UB Leiden: KIT-Sammlung zur niederländischen Kolonialgeschichte


Wir berichteten kürzlich bereits über die Übergabe des Bibliotheksbestandes des Koninklijk Instituut voor Taal-, Land- en Volkenkunde (KITLV-KNAW) an die Universitätsbibliothek Leiden. In diesem Zusammenhang sollte auch die koloniale Sammlung des Koninklijk Instituut voor de Tropen (KIT) in Amsterdam Erwähnung finden:

Nachdem die KIT-Bibliothek zum 01.08.2013 geschlossen wurde, hat die UB Leiden den Teil der Sammlung übernommen, der sich mit den ehemaligen niederländischen Kolonien befasst. Insgesamt handelt es sich dabei um ca. 25.000 Bücher und Broschüren, 3.300 Zeitschriftentitel sowie 11.500 Karten und 150 Atlanten.

Mehr Informationen zur kolonialen Sammlung an der UB Leiden …

 

Das Koninklijk Instituut voor de Tropen in Amsterdam

Das Koninklijk Instituut voor de Tropen in Amsterdam,
Eingang Tropenmuseum

Bildnachweis: von Ingang_Tropenmuseum.jpg: GerardMderivative work: Durova (Diskussion) (Ingang_Tropenmuseum.jpg) [CC-BY-SA-3.0 oder GFDL], via Wikimedia Commons

Änderungen bei den KITLV-Datenbanken


Im Zuge der Übergabe des Bibliotheksbestandes des Koninklijk Instituut voor Taal-, Land- en Volkenkunde (KITLV-KNAW) an die Universitätsbibliothek Leiden (siehe unser Bericht vom 01.08.2014) ergeben sich auch Änderungen bei den bisher vom KITLV angebotenen Datenbanken:

Der KITLV-Katalog wurde inzwischen aufgenommen in das Katalogsystem der UB Leiden: Wer dort auf Reiter “Leiden Collections” und anschließend auf den nach unten zeigenden Pfeil bei “All library locations” klickt, findet dort die Sammlungen des KITLV und der KITLV-Dependance in Jakarta.

Die Verfügbarkeit der ursprünglich ebenfalls vom KITLV angebotenen Bibliografie van de Nederlandse Caraïben ist zurzeit ungewiss. Momentan ist sie nicht im Netz erreichbar. Eine weitere Aktualisierung der Daten wird es voraussichtlich nicht geben. Die UB Leiden prüft jedoch, ob die Bibliographie ebenfalls in den Katalog der UB Leiden integriert werden kann.

Aufgrund der technischen Veränderungen kann die ViFa Benelux die beiden Datenbanken bis auf Weiteres leider nicht mehr in ihrer Metasuche anbieten. Das ViFa-Team untersucht momentan mögliche Lösungen zur Neuintegration der Datenbanken in die ViFa-Metasuche.

 

Tagebücher von Willem de Clercq vollständig online


Das Huygens ING bietet seit kurzem eine vollständig digitalisierte Ausgabe der Tagebücher von Willem de Clercq (Amsterdam, 1795-1844) an.

De Clercq war Direktor der Nederlandsche Handel-Maatschappij, Dichter und einer der bedeutendsten Vertreter der niederländischen protestantischen Erweckungsbewegung (Réveil).  Seine Tagebücher aus den Jahren 1811-1844  gehören zu den wertvollsten und umfangreichsten Tagebüchern der niederländischen Geschichte.

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Willem de Clercq

Willem de Clercq

Bildnachweis: von Henricus Wilhelmus Couwenberg (1814-1845) (Naar zijn dagboek; Willem de Clercq, 1869) [Public domain], via Wikimedia Commons

Vortrag [Brügge, 16.9.2014]: Kerstin Schwede – Examining Belgian and German Schoolbooks on WWI


Am 16. September stellt die Braunschweiger Historikerin Kerstin Schwede im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Historikerdialog” in Brügge ein Projekt des Georg-Eckert-Institutes für Schulbuchforschung vor. Von der Webseite des Historikerdialoges:

    “History textbooks are located in-between historiography and collective memory: They are claiming to impart objective facts of the past, but at the same time have to construct a narrative that fits a people’s collective memory without compromising the officially recognised vision of the past. Kerstin Schwedes will analyse and compare selected passages from textbooks to dissect what is told, how it is told, and what is hidden. On this basis she will compare textbooks from Belgium and Germany from different time periods in respect to their presentation of World War I, to finally explore and contrast WWI narrations of other countries.”

Die Veranstaltung findet statt um 17 Uhr am College of Europe, Brügge. Kaat Wils von der KU Leuven wird den Vortrag von Kerstin Schwede im Anschluss kommentieren.

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Interview zum Ersten Weltkrieg in Belgien


“Der Übergang vom Frieden zum Krieg geht schnell” – in der Berliner Zeitung vom 4.8.2014 spricht die belgische Historikerin Sophie De Schaepdrijver über den Ersten Weltkrieg in Belgien.

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Konferenz [Aachen, 17.-20.9.2014]: Lotharingien und das Papsttum im Früh- und Hochmittelalter


Vom 17.-20.9. findet am Historischen Institut der RWTH Aachen die Tagung Lotharingien und das Papsttum im Früh- und Hochmittelalter – Wechselwirkungen im Grenzraum zwischen Germania und Gallia statt. Aus der Ankündigung:

    “Die Bedeutung Lotharingiens, des Raumes zwischen Gallia und Germania, ist in der Geschichtswissenschaft lange Zeit vor dem Hintergrund der „Entstehung“ Frankreichs und Deutschlands diskutiert wurde. Den Charakter der einstigen Kernlandschaft des karolingischen Großreichs hat diese Perspektive mitunter verdeckt, obwohl das Land an Mosel und Ardennen auch in den folgenden Jahrhunderten gerade mit Blick auf die Kirchengeschichte eine Impulslandschaft bildete. Mit Kirchen und Klöstern in kaum vergleichbarer Weise reich bestückt nahm von hier eine Vielzahl von Entwicklungen (z. B. Gorzer Refom) ihren Ausgang. Die geplante Tagung will von diesen Befunden ausgehen und die beiden Forschungslinien mit Blick auf das Papsttum zusammenführen: Lotharingien (überspitzt formuliert) als „Raum zwischen zwei Reichen“ und als Innovationslandschaft der mittelalterlichen Kirche?”

Die Anmeldung ist bis 10.9.2014 möglich; Details zur Tagung finden Sie auf H-Soz-u-Kult [3.8.2014].

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Hörtipp: “Flanders Fields” – Zeitfragenfeature heute abend im Radio


Heute abend (13.8.) läuft in Deutschlandradio Kultur um 19:30 Uhr das Zeitfragen-Feature: “Flanders Fields. Wie der Erste Weltkrieg in Belgien wütete” von Susanne von Schenck. Die Sendung kann auch nachträglich als Audiodatei auf www.deutschlandradio.de heruntergeladen werden.

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