröffentlichung einzelner Artikel und Dokumente zur Verfügung. Mehr Informationen zu unserem Angebot …

Melden Sie sich jederzeit gerne bei uns für ein unverbindliches informatives Gespräch, wenn auch Sie Ihre beneluxbezogene Forschungsarbeit sichtbarer machen und mehr Leser*innen erreichen möchten! Eine reine Open-Access-Ausgabe in elektronischer Form ist vollständig kostenfrei für Sie. Falls gewünscht, ist gegen einen moderaten Aufpreis zudem eine parallele Printveröffentlichung möglich.

Kontakt: fid.benelux@uni-muenster.de

 

Graphik Open-Access-Woche 2018

© ULB Münster

Rezensionen mit Benelux-Bezug: sehepunkte Nr. 18 (2018), 10

Joachim Werz rezensiert in den aktuellen sehepunkten Andreas Büttner / Birgit Kynast / Gerald Schwedler u.a. (Hgg.): Nachahmen im Mittelalter. Dimensionen – Mechanismen – Funktionen (= Beihefte zum Archiv für Kulturgeschichte; Heft 82), Köln / Weimar / Wien: Böhlau 2018. Hierin ist der Beitrag „Altera Roma, soror Rome, Roma secunda. Romvergleich und Romimitation nördlich der Alpen während des Mittelalters“ (Lukas Clemens) enthalten, der sich mit der Imitation stadtrömischer Sakraltopographie u.a. in Lüttich beschäftigt.

Peter Dinzelbacher bespricht Albrecht Classen (Hgg.): Magic and Magicians in the Middle Ages and the Early Modern Time. The Occult in Pre-Modern Sciences, Medicine, Literature, Religion, and Astrology (= Fundamentals of Medieval and Early Modern Culture; Vol. 20), Berlin: de Gruyter 2017. Hierin ist ein beneluxbezogener Beitrag enthalten mit dem Titel „Magic in Jacob Cornelisz van Oostsanen’s Saul and the Witch of Endo“ (Martha Moffitt Peacock).

Valentin Portnykh rezensiert Danielle E. A. Park: Papal Protection and the Crusader. Flanders, Champagne, and the Kingdom of France, 1095-1222, Woodbridge / Rochester, NY: Boydell & Brewer 2018.

Ingeborg Wiesflecker-Friedhuber bespricht Gesa Wilangowski: Frieden schreiben im Spätmittelalter. Vertragsdiplomatie zwischen Maximilian I., dem römisch-deutschen Reich und Frankreich (= Ancien Régime. Aufklärung und Revolution; Bd. 44), Berlin / Boston: De Gruyter Oldenbourg 2017. Diese Hochschulschrift enthält Kapitel zur burgundischen Erbschaftsfrage im Rechtsdiskurs nach dem Tod Herzog Karls des Kühnen im Jahr 1477 sowie zu Waffenstillstandsversuchen am Beispiel der Stadt Tournai zwischen 1478 und 1480.

Ulrich Wyrwa rezensiert Ulrich Keller: Schuldfragen. Belgischer Untergrundkrieg und deutsche Vergeltung im August 1914. Mit einem Vorwort von Gerd Krumeich, Paderborn: Ferdinand Schöningh 2017.

Philippe Bordes bespricht Rolf Reichardt (Hg.): Lexikon der Revolutions-Ikonographie in der europäischen Druckgraphik (1789-1889), Münster: Rhema Verlag 2017. Hierin ist ein Beitrag mit dem Titel „Niederlande“ (Frans Grijzenhout) enthalten.

Kolloquium [Berlin]: Europäische Geschichte der Frühen Neuzeit

Im Forschungskolloquium am Lehrstuhl für Europäische Geschichte der Frühen Neuzeit an der Humboldt-Universität zu Berlin finden in diesem Wintersemester zwei Präsentationen mit Niederlandebezug statt:

  • 31. Oktober 2018: Andreas Pietsch (Münster): Die Marke Böhme. Zum deutsch-niederländischen Transfer dissidenter Literatur im 17. Jahrhundert
  • 16. Januar 2019: Susanne Friedrich (München): Souveränitätsbehauptungen in Konflikten zwischen der niederländischen und der englischen Ostindienkompanie im frühen 17. Jahrhundert

Das Kolloquium findet mittwochs von 18 bis 20 Uhr im Raum 5028 statt (Friedrichstraße 191-193, 10117 Berlin, Eingang über Kronenstraße 12). Gäste sind herzlich willkommen.