Dreisprachigkeit als Merkmal der Luxemburger Identität


Was macht Luxemburg aus? Fernand Fehlen, Soziologe an der Universität Luxemburg, ist der Ansicht, nicht die luxemburgische Sprache allein, sondern vielmehr die Dreisprachigkeit sei das wesentliche Merkmal der Luxemburger Identität. Er schlussfolgert daraus für Sprachenpolitik und -unterricht:

    „Angesichts einer EU-Sprachenpolitik, die zwei Fremdsprachen – das Englische und die jeweilige Sprache des Nachbarn – zum Ideal des Sprachenunterrichts erklärt hat, kann Luxemburg seine Dreisprachigkeit, die eingestandenermaßen einige Probleme für den Sprachunterricht mit sich bringt, ins Positive wenden. Dazu bedarf es jedoch keiner Spiegelfechtereien um nationale Identitäten, sondern einer zupackenden Sprachenpolitik, die auf der gewachsenen Dreisprachigkeit aufbaut.“

Fehlens Beitrag wurde verfasst im Rahmen der „Initiative Making Luxembourg“ gegen Rassismus und lässt sich nachlesen auf der Webseite der Universität Luxemburg.

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