UB Leiden: KIT-Sammlung zur niederländischen Kolonialgeschichte


Wir berichteten kürzlich bereits über die Übergabe des Bibliotheksbestandes des Koninklijk Instituut voor Taal-, Land- en Volkenkunde (KITLV-KNAW) an die Universitätsbibliothek Leiden. In diesem Zusammenhang sollte auch die koloniale Sammlung des Koninklijk Instituut voor de Tropen (KIT) in Amsterdam Erwähnung finden:

Nachdem die KIT-Bibliothek zum 01.08.2013 geschlossen wurde, hat die UB Leiden den Teil der Sammlung übernommen, der sich mit den ehemaligen niederländischen Kolonien befasst. Insgesamt handelt es sich dabei um ca. 25.000 Bücher und Broschüren, 3.300 Zeitschriftentitel sowie 11.500 Karten und 150 Atlanten.

Mehr Informationen zur kolonialen Sammlung an der UB Leiden …

 

Das Koninklijk Instituut voor de Tropen in Amsterdam

Das Koninklijk Instituut voor de Tropen in Amsterdam,
Eingang Tropenmuseum

Bildnachweis: von Ingang_Tropenmuseum.jpg: GerardMderivative work: Durova (Diskussion) (Ingang_Tropenmuseum.jpg) [CC-BY-SA-3.0 oder GFDL], via Wikimedia Commons

Projekt- und Websitepräsentation [Geel, 06.11.2014]: Dutch++


Am 06.11.2014 findet am Thomas More Campus Geel in Belgien die Präsentation des internationalen Lifelong Learning-Projekts Dutch++  und der dazugehörigen Website statt.

Das von der Abteilung für Nederlandistik der Universität Wien koordinierte Projekt widmet sich der sprachlichen Variation des Niederländischen. Die derzeit noch im Aufbau befindliche Website richtet sich an Niederländischlernende, Dozenten des Niederländischen sowie allgemein an der niederländischen Sprache Interessierte. Niederländischlernende sollen mittels der Online-Plattform – insbesondere durch zahlreiche Übungen – mit der sprachlichen Vielfalt im niederländischen Sprachgebiet vertraut gemacht werden.

Die offizielle Einladung inklusive Programm und weiteren wichtigen Informationen finden Sie hier.

Eine kostenlose Anmeldung ist noch bis zum 30.09.2014 über das entsprechende Anmeldeformular möglich.

 

 

Änderungen bei den KITLV-Datenbanken


Im Zuge der Übergabe des Bibliotheksbestandes des Koninklijk Instituut voor Taal-, Land- en Volkenkunde (KITLV-KNAW) an die Universitätsbibliothek Leiden (siehe unser Bericht vom 01.08.2014) ergeben sich auch Änderungen bei den bisher vom KITLV angebotenen Datenbanken:

Der KITLV-Katalog wurde inzwischen aufgenommen in das Katalogsystem der UB Leiden: Wer dort auf Reiter “Leiden Collections” und anschließend auf den nach unten zeigenden Pfeil bei “All library locations” klickt, findet dort die Sammlungen des KITLV und der KITLV-Dependance in Jakarta.

Die Verfügbarkeit der ursprünglich ebenfalls vom KITLV angebotenen Bibliografie van de Nederlandse Caraïben ist zurzeit ungewiss. Momentan ist sie nicht im Netz erreichbar. Eine weitere Aktualisierung der Daten wird es voraussichtlich nicht geben. Die UB Leiden prüft jedoch, ob die Bibliographie ebenfalls in den Katalog der UB Leiden integriert werden kann.

Aufgrund der technischen Veränderungen kann die ViFa Benelux die beiden Datenbanken bis auf Weiteres leider nicht mehr in ihrer Metasuche anbieten. Das ViFa-Team untersucht momentan mögliche Lösungen zur Neuintegration der Datenbanken in die ViFa-Metasuche.

 

Niederländische Sprachvarietäten bei YouTube


Lucas Verweij hat auf YouTube ein Video eingestellt, in dem er fünfzehn verschiedene niederländische Sprachvarietäten, Akzente und Dialekte imitiert, so u.a. Amsterdams, Limburgisch, Friesisch, einen deutschen Akzent sowie die typische niederländische Managersprache.

Für Brabantisch gibt es ein separates Video.

 

Tagebücher von Willem de Clercq vollständig online


Das Huygens ING bietet seit kurzem eine vollständig digitalisierte Ausgabe der Tagebücher von Willem de Clercq (Amsterdam, 1795-1844) an.

De Clercq war Direktor der Nederlandsche Handel-Maatschappij, Dichter und einer der bedeutendsten Vertreter der niederländischen protestantischen Erweckungsbewegung (Réveil).  Seine Tagebücher aus den Jahren 1811-1844  gehören zu den wertvollsten und umfangreichsten Tagebüchern der niederländischen Geschichte.

Mehr Informationen …

Willem de Clercq

Willem de Clercq

Bildnachweis: von Henricus Wilhelmus Couwenberg (1814-1845) (Naar zijn dagboek; Willem de Clercq, 1869) [Public domain], via Wikimedia Commons

Interessante Masterarbeit bei De Vlaamse ScriptiePrijs über “secondary baby talk”


Evelien Verstraeten (KU Leuven) untersucht in ihrer für den flämischen ScriptiePrijs eingereichten Masterarbeit in Kommunikationswissenschaft das Phänomen “secondary baby talk” (niederländisch “elderspeak”): den Gebrauch von kindlicher Sprache gegenüber Senioren. Als Grundlage dienen Tonaufnahmen aus flämischen Seniorenheimen. Über die Ergebnisse der Arbeit “Kom, we gaan een beetje slapen hé” wurde inzwischen mehrfach in der belgischen Presse berichtet.

Lesen Sie mehr auf der Seite des ScriptiePrijs: Waarom we onze senioren als kleuters toespreken

Niederländische Literatur – Wir stellen vor: die Rezensionsdatenbank LiteRom


Wer Rezensionen niederländischer Literatur benötigt, wird früher oder später auf die Rezensionsdatenbank LiteRom stoßen: LiteRom bietet Rezensionen und Interviews zur niederländischsprachigen Literatur im Volltext mit Recherchemöglichkeiten nach Schriftsteller, Titel, Rezensent oder dem Titel der Rezension.

Um Ihnen einen Eindruck vom Umfang der Datenbank zu verschaffen: Eine kurze Recherche zu den Grote Drie der niederländischen Nachkriegsliteratur fördert aktuell 914 Beiträge über das Werk Harry Mulischs, 1.199 Artikel über Willem Frederik Hermans sowie 1.108 Rezensionen und Interviews zum Werk von Gerard Reve zutage.

Da es sich bei LiteRom um eine kosten- bzw. lizenzpflichtige Datenbank handelt, ist das Angebot leider nicht frei im Netz verfügbar. Lediglich vier Universitätsbibliotheken in Deutschland haben nach unserem Kenntnisstand eine (Campus-)lizenz erworben und zwar die UB der FU Berlin, die USB Köln, die ULB Münster und das BIS Oldenburg.

Für alle Interessierten, die keinen Zugriff auf eine dieser Campuslizenzen haben, hat das SSG Benelux bereits vor einigen Jahren in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Staatsbibliothek in München ein sogenanntes Pay-per-Use-Angebot eingerichtet, das es Ihnen ermöglicht, die Datenbank für einen Betrag von 5 Euro pro Zeitintervall von 24 Stunden zu nutzen. Einzelpersonen mit Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland können sich persönlich für den Pay-per-Use-Zugriff registrieren lassen.

Alle Pay-per-Use-Angebote sind in DBIS, dem in Deutschland gängigen Nachweissystem für wissenschaftliche Datenbanken, das von vielen Hochschulbibliotheken genutzt wird, nachgewiesen. Im Datenbankmodul der ViFa Benelux sind sie zusätzlich durch ein blaues Euro-Symbol gekennzeichnet.

Hier der direkte Link zum Pay-per-Use-Angebot von LiteRom. Bei Fragen und Problemen helfen wir selbstverständlich gerne weiter.

 

Pay per Use

literom2

 

Nachtrag 29.08.2014

Lesen Sie zu LiteRom auch den Beitrag von Liselotte Hammond, Christine Hermann und Susan Mahmody auf der Website der Internationale Vereniging voor Neerlandistiek: Cultuur en literatuur op ’t web: kroniek 6 – LiteRom  

 

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